No Bra: Warum ich keinen BH mehr trage

25 Gedanken zu “No Bra: Warum ich keinen BH mehr trage”

  1. Was du schreibst, stimmt – allerdings schaffe ich es ohne BH einfach nicht.

    Ich bin wirklich Verfechter des Sport-BH und ich trage generell gerne sehr bequeme Unterwäsche (meist Skinny oder so). Also Korsagen oder gar Strings und andere Tanga-Arten kommen mir nicht in den Schrank, denn 1. sind sie unbequem und 2. macht mich das Material fertig. Und 3. habe ich den Eindruck, mein Busen ist ohne BH einfach schwerer und es fühlt sich so unbequem an. Deswegen lieber bequem und alles fest verpackt.
    Ich habe auch das Ganze nie als Einengung oder Behinderung meiner körperlichen Freiheit gesehen. Ich mag meine Unterwäsche.

    Was Bodyshaming etc. betrifft, bin ich voll bei dir. Ich trage z.B. sehr selten Make-up. Es ist mir auch zu zeitaufwendig. Manchmal allerdings habe ich irgendwie Lust dazu und mache das auch. Allerdings habe ich da schon die Erfahrung gemacht, dass manche Leute in meiner Umgebung sich dann wundern, weil ich so aufgebrezelt bin, obwohl sie selbst permanent so aussehen.
    Eingeengt wurde ich aufgrund meiner Kleidung nie. Ich werde meinen BH nicht weglassen, genau so wenig, wie ich jetzt plötzlich anfangen werde, Spitzenunterwäsche zu tragen.

    Ich finde es sehr gut, dass du dieses Thema ansprichst, denn es gehört so viel hier rein – junge Mädchen, die sich schämen – wegen was auch immer, absoluter Mist in den meisten Fällen, sinnfreie Schönheitsideale, die man per Photoshop auch noch eingetrichtert kriegt, bis hin zu richtig oder falsch essen oder überhaupt essen… Man darf diese Dinge nie vergessen und am besten gefällt mir dein letzter Satz!
    Danke für diesen Beitrag.

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    1. Liebe Astrid!
      Ich danke dir für deine ausführliche Reaktion auf meinen Beitrag! Was du schreibst, ist absolut richtig! Jede Frau* (natürlich auch alle anderen Geschlechter!) sollte sich wohlfühlen können in ihrem Körper, in ihrer Kleidung. Dabei ist es völlig wuscht, wie dieser Körper aussieht und was die Person trägt. Für mich persönlich war die Entledigung des BHs ein Befreiungsschlag, aber das muss es nicht für jeden Menschen sein und es hat für mich auch nichts mit „Schaffen“ zu tun, sondern es ist ganz und gar deine alleinige Entscheidung, die du vor niemandem rechtfertigen musst. Es gibt auch Frauen*, die sich in Tangas superwohl fühlen – wegen mir können alle auf der Welt Strings tragen, solange alle happy sind damit. Zu dem Thema Make-Up möchte ich auch noch etwas sagen: Ich schminke mich selbst ab und an und fühl mich damit total wohl. Manchmal hab ich es auch gern so richtig „drüber“, meistens eher schlicht. Ich habe mich auch immer mal gefragt, ob mir das vielleicht widerspricht, aaaaber: ich habe neulich ein wundervolles Zitat gelesen, dass ich an dieser Stelle anbringen möchte: „Sich schick zu machen ist ein Weg, sich liebevoll mit sich selbst zu beschäftigen.“ Das finde ich toll und kann es so unterschreiben.
      Letztenendes spiegelt mein Beitrag wirklich nur meinen persönlichen Weg in ein BH-loses Leben wieder. Ich freue mich, wenn mehr und mehr Menschen anfangen, die Erwartungen dieser Gesellschaft in Frage zu stellen und für sich selbst Entscheidungen zu treffen, mit denen sie sich wohlfühlen. Ich freue mich also sehr darüber, dass du deine Geschichte mit mir geteilt hast und wünsche dir alles Liebe!

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  2. Was für ein toller Text! Dieses Unwohlsein wenn man die ersten Male so ganz ohne BH aus dem Haus geht kenne ich, meistens habe ich dann einfach eine weiten Pulli oder eine lockere Jacke drübergezogen, nicht weil ich mich zwangsläufig geschämt hätte, aber schon weil ich nicht angeschaut werden wollte. Für mich selber habe ich eine Mischung aus Tagen mit und ohne BH als mein Ideal gefunden. Denn so sehr du Recht hast, wenn man sich ganz viel Mühe gibt und endlich mal einen bequemen BH findet, dann kann es sich auch wirklich gut anfühlen in dem tollen neuen Kleid oder dem Glitzertop ein hübsches Dekolletè zu haben, für mich persönlich zumindest. Liebe Grüße 🙂

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    1. Hallo Mara!
      Wow! Danke dir für diese positive Rückmeldung! Freue mich, dass du dich darin wiedererkannt hast. Ja, es gibt diese Tage, an denen will auch ich generell nicht ständig angesehen werden. Auch für mich hat das nicht damit zu tun, dass ich mit mir unzufrieden wäre, sondern das ich dann aus irgendeinem Grund ganz viel Raum für mich brauch und die Auseinandersetzung mit den anderen Menschen anstrengend ist. Was lockeres zum schnell Drüberwerfen ist da erste Sahne! Ob mit oder ohne BH: Hauptsache mit sich selbst wohlfühlen! 🙂 Nochmals danke!

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  3. Hallo Alina!

    Als ich jung war (das ist leider echt schon lange her) gab es kein A-Cup, es fing mit B-Cup an. Da mir B zu groß ist, habe ich einfach keinen BH getragen. Das hat die Entscheidung vereinfacht.

    Als ich schwanger wurde, haben sich meine Brüste verändert und es hat sich alles anders angefühlt. Sie sind unglaublich gewachsen in der Schwangerschaft und haben sich ohne BH unangenehm angefühlt. Daher habe ich danach fast genau 20 Jahre BH getragen.

    Seit 2014 trage ich keinen BH mehr. Zuerst habe ich Tops getragen um mir den Übergang zu erleichtern. Was ich festgestellt habe – die Brüste sind viel fester und straffer geworden seitdem! Eigentlich verursachen BHs eine Abhängigkeit, wenn man so darüber nachdenkt…

    Ich finde Deinen Beitrag sehr mutig und sage Danke dafür!

    lg
    Maria

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    1. Hallo Maria,
      allerliebsten Dank für deinen Kommentar! Tatsächlich habe ich das auch an mir beobachten können. Ich trag normalerweise eine Größe zwischen C und D und muss sagen, dass es die ersten 2, 3 Wochen auch tatsächlich unangenehm war, z.B. das Treppenhaus „runterzuhopsen“ (bin sicher, du weißt, was ich meine). Und dann: weg!
      Ich bin so froh, dass sich immer mehr Menschen trauen, Dinge einfach so zu machen, wie es für sie gut ist; ganz egal, ob das irgendjemanden was juckt oder nicht.
      Ich hab mich sehr gefreut über deinen Kommentar, jetzt hab ich richtig gute Laune! Danke dir 🙂
      Mach dir einen schönen Abend!
      Alina

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      1. Hallo Alina!

        Finde ich super, dass Du das auch mit Deiner Körbchengröße so gut hin bekommen hast! Und dass sich die Brust mit der Zeit wirklich selbst wieder besser „halten“ kann macht hoffentlich auch anderen Mut, es auszuprobieren.

        Ich wünsche Dir ein schönes WE!

        lg
        Maria

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      2. Maria – Ich habe mir in der Zwischenzeit deinen Blog angeguckt und bin begeistert! Da ist so viel Herz drin, tolle Beitrage mit richtig nützlichen Tipps! Ich habe leider keine Möglichkeit gefunden, dort zu kommentieren, aber wollte es wenigstens überhaupt zurückmelden! Echt super!
        Liebe Grüße

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      3. Hallo Alina!

        Grundsätzlich sind alle Beiträge bis auf die Spruchbilder zu kommentieren 🙂

        Also – ich freue mich, wenn Du ein Kommentar auch bei mir hinter lässt und noch viel mehr über Dein Kommentar hier, dass Dir meine Beiträge so gut gefallen. Danke Dir! ❤

        lg
        Maria

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  4. Ich finde es beim Lesen irre interessant, welche (moralischen) Vorstellungen an einem BH kleben. Ich kann mich erinnern, dass meine Mutter immer wollte, dass ich so einen ausgestopften BH trage, weil ich selbst eine kleine Oberweite habe. Das hat mich damals die Bohne interessiert, als junges Mädchen habe ich keinen BH getragen. Vor einigen Jahren habe ich dann doch damit angefangen. Ich möchte während der Arbeit nicht zu körperlich rüberkommen. Nicht, weil ich mich nicht schön finde, sondern weil ich Abstand wünsche. In Kleidung verstecke ich mich grundsätzlich nicht, sondern versuche im Gegenteil, mich darin zu zeigen. Wer in Farben, Mustern, Stoffen denkt, wird vielleicht auf den ersten oder zweiten Blick etwas an mir erkennen, ohne dass wir miteinander sprechen. So verstehe ich Klamotten. Weder als Rüstung, noch als Konvention. Sondern als – sagen wir – Konversationsmöglichkeit: Reden ohne Worte 😉

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    1. Hallo Stephanie,

      Ich finde es ganz wundervoll, wie du denn Zweck von Kleidung generell definierst und kann mich dem nur anschließen. Ich erhebe auch ganz, ganz sicher keinen Anspruch darauf, dass ein BH für Alle ein Gefängnis sein muss, nur war es das für mich (in gewisser Weise). Jetzt zeige ich mich auch so, wie ich bin, genau wie du, sozusagen. Durch die Kleidung ein wenig preisgeben von sich, etwas von sich zeigen, das gefällt mir echt gut. Deine Worte haben mich inspiriert! Ich danke dir sehr!

      Alina

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  5. Das ist alles ganz wundervoll, so langsam bekomme ich das Gefühl, die einzige Frau auf der Welt zu sein, die die Dinger liebt. Na klar, auch ich habe zu früh damit angefangen. Das A-Körbchen auf nichts gesetzt, damit aus so aussieht, als wäre da was. Mittlerweile trage ich Größe D und habe Schmerzen, wenn ich keinen BH trage. Im Alltag würde es schon irgendwie gehen, aber es ist furchtbar unangenehm und alles was über schnelles gehen geht, tut wirklich sehr weh. Und unter uns: Ich finde BHs einfach unglaublich bequem. Ich trage nichtmal Sport BHs, sonders ganz normale, mit etwas breiteren Trägern und schlafen sogar gelegentlich damit. Es ist einfach bequem..
    Ich finde es toll, wenn eine Frau keinen BH trägt, wenn sie das nicht möchte! Es überrascht mich nur so, dass so viele Frauen es überhaupt wollen. Ach was soll, ich unterstütze jede Frau, die sich vom BH befreit, ich hoffe es ist okay, wenn ich das halt mit BH tue. 😀

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    1. Hey Ana 🙂
      Vielen lieben Dank für deinen Kommentar! Selbstverständlich finde ich es absolut nachvollziehbar und gut und okay, wenn eine Frau weiterhin einen BH tragen möchte. Solange du dich wohlfühlst, ist alles wunderbar! 🙂 Ich hatte auch immer so ein C-D-Körbchen (je nach Monatszeit ;D) und ohne BH Schmerzen. Vor allem beim Treppe laufen und so etwas, du kennst das sicher. Jetzt hab ich keine mehr. Ich nehme an, das Bindegewebe und die Muskulatur in dem Bereich baut sich vielleicht „gezwungenermaßen“ stärker auf? Aber da bin ich wirklich keine Expertin. Also: Du bist ne coole Socke, egal ob mit oder ohne BH, solange es dir gut geht, ist alles super!
      Hab ein wunderschönes Wochenende 🙂
      ~ Alina

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  6. Du als eine Frau hast eine Brust, damit die Männer sich dessen werden bewusst, ohne dem Bewusstwerdungsprozess, da bekommt der Mann durch dich immer mehr hysterischen Stress. Wird er sich nämlich der Genießbarkeit deiner Brust bewusst, dann ist es so, dass du keime schmerzliche Regel mehr erleben musst, und du bekommst auf ihn und seinem Genuss immer mehr orgiastische Lust.
    Hier kannst du darüber weitere Informationen einholen: http://upvs.wordpress.com
    Hier noch einen naturwissenschaftliche Bestätigung für deine Brustfixierung (ab Seite 27 wird es Interessant): https://upvs.files.wordpress.com/2018/01/die-gluecksehe-s-50.pdf

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    1. Hallo Siegelbruch,
      Dem muss ich entschieden widersprechen. Deine eigene Website hier als Quelle zum Nachlesen anzugeben, halte ich für keine seröse Möglichkeit, mehr Infos zum Thema zu erhalten. Nenn mich ruhig brustfixiert 😉 Das bin ich zwar nicht, aber ich stehe zu meinen. Und wenn du daraufhin in Hysterie verfällst, wie du ja angeführt hast, dann ist mir das Recht. Liebe Grüße, Alina

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  7. Hallo an Alle,
    Ich, 61, bin seit 45 Jahren überzeugte Nicht-BH-Trägerin. Wie kam dazu. In der Pubertät trug ich natürlich BH . Mit etwa 17 meinte ich, wie viele damals, mich gegen das „Establishment“ auflehnen zu müssen. Ich weigerte mich, zum Entsetzen meiner Eltern, BH zu tragen, legte mir einen Afro (Dauerwelle mit den kleinsten Wicklern) und und eine Runde Nickelbrille zu. Dazu noch enge Shirts, zum Teil recht durchsichtig. Was dann auch zu meinen Studienzeiten mein Outfit blieb. Ich fühlte mich absolut wohl dabei. Als ich schwanger war, kaufte ich mir auf Anraten des Frauenarztes und meiner Mutter wieder BHs. Wien trug ich genau 3 Tage. Es war mir ein Greuel. Ich ging wieder dazu über, keine BHs zu tragen. Und blieb bis heute dabei. Auch im Geschäft, bin Apothekerin. Hab noch immer keine Häbgebrüste., obwohl meine beiden nicht klein sind. Mein Mann mag das und ich auch. In Erinnerung an alte Zeiten schenkte mir mein Mann eine transparente Bluse. Wir gingen am Abend in diesem Outfit essen , einen Afro hab ich mir auch wieder zugelegt. Das wichtigste aber ist, ich fühle mich sauwohl dabei. Die ganzen Jahre und noch immer.
    LG
    Uli

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    1. Hallo liebe Uli,

      Vielen Dank für deinen tollen Beitrag! Das ist eine lange Zeit, in der du selbst über deinen Körper bestimmst – das finde ich toll!
      Ich trage auch zu keinem Anlass mehr BHs, auch nicht auf der Arbeit (bin Krankenschwester) – und ich hab auch eher große Brüste.
      Mein Freund musste sich schon erst dran gewöhnen 😉 Aber das hatte er (und musste er auch, weil ich das auch keinem anderen Menschen zuliebe machen würde – denn es ist mein Körper und nur meine Angelegenheit.
      Mich erinnert mein eigener „Ungehorsam“ in dieser Sache immer wieder daran, dass ich zu mir und meinem Körper stehen will und werde, ganz egal, wie irgendjemand das findet. Es tut keinem weh – also gehts auch keinen was an ;D

      Allerliebste Grüße an dich!
      Alina

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