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Moniques Veg

>> Dieses Interview ist Teil des Projekts Mein Veg

moniquerundMonique – 29 Jahre, Leipzig, Gesundheitswesen

 

Warum hast du dich für ein veganes Leben entschieden? Gab es einen Auslöser?

In meinem Leben habe ich mich immer mit Ernährung beschäftigt, jedoch keineswegs vegan oder vegetarisch. Es gab auch niemanden in meinem Umfeld und Fleisch war halt einfach immer im Speiseplan.

Bis ich 2014 meinen jetzigen Partner kennengelernt habe. Er lebt seit vielen Jahren Vegan. Für mich war immer die Frage im Kopf : Kann das denn gesund sein?

Die vielen Kohlenhydrate schreckten mich, mit meinem Wunsch nach einer schlanken Figur, erstmal sehr ab.

Bis ich mich dann mit Fachliteratur hingesetzt habe und in die Welt der pflanzlichen Ernährung eintauchte. Das Ergebnis war Umstellung von Allesfresserin auf Rohköstlerin.

Ich fühlte mich so gut wie lange nicht und ich hatte das Gefühl, die Welt mit anderen Augen zu sehen. Der Nebel um mich herum verschwand und ich wurde sensibler für viele Dinge auf dieser Erde.

 

 

Warst du vor der Umstellung auf eine vegane Ernährung Vegetarier*in?

Nein.

 

 

Auf welche Probleme bist du zu Beginn besonders gestoßen?

Satt zu werden.

Jeder weiß es besser, jeder sagt was anderes und genauso findet man in jedem Buch „die eine Lösung“. Pustekuchen, es gibt kein Rezept für Alle! Das musste ich lernen und auf meinen Körper zu hören.

Ich wollte es einfach irgendwie mit aller Welt teilen. Naja und sowas kommt garnicht gut an.

 

 

Wie kommt dein Umfeld mit deiner Entscheidung vegan zu leben zurecht?

Mittlerweile ist mir das vollkommen egal. Ich habe am Anfang immer das Gefühl gehabt mich rechtfertigen zu müssen. Aber ich lebe gesund und glücklich. Ich habe mich in den letzten Monaten stetig weiterentwickelt. Alle Menschen in meinem Umfeld sehen dass ich gesund bin, meine Träume verfolge und ich keinerlei Mangelerscheinungen habe. Und ein paar Menschen kommen dann selbst auf mich zu und fragen nach.

Es bringt überhaupt nichts krampfhaft andere Menschen von der veganen Ernährung überzeugen zu wollen. Denn dann bauen alle ihre Schutzschilder auf , auf denen steht, „Lass mich mit Vegan in Ruhe“!

Seit Mai 2017 bin ich Ernährungsberaterin für vegane Ernährung und wenn Menschen zu mir kommen und ihre Argumente gegen pflanzliche Ernährung vortragen, erkläre ich in Ruhe, wie es denn richtig geht.

 

 

Was stört dich daran Veganer*in zu sein?

Es gibt nichts was mich daran stört.

Ich habe diese Entscheidung getroffen und fühle mich sehr wohl damit. Manchmal ärgere ich mich darüber, dass ich es nicht schon früher getan habe.

 

 

Hat sich etwas für dich verändert, seit du vegan lebst?

Wie schon erwähnt, ist mein Blick einfach klarer geworden.

Ich schaue über den Tellerand, nicht nur bei der Ernährung.

Ich lasse in mein Leben und in meine Gedanken möglichst nur Positives. Außerdem habe ich mich auch etwas minimalisiert und das fühlt sich gut an.

Gesundheitlich war ich vorher schon recht gut unterwegs und das ist auch weiterhin so.

Ich bin 2016 meinen ersten Halbmarathon gelaufen und ich spüre eine schnelle Regeneration nach dem Sport.

 

 

Engagierst du dich über deine Lebensweise hinaus z.B in Projekten oder Vereinen?

Mein eigenes „Projekt“ für Vegane Ernährungsberatung. Ich bin außerdem Fitnesstrainerin und möchte dies natürlich mit pflanzlicher Ernährung zusammen führen.

Ich spende monatlich an Projekte und Tierschutzorganisationen und unterschreibe Petitionen.

Vor 3 Wochen habe ich eine Greyhound adoptiert. Diese Hunde werden ausschließlich für Rennen gezüchtet und wenn die Hunde zu langsam oder verletzt sind, werden sie einfach entsorgt. Leider passiert das 50.000 Greyhounds pro Jahr.

 

 

Was sind deine besten Tipps für vegane Neulinge?

Als Ernährungsberaterin ist es mein Anliegen, dass jeder, der sich für eine pflanzliche Ernärhung entscheidet, sich gesund und vollwertig ernährt. Es gibt sehr viele Möglichkeiten sich gut zu informieren über Bücher , Internet usw.

Für mich ist das ein sehr wichtiger Punkt. Denn genau das sind die Argumente die man als Veganer ständig zu hören bekommt.

Wir kennen es alle : „Wo bekommst du dein Protein her? Du hast Eisenmangel? Vegan ist total ungesund! Was ist deinem Vitamin B 12?“ und so weiter…

Oft ist es ja so, dass diese Personen nur nacherzählen was sie mal irgendwo gelesen oder im Fernsehn gehört haben.

Seit ein Vorbild, zeig, dass es gesund ist, sich vollwertig zu ernähren auch ohne tierische Produkte.

Ernährt euch vollwertig! Kocht eure Mahlzeiten frisch und meidet Fertigprodukte und Fastfood!

Obst , Gemüse, Getreide, Hülsenfrüchte , Samen/Nüsse sollten bei euch immer auf dem Teller sein. Und unterschätzt den B12-Mangel nicht. Wenn ein Mangel besteht und dadurch Schäden entstanden sind, dann sind diese irreversibel!

 

 

Möchtest du zum Abschluss noch etwas sagen?

Danke Alina, dass ich meinen Beitrag dazu leisten kann!

Und danke , dass du diese Seite ins Leben gerufen hast.

Jeder kann einen Beitrag dazu leisten aufzuklären, auf eine liebevolle Art und Weise.

 

 

>> Moniques Website findet ihr unter www.monique-hunger.de

 

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Hallo! Wie schön, dass du mich gefunden hast! Ich bin Alina, 28 Jahre, aus Leipzig: überzeugte Veganerin und Verfechterin eines minimalistischen Lebenstils. Bei Fragen oder Anregungen scheue dich nicht, mir zu schreiben! Ganz viel Spaß und viele neue Infos wünsche ich! Sei gut zu dir!

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