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Justins Veg

>> Dieses Interview ist Teil des Projekts Mein Veg

justinrundJustin – 26 Jahre, Informatikbranche, Minden

 

Warum hast du dich für ein veganes Leben entschieden?

Durch persönliche Mobbingerfahrungen in der Schule habe ich schnell gelernt was recht und unrecht ist. Ein Holocaust-Besuch mit der Schule führte dazu über politischen Aktionismus und auch über meinen eigenen Lebensstil nachzudenken. Kann ich es verantworten, dass ich Lebewesen esse und diese leiden müssen? Das hat dazu geführt, dass ich zu Ende meines 16. Lebensjahr Vegetarier geworden bin. Ein halbes Jahr später wurde mir der Film Earthlings gezeigt, das führte dazu, dass ich vegan wurde.

 

 

Warst du vor der Umstellung auf eine vegane Ernährung Vegetarier*in?

Ja, für ein halbes Jahr.

 

 

Auf welche Probleme bist du zu Beginn besonders gestoßen?

Mein Hauptproblem war, dass ich damals aus schulischen Gründen in einer betreuten Wohngemeinschaft lebte. Die Akzeptanz zum Veganismus war mehr gering und auch wurden viele Sachen somit nicht für mich eingekauft… Meine Haupternährung bestand damals aus Toastbrot, Erdnussbutter und Bananen. Ein weiteres Problem, was später hin zu kam, war meine Sojaallergie, die ich zwanghaft versuchte zu ignorieren und mich in ambulante Behandlung führte. Wegen dieser hab ich leider ein paar Monate Produkte mit Ei gegessen, aber sehr schnell damit aufgehört, da ich es einfach nicht ertragen kann mit schlechtem Gewissen zu essen.

 

 

Wie kommt dein Umfeld mit deiner Entscheidung vegan zu leben zurecht?

In meiner Familie besteht eine gewisse Abneigung und ich gelte als extrem. Die Freunde, die sich über meine Ernährung lustig machten, bin ich schnell losgeworden. Meine Mutter hab ich inzwischen überzeugen können, ebenso vegan zu leben.

 

 

Was stört dich daran Veganer*in zu sein?

Gegenfrage: Stört es mich ein Mensch zu sein? Sicher nicht, nach beinahe 10 Jahren Veganismus nehme ich es als Selbstverständnis hin.

 

 

Hat sich etwas für dich verändert, seit du vegan lebst?

Ich bin relativ selten krank. Meist nur einmal in 1-2 Jahren.

 

 

Engagierst du dich über deine Lebensweise hinaus z.B in Projekten oder Vereinen?

Zur Zeit bin ich in Stammtischgruppen aktiv. Selbstverständlich versuche ich andere Leute über die Lebensweise aufzuklären.

Auch engagiere ich mich aktiv gegen Nazis, gegen Atomkraft, gegen Krieg und versuche soziale Missstände in der Welt aufzuklären. Früher war ich auch für 3 Jahre aktives Mitglied in der Linksjugend solid.

 

 

Was sind deine besten Tipps für vegane Neulinge?

Informiert euch, aber lasst euch auch nicht von der Informationsflut überschlagen. Ignoriert die Leute, die es meinen besser zu wissen als du. Selbst Veganer! Versuch nach dem zu leben, was für dich gut ist. Ja, es ist wichtig, dass du alle relevanten Nährstoffe zu dir nimmst. Aber du allein entscheidest, auf welche Art und Weise es geschehen soll. Ich bin zum Beispiel manchmal ziemlich kochfaul. Für mich sind Smoothies in der Ernährung das A und O.

 

 

Möchtest du zum Abschluss noch etwas sagen?

Wir haben 7,47 Milliarden Menschen auf der Erde und 68,8 Milliarden Nutztiere (Stand: 2010). Das heißt für jeden einzelnen Menschen werden ca. 10 Tiere gezüchtet. Allein diese Zahlen sollte für jeden Grund allein sein vegan zu leben.

 

 

>> Mehr von Justin lest ihr auf seinem spannenden Blog unter www.vegan-utopia.de

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Hallo! Wie schön, dass du mich gefunden hast! Ich bin Alina, 28 Jahre, aus Leipzig: überzeugte Veganerin und Verfechterin eines minimalistischen Lebenstils. Bei Fragen oder Anregungen scheue dich nicht, mir zu schreiben! Ganz viel Spaß und viele neue Infos wünsche ich! Sei gut zu dir!

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