vegan leben

21 antivegane Argumente und schlagkräftige Antworten

Jede*r Veganer*in kennt diese fürchterlichen Situationen, in denen man sich plötzlich für seine Lebensweise / Ernährung rechtfertigen soll. Vielleicht fällt dir nicht jedesmal gleich etwas Schlaues zum Kontern ein oder du bist in dem Moment einfach zu perplex, um auf das Gesagte zu reagieren. Nur um es vorweg zu sagen: Auf richtig beleidigendes Gesafte musst du selbstverständlich gar nicht reagieren.

Oftmals möchte ich aber doch etwas sagen; ein beeindruckender Fakt, eine passender Vergleich, eine Gegenfrage. Vielleicht können dich meine Überlegungen zu den meistgehörten Fragen und Sätzen aus dem „Veganen Bullshit-Bingo“, wie es gerne genannt wird, etwas unterstützen.

1. „Wenn Gott nicht gewollt hatte, dass wir Tiere essen, warum hat er sie dann so lecker gemacht?“

Ich hab gehört Menschenfleisch schmeckt wie Hühnchen, willst du mal probieren? Warum nicht? Wenn man schon mit Gott argumentieren möchte, dann sollte man sich mal fragen ob es wohl in Gottes Sinne ist, abertausende leidensfähige Geschöpfe überall auf der Welt in dunkle Hallen zu sperren, mit Antibiotika und Futter vollzustopfen und dann im Kindesalter maschinell zu töten. Hmmm…

Es gibt natürlich unzählige vegane Alternativen zu Fleisch (und Fisch), die diesem keinesfalls nachstehen. Viele der Gerichte, die du täglich zu die nimmst, sind ohnehin vegan. Wie, du isst nie etwas veganes? Keinen Apfel, keine Spaghetti Napoli, keinen Oreo-Keks…? Wohl kaum.

2. „Die Aufnahmen aus den Betrieben und Schlachthäusern sind ja nur Extremfälle!“

In Deutschland leben 95 % aller Rinder, 97 % aller Hühner und 99 % aller Schweine in Intensivhaltung. Diese Massentierhaltungsbetriebe werden in Deutschland nur ca. alle 3 Jahre mit vorheriger Ankündigung durch das Veterinäramt kontrolliert. Man kann sich ausmalen, was dort alles in der Zwischenzeit passiert.

Ja, es gibt Landwirt*innen, die Tiere unter guten Bedingungen halten, das möchte ich nicht abstreiten. Allerdings sind das nicht die Menschen, die mit dem Fleisch dieser getöteten Tiere Lidl, tegut, Kaufland und Co beliefern und ganz abgesehen davon: Kein Tier möchte für dein Essen leiden oder sterben, unabhängig davon, wie es gehalten wurde. Und denk mal darüber nach: Ist die Tötung / Ermordung eines glücklichen Tieres, das gerne am leben ist, wirklich besser zu rechtfertigen als die Tötung eines unglücklichen Tieres?

3. „Wo sollen denn die ganzen Tiere hin, wenn sie nicht mehr gegessen werden?“

Die hohe Anzahl an vermeintlichen „Nutztieren“ kommt lediglich dadurch zustande, dass sie in sogenannten „Tierproduktionsanlagen“ gezüchtet werden. Dabei kommen u.a. Wachstumshormone zum Einsatz, zum Beispiel PMSG, welches wiederum qualvoll aus dem Blut trächtiger Stuten gewonnen wird.

Außerdem werden viele Tiere mehrfach jährlich künstlich besamt, beispielsweise Kühe, damit die Milchleistung relativ konstant bleibt oder Sauen, damit neue Ferkel für die Mast geboren werden.

Die Antwort auf die Frage ist, dass man die Tiere, die dann „übrig bleiben“ einfach in Ruhe und in Freiheit lässt. Sie sind unsere Mitgeschöpfe, nicht unser Eigentum.

4. „Woher kriegst du deine Proteine?“

In pflanzlichen Lebensmitteln befinden sich hochwertige Proteine in rauen Mengen! Vergleicht man etwa 100g Rinderhack mit 100g Linsen, so erkennt man schnell, dass die Nährwertangaben der Linsen deutlich positiver sind: mehr Proteine, weniger Cholesterin, kaum gesättigte Fettsäuren, äußerst kalzium- und eisenreich. Besonders proteinreich sind Hülsenfrüchte und Nüsse, doch selbst Obst und Gemüse enthalten Eiweiß!

>> Lies mehr zum Thema in dem Artikel Proteine: Defizite oder viel Wind um nichts?

5. „Ich hab mich nicht umsonst zur Spitze der Nahrungskette hochgearbeitet.“

Du hast dich nirgendwo hochgearbeitet, sondern hattest das Privileg, in einem Land geboren zu werden, in dem es an nichts mangelt – stattdessen gibt es alles im Überfluss (außer Verständnis, Empathie und Solidarität). Kein Geburtsrecht der Welt erlaubt es dir, über das Leben anderer Lebewesen zu entscheiden. Allein der Begriff Nahrungskette ist altertümlich! Viel eher ist das Leben ein ständiger Kreislauf, alles ist von einander abhängig.

6. „Erst durch den Verzehr von Fleisch wurde die menschliche Evolution möglich.“

Das Wort Evolution bedeutet Veränderung. Es gibt an, wie erfolgreich Lebewesen darin sind, sich an neue Lebenswelten anpassen. Wenn du dir jetzt mal die Gegebenheiten vorstellst, unter denen Menschen sich in der Steinzeit ernährt haben (keine Ackerbau, kein Strom…), dann wirst du feststellen, dass unsere Lebensbedingungen heute stark verändert sind. Wie haben heute die Möglichkeit uns pflanzlich vollwertig zu ernähren und (mit der Hilfe von Vitamin B12-Supplementierung) so gesund zu leben.

Der Mensch war in der Evolution so erfolgreich, da er in engen sozialen Gefügen lebte und füreinander Verantwortung übernahm, zusammenarbeitete und Ideen teilte und eben nicht deshalb, weil er sich unmenschlich verhielt.

7. „Ich esse ja auch nur ganz selten Fleisch und wenn, dann nur vom Fleischer/Bauern nebenan!“

Da ca. 98 % des in Deutschland verzehrten Fleisches aus der Massentierhaltung stammt, ist dieses häufige Argument bodenlos. Selbst die Menschen, die tatsächlich brav ihre durchschnittlich 60 Kg Fleisch im Jahr vom Metzger ihres Vertrauens holen (natürlich nur ganz selten!), beißen unterwegs in eine Currywurst auf die Hand, kaufen sich ein Fischbrötchen bei Nordsee oder bestellen beim Italiener nebenan Spaghetti Bolognese – natürlich alles aus der Massentierhaltung!

8. „Hitler war auch Vegetarier!“

Ja, Hitler hat tatsächlich kaum Fleisch gegessen. Das lag allerdings nicht daran, dass er so ein großes Herz für Tiere hatte, sondern weil ihm Fleisch auf den Magen schlug. Ja, richtig gehört! Herr Hitler hatte Probleme beim Kacken, wenn er Fleisch gegessen hat. Selbstverständlich lies sich die angebliche Tierfreundlichkeit des Föhrrrrers aber wunderbar zu Propagandazwecken nutzen.

9. „Die Freundin einer Freundin (…) war ja auch mal Veganerin und dann musste sie ins Krankenhaus.“

Mit der berühmten Freundin würd ich mich gerne mal unterhalten! Ich frage bei solchen schwammigen Behauptungen erst einmal genauer nach, weshalb eigentlich. Hat sie vielleicht einen Vitamin B12-Mangel gehabt? Es ist ja schon beinahe beeindruckend, dass man es mehr als drei Jahre lang als Veganer*in schafft, nicht über die B12-Thematik zu stolpern und dann auf die Idee zu kommen, dass es eventuell sinnvoll sein könnte, zu supplementieren.

Waren es vielleicht der allseits bekannte Proteinmangel, den Veganer*innen so häufig erleiden? Auch das ist ein urbaner Mythos und bei näherer Betrachtung absoluter Quatsch, da es reichhaltige pflanzliche Eiweißquellen gibt.

10. „Pflanzen haben auch Gefühle!“

Das stimmt gewissermaßen – Pflanzen stehen in einem engen Kontakt zu ihrer Umwelt. Sie sind abhängig von Sonne und Wasser und besitzen oftmals Möglichkeiten zur Verteidigung vor Fressfeinden. Als Argument gegen eine vegane Ernährung ist dieser Sachverhalt allerdings hinfällig, da Pflanzen keine Schmerzen empfinden können – denn sie haben kein zentrales Nervensystem und kein Gehirn zur Reizverarbeitung.

Denk einen Moment nach über den evolotionstechnischen Sinn von Schmerz:

  • heiße Herdplatte →“Aua“ →Hand wegziehen.
  • Hinfallen→“Aua“→vorsichtiger laufen.

Der Unterschied zwischen Lebewesen MIT zentralem Nervensystem (Menschen, Tiere) und OHNE zentralem Nervensystem (Pflanzen,Pilze) ist der, dass wir uns als Reaktion bewegen können. Was wäre der Sinn von Schmerz für eine Pflanze? Richtig, es gäbe keinen Sinn, denn die Pflanze kann nach dem Warnsignal Schmerz nicht flüchten. Wer aus ethischen Gründen vegan lebt, tut dies mit dem Ziel unnötiges Leid zu verhindern – da Pflanzen keine Schmerzen oder Angst erleiden können, fallen diese nicht in diese Kategorie.

Ganz nebenbei: Schau mal auf den nächsten Punkt- indirekt essen Mischköstler*innen nämlich deutlich mehr Pflanzen als wir.

11. „Du isst meinem Essen das Essen weg!“

Also genau genommen isst DU mein Essen weg. Ja, stell dir vor: das Schwein, welches du isst, hat vorher Grünzeug gefressen… und zwar eine ganze Menge, bis es ein Gewicht erreicht hatte, das einige Menschen als „schlachtreif“ erachten, um konkret zu werden: das Tier ist alt und schwer genug um es zu töten.

815 Millionen Menschen hungern momentan täglich, das entspricht jedem Neunten! Würde man die Pflanzen, z.B. Soja und Weizen nutzen, um Menschen zu versorgen statt Masttiere, könnte der Welthunger besiegt werden. Für eine Kalorie aus Rindfleisch gehen 10 Kalorien aus Getreide verloren, mit denen das Tier gefüttert wird.

78 % der Eiweißfuttermittel für die europäische Massentierhaltung stammt aus Importen und besteht größtenteils aus gentechnisch veändertem Soja. Ein Drittel der weltweiten Ackerfläche wird für die so genannte „Produktion von Nutztieren“ beansprucht.

12. „Unser Gebiss ist das eines Fleischfressers.“

Wer auch immer dieses Gerücht in die Welt gesetzt hat, er hat ganze Arbeit dabei geleistet, es unter die Leute zu bringen.

Am Besten du gehst mal zum Spiegel und machst den Mund einmal weeeeeit auf. Siehst du dort Raubtierzähne? Sind das die Zähne, die du in ein Schwein hauen willst?

Der Mensch hat ein Allesfressergebiss, genau wie das Schwein! Und nein, nur weil man alles essen KANN, heißt nicht, dass man alles essen MUSS. Ich bin sicher, dir fallen haufenweise unappetitliche Dinge ein, die du rein theoretisch essen könntest, aber du tust es trotzdem nicht.

13. „Es ist okay, Tiere zu essen, weil der Mensch den Tieren überlegen ist.“

Ach ja? In was denn alles….Hmmm… Ja, verbal kommunizieren, das können ein paar von uns ganz gut. Komplexe, abstrakte Sachverhalte erklären uns verstehen… Ja, das können ebenfalls Einige. Dann wären da noch der aufrechte Gang, der Glauben an eine höhere Macht…Stimmt, ja. Wenn ich so darüber nachdenke: Ich kenne jetzt zum Beispiel keinen Fisch, der aufrecht geht und eine Flunder-Kirche hab ich auch nie gesehen. Es ist also nicht abzustreiten, dass es einige Dinge gibt, die wir Menschen können, die andere Tiere nicht können. Dabei ist es durchaus fraglich, ob das alles so tolle Sachen sind!

Ein ganz wichtiger Sachverhalt wird dabei aber außen vor gelassen: Es gibt noch so viel mehr, was andere Tiere besser können als Menschen oder was der Mensch gleich mal garnicht kann. Wir können nicht atmen unter Wasser wie eine Forelle, können nicht fliegen wie eine Gans, leben in den meisten Fällen nicht treu mit eine*r Partner*in zusammen wie Pinguine, können nicht so schnell rennen wie ein Strauß oder so hoch springen wie ein Känguru.

Bevor jetzt die falsche Annahme entsteht, es ginge hier nur um körperliche oder leistungsbezogene Attribute: nein! Viele Tiere haben ein ausgesprochen komplexes Sozialverhalten, von dem sich die Menschheit einfach mal eine Scheibe abschneiden könnte!

Außerdem nicht zu vergessen: Wir beziehen in unsere Überlegungen nur das ein, was wir bereits zu wissen glauben. Ganz vieles über unsere Mitgeschöpfe liegt allerdings noch im Dunkeln und sind lediglich Schlussfolgerungen oder Annahmen. Alle Spezies auf unserem Planeten sind einzigartig, wundervoll und schützenswert. Die Besonderheit beim menschlichen Tier ist es, ein großes Spektrum an Fähigkeiten abzudecken, jedoch ist es völlig unsinnig, Fähigkeiten gegeneinander aufzuwiegen.

Jeder ist ein Genie! Aber wenn du einen Fisch danach beurteilst, ob er auf einen Baum klettern kann, wird er sein ganzes Leben glauben, dass er dumm ist.

14. „Willst du dem Löwen jetzt verbieten zu jagen?“

Willst du mir damit etwa sagen, wir seien wir Löwen? Schnupperst du auch zur Begrüßung deinem Chef am Hintern? Löwen sind Karnivoren und instinkt- / triebgeleitet, wir nicht! Unsere genetischen Anlagen und unsere Lebenswelt bieten uns ganz unterschiedliche Möglichkeiten. Löwen töten übrigens auch nicht – wie die Menschen – mehr als sie verzehren können: Allein in Deutschland werden jährlich 346 Millionen Kilo Fleisch weggeschmissen. Der Löwen-Vergleich hinkt wirklich an allen Ecken und Enden.

15. „Aber die Tiere wurden doch extra dafür gezüchtet!“

Ja, leider! Tatsächlich werden Tiere genetisch manipuliert, damit sie die Aufgaben, die die Menschen ihnen stellen, noch besser erfüllen können: Mehr Milch, Mehr Fleisch. Bedürfnisse der Tiere spielen dabei keinerlei Rolle. So kommt es, dass z.B. Masthühner schon nach wenigen Wochen nicht mehr stehen können, weil sie einfach zu viele Muskeln aufbauen und Fett ansetzen und die kleinen Beinchen sie nicht mehr tragen können. Dieses Argument ist also hinfällig: Wir als Menschen haben nicht das Recht in das Leben der Tiere auf diese Weise einzugreifen!

16. „Und wenn du jetzt auf einer einsamen Insel stranden würdest und da wären nur du und ein Schwein/Kaninchen/Huhn o.ä., würdest du es dann essen, um zu überleben?“

Gegenfrage: Wenn DU auf einer Insel stranden würdest, auf der es alles gibt, würdest du dich dafür entscheiden, die Tiere zu töten? Denn genau das ist die Wahl, die wir jeden Tag neu treffen können. Ganz nebenbei: Wenn man schon so eine blöde Insel-Überlegung anstellt, ganz ehrlich… Ich und ein Huhn mitten im Meer, da rettet mich das Huhn auch nicht vor dem Verhungern, ganz abgesehen davon, dass ich es ohne Werkzeuge zerlegen und roh verzehren müsste… Also ob mir das dann nicht auf den Magen schlägt…

17. „Also ich könnte das ja nicht!“

Doch, das könntest du allerdings auch. So ziemlich jede*r Veganer*in hat genau das Selbe gesagt, bevor sie/er* vegan geworden ist. Wenn du einmal darüber nachdenkst, welche der Güter, die du konsumierst, ohnehin vegan sind, dann wird dir schnell einleuchten, dass Veganismus nichts mit Verzicht zu tun hat. Ganz wichtig ist es, über die Zustände in der Tierhaltung Bescheid zu wissen, so dass du genau weißt, warum du dich gegen den Konsum dieser Produkte entscheidest. Eine super Informationsquelle stellen hier thematisch passende Dokus dar, die dir mit Bildern noch einmal einen ganz anderen Input geben, als reiner Text.

Es gibt tolle Möglichkeiten sich zu vernetzen, online und auch „real“. In diesen Gruppen kannst du mehr lernen darüber, wie einfach es sein kann, vegan zu leben und erfährst ganz viel Rückhalt, wenn es einmal schwer werden sollte.

Vielleicht hast du ja mal Lust, ein paar vegane Gerichte auszuprobieren. Versuch dich dabei frei zu machen von alten Vorurteilen und lass dich darauf ein, Neues zu probieren. Es ist nicht wahr, dass alle veganen Produkte ungesund und „chemisch“ sind (alles auf der Welt ist Chemie, wenn man es ganz genau nimmt). Auch ohne Ersatzprodukte kannst du natürlich wundervolle Gerichte kochen, trau dich doch mal!

Bestimmt hast du auch einen Baumwollpullover…. shhhht…. der ist vegan! Bist sozusagen schon auf einem guten Weg, ganz aus Versehen!

18. „Aber eine Ausnahme kannst du doch mal machen!“

Es gibt keine Ausnahme, denn für jede dieser „Ausnahmen“ wird direkt Tierleid erzeugt. Wenn ich tierische Produkte konsumiere, dann bezahle ich direkt für das Leid, dass ihnen widerfährt.

Im übertragenen Sinne sage ich der Wirtschaft: „Weiter so, ich möchte mehr Milchpulver in meinen Keksen, ich möchte mehr Ei in meinen Nudeln, mehr Fleisch auf meiner Pizza.“

Das möchte ich erstens nicht, außerdem überkommt mich ein derartiger Ekel, wenn ich an die Umstände denke, die zum Entstehen des jeweiligen Produkts geführt haben, dass sich mein ganzer Körper gegen den Konsum wehrt.

19. „Vegetarisch geht ja noch, aber vegan ist zu krass!“

Wenn man aus ethischen Gründen vegetarisch lebt, dann ist man bei genauerem Hinsehen inkosequente*r Veganer*in, denn überleg mal: Die armen Tiere, die sollen nicht meinetwegen getötet werden. Wenn ich aber Milch trinke, die eigentlich für ein Kalb vorgesehen ist, das dafür dann sterben muss, dann bin ich direkt für den Tod dieses Lebewesens verantwortlich, indem ich seine Muttermilch konsumiere.

Vegan ist überhaupt nicht krass, es bedeutet lediglich, wegzulassen, was ohnehin nicht für uns Menschen vorgesehen ist und ganz viele Lebensmittel, die du auch jetzt schon konsumierst, sind vegan, ganz ohne das du es gemerkt hast.

20. „Wegen deinem Tofu wird der Regenwald abgeholzt, das ist auch nicht besser.“

Tofu besteht aus Soja. Tatsächlich wird Regenwald gerodet, damit noch mehr Soja angebaut werden kann und das nicht zu knapp! Etwa 65% des gerodeten Regenwalds geht für Soja drauf. Deutschland bezieht etwa 80% des importierten Sojas aus Südamerika um damit die ganzen gierigen Veganer*innen zu versorgen… nicht. Das ist natürlich Quatsch. Das Soja wird hier an Tiere in der Massentierhaltung verfüttert, an die Tiere, deren Erzeugnisse und deren Fleisch du dann zu dir nimmst. Damit wirst DU indirekt zur/zum Hauptkonsument*in von Soja und bist dadurch genaugenommen hauptsächlich selbst für die Rodung des Regenwalds verantwortlich.

Die Fläche, auf der in Südamerika Futter für die EU angebaut wird, entspricht einem Drittel Deutschlands! Stell dir das doch mal bildlich vor, das ist der absolute Wahnsinn.

Die Abholzung des Regenwalds zerstört den Lebensraum zahlreicher Arten für immer, belastet das Klima nachhaltig und vertreibt Bäuerinnen und Bauern mit ihren Familien von ihren lang bewirtschafteten Grundstücken im Amazonas

21. „In anderen Ländern wird ja viel mehr Fleisch gegessen.“

In den letzten 50 Jahren hat sich die globale Fleischproduktion vervierfacht. Durschnittlich verzehrt ein Mensch auf der Welt 42 Kg Fleisch im Jahr – in Deutschland sind es 60 Kg (genau genommen 87 Kg, die Differenz von 27 Kg wird weggeschmissen). Es gibt durchaus Länder, die noch viel mehr Fleisch pro Kopf verbrauchen (z.B. Australien, USA, Österreich), welches allerdings keine Entschuldigung sein kann, das wir in Deutschland so weitermachen wie bisher.

>> Du kannst noch einen antiveganen Spruch beitragen, der dir schon zu den Ohren rauskommt und hast vielleicht sogar eine gute Reaktionsmöglichkeit darauf? Teil es doch mit uns allen in den Kommentaren! ( :

Sei gut zu dir.

~ Alina

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