Meine Empfehlungen für vegane / nachhaltige Blogs

In diesem Beitrag findet ihr meine Empfehlungen für andere tolle Blogs, die sich mit den Themen Veganismus und nachhaltigem Leben beschäftigen.

Kassel-Vegan.de – Ein absolut liebevoll geführter Blog rund ums vegane Leben in meiner Heimat Nordhessen mit kulinarischen Highlights und veganen Events, die man in der Region Kassel erleben kann. Schaut rein und lasst euch inspirieren!

Vegane-Reisen.com – Mein absolter Lieblingsblog wenn es um komplett vegane und kultursensitive Reisen nach Süd- und Mittelamerika geht!

The-Vegan-Travelers.com – Ron und Chantel nehmen uns über ihren Blog mit auf ihre Weltreise! In zahlreichen Beiträgen findet ihr hier tolle Infos zu ihrem veganen Leben on the road sowohl in Europa als auch in Asien und Afrika! Lasst euch inspirieren!

Veganfreundlich.org – Hier findet ihr eine tolle Auswahl vegetarisch-veganer Restaurants, die ständig erweitert wird und einen veganen Produktshop.

Feng Shui: Karen Kingston, du hast mein Chaos ruiniert!

Karen Kingston, du hast mein Chaos ruiniert oder wie mich Feng Shui inspiriert hat, mein Leben aufzuräumen.

Feng Shui? Alles von vorne…!

Eine der wichtigsten Lektionen meines Lebens habe ich mit 15 im Matheunterricht erhalten. Der Mathelehrer sah eine ganze Weile zu, wie ich hektisch mein Ringbuchchaos nach meinem Arbeitsblatt vom letzten Mal durchwühlte. Ich fand es nicht. Er zeigte auf die Loseblattsammlung und sagte: „Und ich glaube, genau so sieht es auch in deinem Kopf aus“. Damals kamen seine Worte nicht wirklich bei mir an, in meinem Kopf sah es nämlich tatsächlich genau so aus, und Platz war nur für Musik und irgendwelche Jungs, aber heute höre ich ihn das immer noch sagen, wenn sich in irgendeinem Bereich meines Lebens Unordnung manifestiert. Aber es sollte noch etwas dauern, bis ich zwischen der Unordnung in meinen Wohnräumen und den Baustellen in meinem Leben einen Zusammenhang sehen würde.

Eines Tages erzählte mir eine Kollegin, als wir nach dem Service hinten im Flugzeug herumsaßen und auf die Landung warteten, von einem Buch, das sie gerade gelesen hatte. „Dieses Buch hat mein Leben verändert“, schwärmte sie. „Nicht nur, was Aufräumen betrifft, sondern alle möglichen Lebensbereiche.“ Das Buch war „Feng Shui gegen das Gerümpel des Alltags“ von Karen Kingston und ein paar Tage sprang mir genau das Buch auf dem Flohmarkt ins Auge. Ich kaufte es für 50 Cent. Den Rest des Nachmittags verschlang ich die 200 Seiten. Das Chaos von Teenagern sei normalerweise ihr inneres Durcheinander, das auf dieser Ebene sichtbar wird, las ich unter anderem darin. Ich war mit Ende Zwanzig noch Teenager und langsam an dem Punkt, wo es mir selber auf die Nerven ging. Wir seien durch energetische Fäden mit unseren Sachen verbunden und wenn unsere Sachen durcheinander geraten, verheddern sich diese Fäden und bringen Stress und Verwirrung in unser Leben, erklärt Karen Kingston. Ich wollte jetzt aber endlich Ordnung und Klarheit. Ich fing also Zimmer für Zimmer an, meine Wohnung und mein Leben aufzuräumen.

Was bedeutet Feng Shui denn jetzt eigentlich?

Übersetzt bedeutet Feng Shui Wind und Wasser, und es handelt sich um eine jahrtausendealte chinesische Wissenschaft, die in Ostasien sehr verbreitet ist und auch in westlichen Ländern immer mehr Freunde findet.

Es geht darum, Wohnräume so zu gestalten, dass das Chi, eine Art Fluss positiver Energien, gestärkt, und die hemmenden Energien eingeschränkt werden, und auf diese Weise Glück, Erfolg, Gesundheit und Wohlstand ins Leben einzuladen.

Wenn man einen klassischen Feng Shui Experten zu Rate zieht, kommt dieser mit einem komplizierten Kompass. Das passiert vor allem, wenn Häuser geplant, gebaut, gekauft und eingerichtet werden. In Singapur ist das selbstverständlich. Auch bei uns gibt es inzwischen diese Möglichkeit, und sollte ich jemals eine neue Wohnung in Betracht ziehen, werde ich einen Feng Shui Experten mitnehmen. Aber man kann auch mit etwas Grundwissen und einfachen Maßnahmen selbst viel ausrichten, auch in einer kleinen Mietwohnung, mit Hilfe eines Bagua.



Das Feng Shui Bagua

Das ist eine Art Energielandkarte, mit der der Grundriss der Wohnräume in Bereiche unterteilt wird, die für die jeweiligen Lebensbereiche stehen: Wohlstand, Ruhm, Beziehungen, Familie, Gesundheit, Kreativität/Kinder, Wissen, Karriere und Hilfreiche Freunde. Wenn es in einem Lebensbereich nicht läuft, sollte man sich die zugehörigen Bereich sowohl in der ganzen Wohnung, als auch in den Räumen ansehen, in denen man viel Zeit verbringt.

Für das klassische Feng Shui braucht man einen Kompass, um diese zu bestimmen. Es gibt aber auch eine westliche Variante, die ist sehr einfach anzuwenden. Hier spielt nur eine Rolle, wo sich die Eingangstür befindet. Da wird das Bagua angelegt:

Bagua Feng Shui.png

Also angenommen, ich bin schon lange Single und hätte gerne einen Partner. Wie sehen die Beziehungsbereiche in den wichtigsten Zimmern und in der ganzen Wohnung aus – also hinten rechts von der Tür aus betrachtet – und was steht dort? Welche vielleicht unerwünschte Symbolik könnten die Dinge haben? Ein kaputter Spiegel? Eine tote Pflanze? Bilder mit negativen Motiven? Ein Bett oder eine Sitzgelegenheit für nur eine Person? Was steht im Schlafzimmer? Staubiger Heimtrainer, auf dem sich Klamotten türmen, Schreibtisch mit Papierchaos? Kisten, von denen man gar nicht genau weiß, was drin ist? Was sagt das über meine Bereitschaft aus, mich auf eine Partnerschaft einzulassen? Auch Farben und Elemente spielen eine Rolle, wenn man den Energiefluss in dem jeweiligen Bereich verstärken will.

Eines der größten Feng Shui Probleme ist aber Gerümpel. Es blockiert die Energien, sorgt für Chaos und Stillstand im Leben. Ihr habt hier auf Alinas Blog sicher schon den Leitfaden zum Minimalisieren entdeckt und hochmotiviert ausgemistet und aufgeräumt oder seid zumindest wild dazu entschlossen. Ich kann mich nur anschließen: weg mit dem Krempel: verkaufen, verschenken, entsorgen! Ihr werdet ihn nicht vermissen. Ihr werdet euch freuen über den Platz und die neuen Sachen, die dafür in euer Leben treten.
Oh, und was steht eigentlich im Keller? Laut dem Buch symbolisiert er Vergangenheit und Unterbewusstsein. Den sollte man sich vielleicht auch mal vorknöpfen.

So setze ich Feng Shui um

Als ich angefangen habe, mich mit dem Thema zu beschäftigen, hatte ich nicht mal ein Schlafzimmer. Ich hatte das Bett ins Wohnzimmer gestellt, weil das kleine Zimmer an der Hauptstraße zu laut war. Nicht, dass es bei mir extrem unordentlich oder schmutzig war, aber ich war etwas wischiwaschi und handwerklich nicht sehr geschickt, und was kaputt ging, war dann halt kaputt. Das Wohnzimmer sah ganz gemütlich aus, aber das kleine Zimmer stand voller Zeugs, inklusive altem kaputtem Fernseher, und der Wäscheständer immer mittendrin, voller Klamotten, die ich auch nie wegräumte, sondern irgendwann anzog. Sah ja keiner. In dem Bereich, der laut Bagua nicht nur der Beziehungsbereich des Zimmers, sondern auch der der ganzen Wohnung war, standen meine Koffer! Autsch. Dass meine Beziehungen nirgendwo hinführten, wundert jetzt wahrscheinlich niemanden, und ich fing endlich an, mich mit dieser Baustelle auseinanderzusetzen.

Schritt für Schritt ließ ich Lärmschutzfenster einbauen, einen schönen Boden verlegen, strich die Wände in einem beruhigenden hellgrau, kaufte einen schönen Teppich und Verdunkelungsvorhänge und stellte mein Bett in den Beziehungsbereich, mit zwei Kissen, guter Bettwäsche, schöner Tagesdecke, zwei Nachtschränkchen und zwei Lampen. Und ich mistete natürlich richtig aus und brachte endlich den kaputten Fernseher und eine Menge anderes Gerümpel zum Recyclinghof. Ausserdem kaufte ich mir einen riesigen Kleiderschrank, in dem jetzt alles seinen Platz hat. Für ein Ordnungssystem im Schrank empfehle ich übrigens die japanische Aufräumexpertin Marie Kondo. Sie hat auch einen Youtube-Kanal.

Nach und nach wurde meine ganze Wohnung „fengshuit“. Allein schon, dass ich so viel Zeit, Energie und Geld investierte, um ein schönes Zuhause zu erschaffen, führte mir vor Augen, dass ich wirklich keine Lust mehr hatte, ein chaotischer Teenager zu sein und andere chaotische Teenager zu daten. Zaubert ein einladendes Zuhause jetzt plötzlich einen passenden Partner herbei? Naja, die Augen aufsperren muss man schon noch selber. Aber die Chancen, diesem zu begegnen, steigen um einiges, wenn man ausstrahlt, dass man Platz für ihn hat, dass ein eigenes Kissen in einem schönen Zuhause auf ihn wartet. Bei mir hat es funktioniert.

Und was ist mit dem vielgelobten kreativen Chaos? Kreative Leute können auch im Chaos kreativ sein, aber ich bin in einer aufgeräumten Umgebung und mit einer abgehakten To-Do-Liste noch wesentlich kreativer, vor allem kann ich strukturierter denken und bin dadurch produktiver.

Heutzutage bin ich regelmäßig am aufräumen, ausmisten und putzen. Was kaputt geht, wird sofort repariert oder erneuert. Es ist mittlerweile eine sehr überschaubare Aufgabe, sogar eine Art Meditation. Und Bewegung hat man auch gleich noch. Putzen bringt gute Energie, sagte ein Freund, der in Indonesien aufgewachsen ist, neulich ganz selbstverständlich zu mir. Dort weiß das jeder.

Space Clearing befreit- auch, wenn ich mich dabei erst komisch fühle

Tatsächlich mache ich manchmal sogar ein Space Clearing nach der Anleitung in dem Buch von Karen Kingston, wenn ich mich in meinen Wohnräumen über irgendetwas aufgeregt habe, um die schlechte Energie zu vertreiben. Ich komme mir durchaus etwas komisch vor, überall zu klatschen, Glöckchen zu läuten, Blumen aufzustellen, Wasser zu sprenkeln und Schutzschilder aufzuziehen usw. aber wenn ich das nächste Mal in meine Wohnung komme, kann man hier plötzlich so tief durchatmen. Und alles wirkt irgendwie neu. Einigen ist das jetzt vielleicht jetzt zu abgehoben, aber mir gefällt das.

In meiner Wohnung und meinem Leben fühle ich mich jetzt sehr wohl. Ich weiß genau, was ich alles habe und wo die Sachen sind, und vor allem habe ich nur noch Sachen, die ich wirklich haben will. Was nicht mehr zu mir passt, kommt weg. Und genau so fühlt sich jetzt auch mein Kopf an: Aufgeräumt und mit Platz für Neues. Ein sehr gutes Gefühl.

Ich habe mich zwar viel mit dem Thema beschäftigt, bin aber keine ausgebildete Feng Shui Expertin. Wer sich dafür interessiert und tiefer in die Materie eintaucht, dem wird sich ein Riesenpanorama öffnen. Es gibt natürlich unzählige Bücher über das Thema, die teilweise sehr unterschiedliche Strömungen vertreten, aber ich persönlich empfehle Karen Kingstons Buch „Feng Shui gegen das Gerümpel des Alltags“ als guten Einstieg.


Nina- ich bin begeistert von diesem wunderbaren Artikel und dem Einblick, den du mir und meinen Leser*innen in Feng Shui gewährt hast. Von Feng Shui wusste ich bislang wirklich absolut nichts!

Wenn ihr, liebe Leser*innen, genauso wild auf Ninas Blog fly me to the vegan buffet seid, wie ich, dann schaut da unbedingt vorbei und lasst euch von ihrer veganen Kochkunst und ihren Reisetipps verzaubern! Kennengelernt habe ich Ninas Arbeit übrigens auf ihrem Instagramprofil, auf dem sie regelmäßig ihre neusten Kreationen präsentiert. Wenn ihr eher auf Facebook unterwegs seid; kein Problem- auch dort ist Nina mit ihrem Blog vetreten!

Nina hat bereits am Projekt: „Mein Veg- darum lebe ich vegan!“ teilgenommen, dort erzählt sie, warum und seit wann sie vegan lebt und was ihre allerbesten Tipps für vegane Neulinge sind!

Noch einmal vielen Dank, liebe Nina!

Seid gut zu euch!

~ Alina



Wie schaffe ich es, das Gedankenkarussell anzuhalten?

Heute habe ich ein ganz besonderes Schmankerl für euch: einen Beitrag zum Thema „Aussteigen aus dem Gedankenkarussell“ von Lutz Friedrich. Er ist Master-Psychologe und Strukturexperte und unterstützt bereits seit über acht Jahren Menschen in verschiedenen Veränderungsprozessen. Doch genug der langen Vorstellung, lasst euch von Lutz Worten inspirieren und besucht ihn für mehr Infos zu seiner Person und Arbeit einfach auf seiner Website www.lutzfriedrich.com.

Lutz Friedrich
(c) Lutz Friedrich

Was ist ein Gedankenkarussell überhaupt?

Ich glaube, dass kennen wir alle… Das Gedankenkarussell dreht und dreht sich… Je mehr wir zu tun haben, je mehr Stress wir verspüren, desto schnellen fängt es an zu kreiseln. All die kleinen und großen Verpflichtungen, Ideen, Termine, Ängste etc. kommen immer wieder in unseren Kopf. Dutzende sogenannte „lose Enden“, welche um Aufmerksamkeit konkurrieren und alle lieber heute als morgen erledigt werden wollen. Wie bei einem großen, köchelnden Suppentopf sprudeln dabei immer mal andere Sachen an die Oberfläche und oft ahnen wir schon, dass in den Tiefen unseres Geistes noch eine ganze Menge mehr zu finden wäre. Mit anderen Worten: Unser Kopf fühlt sich voll an, und das Gedankenkarussell ist der große Suppenlöffel, der fleißig darin rührt.

Diese ständige unproduktive Beschäftigung mit all dem „anfallenden Zeug“, sei sie nun bewusst oder unbewusst, ist ein sehr großer Zeit- und Energieräuber. Neben dieser dauerhaften Zusatz-Belastung verhindert das Gedankenkarussell oft auch gleichzeitig die effektive Bearbeitung all unserer Themen. Es gibt keinen Platz mehr für das Finden von sinnvollen Lösungsstrategien, kein Platz mehr für Kreativität und erst recht kein Platz für Ausgleich und Leichtigkeit. Um mit diesem Problem fertigzuwerden, gibt es eine Vielzahl von Ansätzen, jeweils mit sehr unterschiedlichen Erfolgsaussichten. In den folgenden Zeilen werde ich kurz 4 Methoden beschreiben. (Spoiler! Die letzte ist mein Favorit!)

Gedankenkarussell
Erstellt mit Hilfe von https://wordart.com

Beliebte Methoden, die aber nicht helfen das Gedankenkarussell anzuhalten

Besonders verbreitet ist der Ansatz, einfach nix zu tun, sich quasi in das Karussell zu setzen und zu hoffen, dass einem nicht schwindelig wird! Die ganzen Dinge bleiben im Kopf, wir versuchen, uns alles irgendwie zu merken, schreiben vielleicht hier und da mal eine kleine To-do Liste, um den absoluten „Super Gau“ und Nervenzusammenbruch zu verhindern. Diese erste Methode von „es alles irgendwie im eigenen Kopf managen“ ist besonders beliebt bei Menschen, die in diesem Gebiet (kognitiv) sehr leistungsfähig sind.

Dabei gibt es nur ein Problem: Das Leben ist in unserer heutigen Zeit eindeutig zu komplex!

Es sind einfach zu viele anfallende Themen, von sachlich bis emotional. Zu verstrickt, zu kompliziert, oft unterbewusst und von unserem Geist ganzheitlich nicht optimal zu erfassen, geschweige denn zu erledigen. Es entstehen unweigerlich Anspannung, Unzufriedenheit und Schwere. Obwohl diese Methode sehr verbreitet scheint, ist sie nicht wirklich zu empfehlen.

Methode 2, auch sehr beliebt, ist leider auch nicht viel besser. Um dem Gedankenkarussell zu entkommen können wir auch einfach den Kopf in den Sand stecken. Die gute alte Vogel-Strauß Methode lässt uns einfach das Problem verdrängen und zumindest für einen kurzen Moment vergessen. Alkohol, Drogen, lange Partys, Musik, Tanz, Beziehungen usw. sind alles wunderbare Ablenkungsmanöver. Das Problem – danach sind alle Themen und Gedanken immer noch da, wenn nicht sogar stärker als zuvor. Dann doch vielleicht lieber Methode 1.

 

Welche Möglichkeiten, das Gedankenkarussell anzuhalten, hast du stattdessen?

Zum Glück gibt es auch andere Wege, sich diesem Thema zu widmen. Die von mir jetzt beschriebenen Methoden 3 und 4 wirken dabei besonders gut, wenn sie gemeinsam Anwendung finden, da sie zwei wichtige, wenn auch völlig unterschiedliche Aspekte abdecken. Methode 3 ist dabei mit großen Stichworten wie ANNEHMEN oder LOSLASSEN gut zu umschreiben. Das Erlernen und Üben von Meditationstechniken, Qi Gong, Autogenes Training usw. können eine große Unterstützung darin sein, die psychische Belastung des Alltags und die oft entstehende Selbst-Verurteilung zu verringern. Damit werden die Dinge zwar nicht schneller erledigt, aber der resultierende Stress wird zumindest stark abgeschwächt.

Das ist ja schön und gut, werdet ihr jetzt denken, aber was ist denn, wenn ich die Dinge tatsächlich mal effizient abhaken möchte bzw. ich nicht den „Erleuchtungsgrad“ erreiche, bei welchem ich einfach in meinem Gedankenkarussell sitze, mich meines Lebens erfreue und mich das alles irgendwie „nichts mehr angeht“.

Das bringt uns (endlich) zu Methode 4. Und wer jetzt eine spontan-umwerfende, aufregende sowie einfache Lösung erwartet hat, liegt zwar nicht völlig falsch, wird aber vielleicht etwas enttäuscht.

Die Antwort auf dein Gedankenkarussell ist eine auf die Person optimierte sowie individualisierte Organisation und Struktur. Und damit meine ich keine herumfliegenden To-do Listen oder diffuse Eintragungen im Terminkalender bzw. wahllos abgehefteter Papierkram.

Stattdessen rede ich von einem durchdachten, ganzheitlichen System, welchem man vertraut. Es sollte einfach anwendbar sein und sich problemlos der aktuellen Lebenssituation anpassen können.

Wie findest du dein eigenes System?

Die Frage lautet: Hast du jemals WIRKLICH darüber nachgedacht, wie du deine Organisation, Struktur und deine Abläufe optimieren kannst? In dieser Frage und in deren Umsetzung schlummert bei fast jedem Menschen ungeheures Potenzial. Eine Verbesserung oder Optimierung der eigenen Struktur ist ein riesiger Hebel für Glück, Entspannung und Erfolg im Leben, welcher fast nie wirklich effektiv angeschaut und genutzt wird.

Veränderungen in diesem Bereich haben aber immer weitreichende positive Auswirkungen auf dein Leben.

Es ist quasi die Grundvoraussetzung für wirkliche Entwicklung und bereitet den Nährboden, worauf Erfolg UND Entspannung gedeihen können.

Ich stelle somit die These auf: Stress, Ängste, Überforderung etc. … sind immer zu einen hohen Anteil durch eine nicht optimierte Struktur und Organisation im Leben bedingt.

Ich erlebe immer wieder, wie kleinste strukturelle Verbesserungen sofort große Erleichterungen im Alltag schaffen. Der sich kumulierende Effekt über die Zeit ist natürlich sogar noch weitaus größer!

Jeder Mensch bräuchte ein verlässliches und logisch strukturiertes Ablagesystem für wirklich ALLE anfallenden Dinge im Leben. Das fängt in der äußeren Struktur der Wohnung oder dem eigenen Ordnersystem an und geht weiter über alle Ideen, Informationen oder emotional sowie soziale verknüpfte Themen aus dem Kopf. Nachdem das System erstellt ist, werden neu auftauchende „Dinge“ einfach mühelos und leicht an den dafür vorgesehen Ort abgelegt oder aufgeschrieben.

ACHTUNG, hör ich euch jetzt rufen: „Das hört sich für mich alles viel zu sehr nach Kontrolle, Druck oder Leistungsdenken an“ … Diesen Impuls kann ich durchaus nachvollziehen, er ist allerdings sehr weit von dem entfernt, was ich hier eigentlich beschreiben möchte. Das Ergebnis lässt sich viel mehr mit wirklicher (Wahl-) Freiheit und Leichtigkeit zusammenfassen. Entlastet man den Kopf, z.B. durch ein funktionierendes System, werden sagenhafte Kapazitäten frei.

Leichtigkeit und Kreativität können wieder fließen und wir sind nicht mehr blockiert und überfordert.

Dadurch bekommen wir überhaupt erst einmal die Wahl, ob wir uns viel aufladen möchten … oder eben auch nicht. Wir bekommen den Überblick und können entscheiden. Das Gedankenkarussell und die dadurch entstehende Energieverschwendung hören mit der Zeit auf. Diese Entlastung des Kopfes ist für mich einer der schönsten Effekte und diese Aussage kann ich mit gutem Gewissen auch verallgemeinern, denn das höre ich bei meiner Arbeit und von meinen Klienten wieder und wieder.

Natürlich sind der dahin führende Weg und das Ergebnis bei jeder Person individuell unterschiedlich und das ist auch gut so! Trotz dieser individuellen Unterschiede gibt es allerdings eine Reihe von Gemeinsamkeiten, welche immer wieder auftreten. Das ist allerdings ein eigenes, wichtiges Thema, würde hier den Rahmen endgültig sprengen und verdient somit einen Beitrag an anderer Stelle…

Lutz Friedrich

Master-Psychologe, Struktur-Experte, Personell Consultant, Coach

Besucht Lutz auf www.lutzfriedrich.com oder schreibt ihm direkt eine Mail an mail@lutzfriedrich.com!

 

Gewinnspiel: vegane und minimalistische Schätze

Juchu! Es ist wieder Zeit für ein neues, tolles Gewinnspiel!

Dieses Mal wird der Beitrag nicht von einer Firma gesponsert, sondern ich habe extra für euch eingekauft, drei kleine Schatztruhen zusammengestellt und mit meinen Favoriten befüllt. Ich freue mich natürlich über eine rege Teilnahme!

Warum ein Gewinnspiel, dass nicht gesponsert ist?

Mit diesem Gewinnspiel möchte ich vor allem eins: DANKE sagen!

Danke für eure Treue, danke für 1000 Likes auf Facebook und über 500 Follower auf Instagram! Deswegen war es mir wichtig, die Produkte hier ganz und gar selbst auszuwählen und zu kaufen.

Natürlich hoffe ich, dass ihr den Mix aus minimalistischen und veganen Gewinnen genauso toll findet wie ich. Vor allem bei dem Luffa-Schwamm habe ich wirklich Berge versetzt, um ihn im Einzelhandel kaufen zu können…

Preise

Was ist alles in den Schatztruhen enthalten?

  • Ein Luffa-Schwamm, der einfach die absolut perfekte Ablage für feste Seifen darstellt. Warum? Das habe ich dir bereits im Beitrag „Minimalistische Lieblinge im Bad“ verraten, falls du nachlesen willst!
  • Eine feste, palmölfreie Haarseife, die DM neu auf den Markt gebracht hat in der Duftrichtung „Kokos“.
  • Ein veganer Riegel von Vivani, z.B. Erdbeer-Waffel-Crunch, Dark Cherry oder Dark Nougat.
  • Eine Packung superleckere vegane Kekse von Wikana, die bei mir vor Ort hergestellt werden.
  • Ein kleiner persönlicher Gruß von mir und ein paar vegane Sticker oder Flyer! 🙂

Ihr seht also… ob für Profis oder Anfänger*innen: hier sollte für beide etwas brauchbares dabei sein!

 

Wie lande ich im Lostopf?

Für eine einfache Gewinnchance, führe einfach die folgenden beiden Schritte durch:

  1. Like diesen Beitrag auf Facebook UND
  2. Folge Minimal-Vegan auf Facebook

Für eine bessere Chance, gib zusätzlich eine (natürlich ehrliche!) Bewertung auf Facebook ab.

Markiere außerdem gerne eine*n vegane*n Freund*in unter dem Facebook-Beitrag.

Teilnahmebedingungen

  • Dieses Gewinnspiel steht nicht im Zusammenhang mit WordPress und WordPress steht auch nicht als Ansprechpartner für das Gewinnspiel zur Verfügung.
  • Teilnehmen darf jede Person, die die Anforderungen für die einfache Gewinnchance erfüllt.
  • Die Gewinne wurden von mir privat gekauft und können nicht in Geldwert augezahlt werden! (Ich fände das zwar auch echt eine Frechheit und mute euch das nicht zu – aber es sei hier noch einmal mit aller Deutlichkeit gesagt!)
  • Die Gewinner*innen werden per Zufallsgenerator ausgelost und von mir via PN (Facebook und Instagram) oder Kommentar (Blog) über ihren Gewinn benachrichtigt. Sollte eine gewinnende Person sich innerhalb von 7 Tagen nicht zurückmelden, wird ein*e neue*r Gewinner*in ausgelost.
  • Der Versand der Gewinne erfolgt durch mich persönlich. Die Gewinner*innen müssen sich damit einverstanden erklären, mir ihre Adresse zu diesem Zweck zur Verfügung zu stellen. Der Versand erfolgt versichert über die deutsche Post. Bitte habt Verständnis, dass ich aus Kostengründen nur innerhalb Deutschlands verschicken kann!

Bitte denkt daran, dass ihr mir bei einer Teilnahme über den Blog eine Kontaktmöglichkeit da lasst. Am einfachsten ist es für alle Beteiligten, wenn ihr unter dem FB-Beitrag kommentiert!

Das Gewinnspiel beginnt Mittwoch, dem 19.09.18 um 13:00 Uhr und endet Mittwoch, dem 26.09.18 um 13:00 Uhr. Die Gewinner*innen informiere ich noch am selben Tag.

Last but not least noch einmal DANKE für eure Treue! Dieses Projekt bedeutet mir wahnsinnig viel und ich freue mich über jeden neuen Monat, in dem ich euch für das vegane und minimalistische Leben begeistern und inspirieren kann.

Ich drücke euch allen ganz fest die Daumen!

Eure Alina

 

PS: Schau doch mal auf meinem zweiten, nagelneuen Blog My-Shero.com vorbei!

 

Immer diese verfluchte kognitive Dissonanz beim nachhaltigen Lebensstil! – Entdecke den Dorfdepp in Dir!

Verflucht nochmal! Was soll denn kognitive Dissonanz bedeuten? Immer diese Fremdwörter. Keine Sorge, das wird gleich erklärt. Wenn Du bisher nachhaltig gelebt hast, dann wirst Du Dir voraussichtlich am Ende des Artikels selbst einige neue Fragen stellen. Mir ging es zumindest beim Schreiben schon so. Viel Spaß beim Ergründen Deiner kognitiven Dissonanz.

Was ist kognitive Dissonanz?

Kognitiv ist alles was die eigene Wahrnehmung und das eigene Erkennen betrifft, also wie Du Deine Umwelt und Dich bewertest und siehst. Und wenn etwas in Dissonanz ist, dann passt es nicht zusammen, weil es voneinander abweicht. Am einfachsten kann man sich das damit verbundene Gefühl vorstellen, wenn man sich einer unangenehmen Wahrheit bewusst wird. Beispielsweise, dass man sich als ehrlichen Menschen wahrnimmt, aber dann trotzdem regelmäßig auf die Fragen „Warst Du das?“, „Wie gefällt Dir das?“, „Sehe ich darin dick aus?“ oder „Wie geht es Dir?“ mit einer Lüge antwortet. Wenn man dann merkt, dass man in diesen Situationen eigentlich nicht lügen müsste, es aber trotzdem in einer gedankenlosen Regelmäßigkeit macht, dann nimmt man bei sich kognitive Dissonanz wahr – Denken und Handeln passen nicht zusammen.

Warum ist kognitive Dissonanz bei einem nachhaltigen Lebensstil vollkommen normal?

Wenn es um Nachhaltigkeit geht, dann scheint dieses Auseinanderdriften des eigenen Charakters unumgänglich und somit absolut normal zu sein. Warum?

„Du kannst (aktuell) nicht nachhaltig leben ohne regelmäßigen Selbstbetrug!“

Versorgst Du Dich selbst, stellst Deine Kleidung, Strom, Trinkwasser, Unterhaltung und alles andere komplett autark selber her? Woher kommen die Rohstoffe dafür? Wie kommen sie zu Dir? Wir sind so weit von einem natürlichen Leben der Ureinwohner entfernt, dass wir in globaler Arbeitsteilung leben und global aufeinander angewiesen sind. Ja, es gibt hier und da kleine Kommunen, die möglichst nachhaltig in einer Gruppe leben, aber auch diese Gruppen benötigen für ein „zivilisiertes“ Leben, wie wir es gewohnt sind, Rohstoffe und Arbeitswissen von außen.

Kurz Durchatmen. Jetzt gehen wir den Gedankengang ein wenig weiter. Lässt Du Kinder oder alte Menschen erschießen, sobald eine nachhaltig lebende Kommune nachwachsende Rohstoffe schneller verbraucht als diese (nachhaltig) nachwachsen können? Keine Sorge, darüber musst Du Dir keine Gedanken mehr machen, da wir diesen Punkt vermutlich schon vor mehreren Jahrhunderten bereits überschritten hatten. Sieben Milliarden ist schon ein Wort. Global gesehen dürften wir Menschen sicher aktuell einige Rohstoffe deutlich schneller verbrauchen als diese sich regenerieren können.

 

Angeblich soll es vor etwa 20 Jahren in England eine Partei gegeben haben, deren Ziel der Atomkrieg war, damit die Menschheit deutlich dezimiert wird. Halte ich als Methode für etwas harsch, um es freundlich zu formulieren. Die Partei ist ein Beispiel einer krassen Lösungsvariante, die hoffentlich damals satirisch gemeint war, aber das Kernproblem bombastisch in den Vordergrund rückte.

Bei sieben Milliarden Menschen werden nicht nur viele Ressourcen verbraucht, sondern auch viele Ressourcen umverteilt und transportiert, was ebenfalls eigentlich besser bedacht und gelöst werden müsste. Die meisten Menschen in der westlichen Welt leben ein durchschnittliches Leben, das sie so seit Kindesbeinen an gewohnt sind und oft auch nicht hinterfragen. Stellt man sich aber die Frage bezüglich der kompletten komplexen Verflechtung, dann merkt man, dass man schon einen extrem krassen Wechsel des Lebens- und Arbeitswandels machen müsste, um ohne kognitive Dissonanz ein wahrhaftig nachhaltiges Leben führen zu können.

Auch wenn man sich romantisch (v)erklärt dem komplett nachhaltigen Gesellschaftszustand als kleine urvölkerähnlich lebende Kommune annähert, kommt irgendwann der Punkt an dem die Einwohnerzahl kein nachhaltiges Gleichgewicht mehr ermöglichen würde. Regional ernähren, nachhaltig bauen, energiearm leben, usw. … das sind alles richtige Schritte in die richtige Richtung, aber diese überbrücken nicht den ganzen Weg zur reinen Nachhaltigkeit!

Darum möchte ich dafür werben, dass sich Menschen finden, die eine langfristig nachhaltig funktionierende Lösung finden, die es uns ermöglicht komplett ohne kognitive Dissonanz nachhaltig zu leben.

„Die Menschheit kann aktuell technisch und gesellschaftlich noch nicht perfekt nachhaltig leben!“

Mein persönlicher Favorit wäre die Erfindung des Replikators. Ein Gerät, das Müll in seine atomaren Bestandteile zerlegt und dann Neues aus den Atomen zusammenstellt, wäre die geniale Lösung bei der wir den aktuellen Lebensstandard erhalten und sogar verbessern könnten. Bis zur Erfindung eines ähnlichen Gerätes, müssen wir wohl damit leben, dass wir bei genauer Betrachtung immer nur etwas nachhaltiger als gestern leben können, weil die Menschheit technisch und gesellschaftlich noch nicht perfekt aufgestellt ist.

michal-kubicek-229-unsplash

Was ist „gut“ und was ist „böse“?

Wer bis jetzt noch nicht innerlich durchgeschüttelt ist, der darf sich auf den kommenden Abschnitt freuen. Bis jetzt ging ich von einem allgemein anerkannten Bild von Nachhaltigkeit aus, was jeder Leser sofort unterschrieben hätte, weil es in Foren und allgemeinen Diskussionen lautstark und von mehreren Leuten vertreten wird. Plastik ist böse, Strohhalme sind böse, Kaffeealukapseln sowieso und Fleisch essen grundsätzlich auch. Gemüse essen ist gut, Jutebeutel und Glasflaschen auch.

Fluch der globalen Vernetzung – Die lustige Dorfdeppenmetapher

Leider kann ich mich nicht mehr erinnern, von wem diese geniale Erklärung stammt, aber ich danke ihm für diese Erkenntnis! Es geht darum, dass damals vor der Zeit des Internets jedes Dorf einen Dorfdeppen hatte, welcher die abstrusesten Ideen und Gedanken verbreitete. Je nachdem wie abstrus und vehement er seine Meinung kund tat, erhielt er die entsprechende „Nordung“ durch die Meinung der Mehrheit.

Heutzutage werden die Dorfdeppen nicht mehr am Pranger mit Tomaten und faulen Eiern beworfen, sondern sie sitzen am Rechner und vernetzen sich. Es bilden sich online quasi Dorfdeppendörfer, die dann ihrerseits die Meinung Andersdenkender als „Dorfdeppenmeinung“ diffamieren und sich als Opfergemeinschaft gegenseitig bestärken, dass die anderen die Dorfdeppen seien und sie nicht!

Und wenn Du Dir jetzt die letzten beiden Absätze aufmerksam durchliest, dann erkennst Du sicher, dass auch DU ein Dorfdepp bist! Lass es kurz sacken. Ja, wir alle sind Dorfdeppen – auch ich bin einer – in unserem kleinen (Internet-)Dorf! Der nächste der Dich und Deine Meinung klasse findet ist nur eine Foren- oder Gruppensuche weit entfernt.

„Es gibt KEINE globale Instanz, die heutzutage mehr „gut“ oder „böse“ definiert.“

Der Umzug zwischen den virtuellen Dörfern ist so einfach und schnell, dass – meines Erachtens – wichtige soziale Fähigkeiten, die mit einem realen physischen Dorf einhergehen, komplett verloren gehen, nämlich die Fähigkeit Diskussionen auszuhalten. Was ist „gut“ und was ist „böse“? Ja, frag doch Deine Dorfgemeinschaft. Mist, die mögen Deine Meinung nicht. Dann sind DIE doch doof und Du ziehst klick klick tipp tipp zum nächsten besseren Dorf um.

 

Was will ich damit sagen? Es gibt KEINE globale Instanz, die heutzutage mehr „gut“ oder „böse“ definiert. Egal wo du hingehst, Du bist immer eine Umweltsau, ein Gutmensch, voll der tolle Vordenker, die vegane Superbraut oder der fleischessende Vernichter des Abendlandes. Unsere Gesellschaft hat es verpasst sich auf eine globale Gesellschaft einzustellen. Religionen waren damals ein Anker an dem sich die Mehrheit festhalten konnte, aber wie sieht es denn aktuell aus? Hast Du den Eindruck, dass sich eine weltweit anerkannte moralische Instanz halten oder entwickeln konnte? Also ich nicht.

Der Segen der globalen Vernetzung

Wir stehen vor der großen Herausforderung diese globalen moralischen Standards – nachträglich – zu etablieren. Und groteskerweise bietet die globale Vernetzung ebenfalls die Lösung für das riesige Problem an.

Alle „Dorfdeppen“ können gemeinsam über ihre Meinungen diskutieren und sich gegenseitig über Anregungen auch positiv weiterentwickeln. Man muss sich lediglich ein wenig selbst verändern und akzeptieren, dass es im Nachbardorf keine Klimaerwärmung oder kein Interesse an den Gefühlen von Tieren gibt. ABER, das wichtige ist, dass das Nachbardorf auch Werte, Ideen und Vorstellungen hat, die sich zu etwas kombinieren lassen, das beide Dörfer gut finden.

Diesen Spagat schafft man aber nur, wenn man eine weltoffene Für-Kultur entwickeln kann. Das ist Deine persönliche Wachstumsaufgabe: mach Dich stark FÜR eine deiner Meinung gute Sache und begeistere das Nachbardorf. Wer Gegen-Kultur lebt, der beleidigt lediglich die „Dorfdeppen“ von nebenan und disqualifiziert sich selbst zum noch größeren „Dorfdeppen“. Wer gegen andere vorgeht, der erntet Abwehr und Gegenangriff. Aber wer auf andere zugeht, der kann auch mal eine Einladung zum Kaffee und Kuchen erhalten, damit man eine gemeinsame Basis findet auf der aufbauend gemeinsame Moralstandards entwickelt werden können.

„Frage Dich immer: Warum macht der andere das so? Ist das vielleicht wirklich besser als meine eigene Vorstellung von „gut“?

Dank der globalen Vernetzung musst Du nicht selbst nach Japan, Australien, Grönland oder Trinidad fliegen um zu erfahren wie man gewisse Dinge bei denen sieht, sondern kannst das bequem von zu Hause aus machen. So einfach wie man auch eine Wollbettdecke bei uns online bestellen kann.^_^

Nachhaltig leben (2)

Was ist denn nun ein nachhaltiger Lebensstil?

Kannst Du die Frage immernoch genauso beantworten wie vor dem Lesen dieses Artikels? Diese Frage musste ich mir beim Schreiben des Textes genau an dieser Stelle ebenfalls stellen. Und wenn ich ehrlich bin, dann bin ich deutlich vorsichtiger mit einer Antwort als vor diesem Artikel und ich glaube, das ist auch absolut gut so. Hoffe ich. Was denkst Du darüber? Hast Du auch einen kleinen „Dorfdeppen“ in Dir entdeckt?

Als ich mit Alina über das Thema eines möglichen Gastartikels sprach, da sagte sie dass sie (als Veganerin) es spannend fände die Sicht eines Mischköstlers der nachhaltig lebt zu lesen. Ich liebe den Begriff „Mischköstler“! Lustigerweise haben sich da zwei „Dorfdeppen“ der Dörfer „Vegan“ und „Grillfleischliebhaber“ getroffen.

„Dorfdeppen“ in dem Sinn, dass es auf keine Kuhhaut geht – lol, man verzeihe mir die Metapher – was ich an Anfeindungen und irritierten Blicken in meinem Dorf ernten musste als ich sagte, dass ich eine (leckere) vegane Tomatensuppe von Alina testen möchte. Einfach so, weil es mich interessiert, ob sowas schmecken kann – ist schließlich vom „feindlichen“ Veganerdorf. Da ich dieses Nahrungsmittelmobbing nun selbst erlebt habe, kann ich mir sehr gut vorstellen wie mies sich so mancher Vegetarier und Veganer im Nachbardorf fühlen muss.

Ich will nicht wissen was sich Alina anhören muss nur weil sie jemanden hier was schreiben lässt, der das Wort Grillfleisch in positivem Kontext erwähnt. Aber sie macht es damit vollkommen richtig, da sie die oben erwähnte Für-Kultur lebt. Sie sagt mir schon was sie gut findet und was sie sich als moralische globale Regel wünscht und ich diskutiere mit ihr darüber und gemeinsam entdeckt man dann auch andere Wege miteinander auf dem selben Planeten möglichst nachhaltig zu leben.

Dieser gemeinsame Aspekt ist meiner Meinung nach der wichtigste! Womit können möglichst viele Menschen leben und was lässt sich einfach umsetzen? Was nützt ein nachhaltigallisches Dorf, wenn die Römer drumherum einfach spinnen und ganze Wälder roden oder neue Plastikinseln im Meer erschaffen? Recht wenig. Man fühlt sich in seinem Dorf zwar sehr gut, dass man das Richtige getan hat, aber das auch nur so lange wie es die anderen einem vergönnen.

Ein nachhaltiger Lebensstil sollte wie Liebe sein, nämlich er sollte mehr werden, wenn man ihn teilt.

Nachhaltigkeit Ernährung

Nachhaltigkeit und Ernährung

Mein Dorf sagt mir, dass es leider nicht ganz so einfach ist sich diesbezüglich eine gefestigte Meinung zu bilden.

Verwirrung um das Thema Ernährung

Es ist wichtig zu verstehen, dass es beim Thema Ernährung viele Beteiligte gibt, die sich wegen wirtschaftlichen Interessen bzw. vermeintlichen Zwängen seltsam verhalten. Klar lügt der eine oder andere, aber ich will hier unterstellen, dass es auch Beteiligte gibt, die es einfach nicht besser wissen und deshalb hinter einer Sache stehen, weil ihnen aktuellere Informationen fehlen. Diese Mischung aus den Bösen, den Unwissenden, den Guten und denen, die halt gerade an einer wissenschaftlichen Meinung eines anderen „Wissenschaftlerdorfes“ hängen, ergibt das aktuelle Bild unserer Ernährungsgurus und Erzeugerprodukten.

Wie komme ich auf so eine Meinung? Werbung aus den 1960ern oder 1970ern. Kaum zu glauben, aber das Superfruit 1965 war Deutsche Markenbutter! Schmiert das Herz, heilt die Nerven und verhindert Gallensteine. Während der Lightproduktewelle ab etwa den 1990ern war Butter dann der Dämon, der einem nicht ermöglichte so zu bleiben wie man will, aber Margarine flüsterte einem ins Ohr, dass man jetzt dürfe. Und 2014 titelte das TIME-Magazine „Eat Butter. Scientists labeled fat the enemy. Why they were wrong.“ Ja, was ist denn jetzt richtig? Tierische Fette besser als pflanzliche? Daumendick Butter damit man leichter abnehmen kann – flutscht ja angeblich alles besser durch?

Wem soll man noch glauben?

Es kommt irgendwann der Punkt an dem man erkennen muss, dass man kein diplomierter Landwirt, Lebensmittelchemiker, Hirnforscher, Internist oder was man sonst noch sein müsste, um ein möglichst wahres Bild der Situation zu bekommen. Der kleine Lebensmittelchemiker bei einem Getränkehersteller sieht ebenfalls nur seinen Ausschnitt des Puzzles bzw. die Glaubenssätze seiner Ausbildungseinrichtungen. Sobald man überhaupt verstanden hat, dass Ernährung ein so extrem komplexes Gebilde ergibt, kann man auf mehrere Weisen darauf reagieren. Zum einen kann man sich ergeben und vorbehaltlos der aktuell vorherrschenden Lehrmeinung glauben, was man als Ignoranz fehlinterpretieren könnte, wenn man möchte dass bspw. alle vegan leben sollen. Alternativ kann man auch aus Prinzip sagen, dass alles aktuell Gelehrte lediglich wirtschaflichen Interessen geschuldet ist und die Fleischindustrie ist so stark, dass man sie als Dämon gut hernehmen kann. Das sind zwei Extreme.

In meinen Augen wird die Wahrheit irgendwo dazwischen liegen. Das ist dann der härteste Weg, nämlich sich Gedanken machen welchen Aussagen man glaubt und welchen nicht. Daraus entsteht dann ein Patchwork aus Einstellungen und Verhaltensweisen, die dann noch mit der eigenen erlernten Wirklichkeit irgendwie in Einklang gebracht werden. Sobald man seinen eigenen moralischen Ernährungskodex zusammengestellt hat, dann wird dieser von allen Seiten mit Informationen, angeblichen Erkenntnissen, wahren Erkenntnissen und Emotionen torpediert und man weiß irgendwann selbst nichtmehr war das krebserregend, ethisch verwerflich, gerade nicht in Ernährungsmode oder erzeugt dieses Verhalten an anderer Stelle einen unvorhergesehenen negativen Effekt.

Der Weg aus dieser Verwirrung

Was vereint uns? Wenn man Fleisch isst, dann hofft man dass es gesund ist, dass das Tier möglichst wenig leiden musste und dass die Fleischproduktion möglichst wenig umweltbezogene Schäden hervorruft. Wenn man vegan isst, dann hofft man dass es gesund ist, dass die Pflanze möglichst wenig leiden musste und dass die Nahrungsproduktion möglichst wenig umweltbezogene Schäden hervorruft.

 

Man erkennt die Parallelen, die Ideen für gemeinsame Schritte geben und verbinden. Wenn Du mir bis hier her ohne Wutausbruch folgen konntest und vielleicht noch meinen Ausführungen zustimmst, dann solltest Du mir auch zustimmen können, dass selbst viele kleine Schritte besser sind als ganz wenige große. Es müssen mehrere Milliarden Menschen in der Lage sein dem nachhaltigen Weg folgen zu können.

Konkret kann man als Mischköstler beispielsweise vegane Gerichte ausprobieren. Oder noch besser: Vegan lebende Menschen könnten Mischkostler zum Essen einladen. Warum? Eine befreundete Vegetarierin hat mir zuliebe sich als Gastgeberin nach einer Übernachtung an Rührei mit Speck und Wurstbrot zum Frühstück probiert. Ich honoriere diese wunderbare liebevolle Geste, aber als jemand, der niemals nichtvegetarisch kocht, war sie mir doch ein wenig zu experimentell. Umgekehrt waren selbst bei Restaurants, also bei ausgebildeten Köchen, zu Beginn der Vegetarierbewegung die vegetarischen Gerichte, die Fleischgerichte nur ohne Fleisch! Ein anderer befreundeter Vegetarier erklärte mir, dass das für ihn sehr ätzend war. Spätzle mit Bratensauce ist laut ihm auch ohne den Rollbraten nicht ganz vegetarisch. Insgesamt sind solche negativen Erfahrungen vorprogrammiert, weil es sich um zwei unterschiedliche Kochstile handelt mit Zutaten mit unterschiedlichen Eigenschaften.

Alinas vegane Pancakes hatten bei mir eine Verlustrate von über 30%, weil Mehl und Ei sich in der Pfanne komplett anders verhält. Die Folge waren rohe Pancakes, schwarze Pancakes, Pancakes, die noch so halb roh waren, aber auch leckere Pancakes. Nur Erfahrung schärft das Auge für den richtigen Garpunkt oder die Anleitung einer Expertin. Hallo Alina!

„Wenn etwas gut schmeckt, dann wird das Label ‚vegan‘ nebensächlich.“

Beim Fleischkonsum gehe ich für mich den Weg „Weniger,Lokal und Besser“. WLB unterstützt nebenbei die letzten verbliebenen Metzger der Region und auch die Kleinbauern im Umkreis. Am Sonntag wird normalerweise der Essensplan für die Woche gemacht und überlegt wann die Tage ohne Fleisch eingebaut werden. Macht man das einfach täglich spontan, dann siegt oft die jahrzehntelang eintrainierte Gewohnheit Dönermann, Pizza, SchniPoSa oder Currywurst, weil es schnell geht und lecker ist. Wenn aber Kartoffeln mit Frühlingsquark oder Pfannkuchen mit Spinat auf dem Plan stehen, dann klappt das besser, eben weil sie auf einem Plan stehen.

Gewohnheiten sind da und werden gepflegt. Sobald zwei fleischlose Tage feste Gewohnheit sind, dann gehen auch drei und irgendwann auch vier. Dann sind diese Gewohnheiten auch resistent gegen solche Sätze wie „Willst Du heute nichts Gescheites essen? Grünzeug macht doch nicht glücklich!“ Nachhaltigkeit ist da wie Gute Vorsätze zu Silvester – erst die regelmäßige Gewohnheit ermöglicht eine langfristige Umsetzung. Und es muss sich gut anfühlen. Also wer gut vegan kochen kann, der kann mir gerne die Tricks und Kniffe beibringen, damit vegan kochen mit weniger Frust und mehr Genuss verbunden ist.

Fazit

Nachhaltiger Lebensstil ist eine innere Einstellung, die den „Dorfdeppen“ in Dir und den Weg der kleinen Schritte akzeptieren kann. Wer mit Maximalforderungen sein nachhaltigallisches Dorf befestigt, der tätschelt zwar sein Ego, wird aber die nötigen gesamtgesellschaftlichen Änderungen eher blockieren als vorantreiben. Gemeinsame kleine Schritte sind nicht nur im Bereich Ernährung wichtig, sondern auch im Gesamtsystem zu betrachten. Diese Lust an der ganzheitlichen Betrachtung und die Toleranz gegenüber „Fehlern“ sind meines Erachtens der Kern eines nachhaltigen Lebensstils. Eine globale Nachhaltigkeit ist aktuell noch eine unerreichbare Utopie, aber jeder Schritt ist möglichst schnell zu vagen und sehr wichtig.

Ich wünsche jedem ein Dorf voller toller nachhaltiger Ideen.

Liebe nachhaltige Grüße von Thorsten von Wollbettdecke.de

 

Kaffeefahrrad – eine mobile, umweltfreundliche Alternative

Wie sicherlich auch viele von euch, versuche ich mich aufgrund der großen Mengen vermeidbaren Einwegplastiks eher fern von „Coffee to go“ zu halten. Vor einiger Zeit fiel mir am Wittenberger Bahnhof ein Kaffeefahrrad auf, dessen Betreiber dieses Problem wunderbar gelöst hat und der mich auch in anderen Bereichen überzeugt. Aufgrund dieses Interesses kam ich mit Dietmar, dem Betreiber dieses „Kaffeefahrrads“, ins Gespräch und konnte ihn für einen Beitrag auf dieser Website begeistern. Ein Kaffeefahrrad wie dieses stellt eine echte Alternative zum herkömmlichen „Kaffee auf die Hand“ dar und in diesem Beitrag zeige ich dir, welche Vorteile es mit sich bringt.

IMG_0782

Von der Idee zur Umsetzung eines mobilen Kaffeefahrrads

Dietmar, der seit vielen Jahren in einer Festanstellung gearbeitet hatte, meldete für seinen mobilen Kaffeeverkauf vorerst im Nebenerwerb an und probierte einige Wochen lang verschiedene Standorte und Angebote durch. Da er seine langjährige Arbeitsanstellung nicht mehr als erfüllend wahrnahm, wagte er dann den Schritt in die Selbstständigkeit. Ein mobiles Kaffeegeschäft hatte er zu erst in Berlin gesehen und fasziniert. Da er ohnehin über keine Fahrerlaubnis verfügte und die Arbeit unter freiem Himmel und eben Kaffee liebte, entschloss er sich, all dies zu vereinen und kaufte ein Kaffeerad.

IMG_0797

Verkauf von Einwegbechern und ökologisches Handeln – passt das überhaupt zusammen?

Als Gegenentwurf zum Kaffebecher aus Einwegplastik hält Dietmar gleich zwei Alternativen parat! Seine Standartbecher sind zu 100 % kompostierbar (auch der Deckel!) und tragen so einen erheblichen Beitrag zum Schutz der Umwelt, insbesondere der Meere bei.

 

Allein in Deutschland werden jährlich fast 3 Milliarden Einwegbecher verbraucht, welche ca. 28.000 Tonnen CO2-Emissionen verursachen, weitere 28.000 Tonnen entstehen lediglich durch die oftmals direkt weggeworfenen Deckel. Weltweit verschlingt die Herstellung von Einwegbechern jährlich 22 Tonnen Rohöl.

Quelle: Deutsche Umwelthilfe

Auch eine Idee, die noch in den Kinderschuhen steckt, wird von Dietmar gefördert: die Einführung von Pfandbechern. Kund*innen haben an seinem Stand die Möglichkeit, für einen geringen Betrag einen stabilen Becher zu erhalten und mitzunehmen. Beim nächsten Besuch können sie zurückkommen und erhalten gegen den Becher ihr Geld zurück. Kund*innen, die ihren Kaffee ohnehin direkt am Stand trinken, bekommen standardmäßig einen Pfandbecher, den sie gleich nach dem Kaffeegenuss wieder zurückgeben können – so, dass praktisch kein Müll entsteht.

IMG_0778

Umweltfreundliche Alternativen schaffen,  humanitäre Projekte fördern und lokale Produzent*innen unterstützen

Über die Bemühungen, das Kaffeetrinken ökologisch sinnvoller zu gestalten, hinaus, fördert Dietmar durch den Produktvertrieb humanitärer Projekte und lokaler Firmen nachhaltige Alternativen. Im Sortiment seiner Erfrischungsgetränke findet man keine große, marktdominierende Marke sondern lokale Unternehmen, die ihre Getränke überwiegend in Glas abfüllen. Wasser verkauft er übrigens ausschließlich vom Unternehmen Viva con Agua, einem Ableger der Welthungerhilfe, welches durch den Verkauf des Wassers dafür sorgt, das weltweit mehr Menschen Zugang zu sauberem Trinkwasser erhalten. Kaffee, Tee und Milch bietet Dietmar aus Überzeugung ausschließlich in Bioqualität an.

IMG_0802

Im Angebot hat Dietmar neben Getränken auch ein paar Snacks, die größtenteils lokale Produzent*innen unterstützen; beispielsweise Annis Konfitüre oder Lutherbrot von Wikana, welche beide in Wittenberg hergestellt werden. Es liegen Flyer aus – auch von Vlora, dem einzigen veganen und ganz wunderbaren Café hier in der Gegend. Über Vlora werde ich zeitnah auch etwas genauer berichten.

 

Dietmars Kaffeefahrrad ist ein wunderbares Beispiel dafür, wie jede*r von uns seinen Beitrag leisten kann, um die Welt ein bisschen besser zu machen! Aufklärung über umweltbewusstes Handeln kann auf diesem Wege gut annehmbar unter die Menschen gebracht werden.

Vielen Dank an Dietmar für die Einblicke in seinen Arbeitsalltag und das nette Gespräch!

Nutzt ihr Alternativen wie Kaffeefahrräder?

[Anzeige]* Täglich Plastik sparen mit Draußgänger

Es sind vor allem die kleinen, aber eben viel häufigeren Entscheidungen in unserem Alltag, mit denen wir einen richtig großen Einfluss auf unsere Umwelt nehmen können. Wir alle wissen, dass der hohe Plastikkonsum unserer modernen Welt ein riesiges Problem für den Planeten und alle, die auf ihm leben, darstellt: an Land wie auch im Meer, in dem vorrangig Mikroplastik ein wachsendes Problem wird. Im heutigen Beitrag gebe ich dir meine Top 10 Tipps, wie auch du in deinem Alltag viel Plastik sparen kannst!

10 Tipps zum täglichen Plastik sparen

  1. Zu jedem Einkauf einen Rucksack oder einen wiederverwendbaren Stoffbeutel mitnehmen.
  2. Obst und Gemüse, wenn möglich, ohne unnötige Plastikverpackungen kaufen. Wenn es ohne Hülle schwer transportierbar ist, bspw. lose Kirschen, kannst du auch kleine Stoffsäckchen nähen oder Tupperware mitnehmen und diese befüllen. Solltest du um eine Plastikverpackung nicht herumkommen, versuche diese wiederzuverwenden.
  3. Keine Getränke „to go“ kaufen oder diese in eine selbst mitgebrachte Flasche umfüllen lassen (im nächsten Abschnitt zeige ich dir meine Trinkflasche von Draußgänger, mit der ich sehr zufrieden bin.) Solltet ihr auswärts Getränke bestellen: „Bitte ohne Strohhalm“! Das ist ein super einfacher Weg um langfristig richtig viel komplett unnötiges Plastik zu sparen!
  4. Getränke in Glasflaschen kaufen. Ich nutze zu Hause einen Wassersprudler und mische mir mit regional hergestelltem Saft Schorlen.
  5. Selber Kochen statt Fertiggerichte zu verwenden, welche standardmäßig in sehr viel Verpackung eingelassen sind.
  6. Übriggebliebenes oder vorgekochtes Essen in wiederverwendbaren Dosen im Kühlschrank aufbewahren statt mit Plastikfolien abzudecken, die danach sofort in den Müll wandern.
  7. Feste Seifen vor Flüssigseife bevorzugen. Es gibt auch feste Seife, die für die Haarwäsche geeignet ist!
  8. Bei kosmetischen Artikeln darauf achten, dass kein Mikroplastik enthalten ist. Vor allem in Peelings werden oft kleine Plastikpartikel zugesetzt, die die losen Hautschüppchen lösen sollen – dabei kann man hier ganz einfach ein komplett abbaubares und gekörntes Produkt wie Kaffee oder Salz verwenden und so sein Zero Waste – Peeling selbst herstellen. In der Drogerie kannst du dich auf der Rückseite des Produkts über die Inhaltsstoffe informieren; achte hierbei auf Begriffe wie Polyethylen (PE), Polypropylen (PP), Polyamid (PA) und Polyethylenterephtalat (PET), welche indizieren, dass Mikroplastik enthalten ist.
  9. Verbrauchtes Plastik fachgerecht im gelben Sack entsorgen und nicht mit in den Restmüll geben. Nur so kann das Plastik recycled werden!
  10. Informationen über regionale Möglichkeiten einholen, wo man plastikarm- oder sogar plastikfrei- einkaufen kann. In vielen größeren Städten sprießen aktuell sogenannte Unverpacktläden aus dem Boden, in denen man Produkte des täglichen Gebrauchs völlig verpackungsfrei einkaufen kann.

 

Meine neue Trinkflasche von Draußgänger – Plastik sparen leicht gemacht!

Seit einiger Zeit habe ich eine neue Trinkflasche, die ich euch in diesem Beitrag zeigen möchte, weil ich so richtig zufrieden bin. Erhalten habe ich sie von Draußgänger, einem jungen und meiner Meinung nach unterstützenswerten Onlinehandel für Outdoorartikel.

IMG_1015

Die Flasche besteht aus Edelstahl mit kleinem Dichtungsring und einem Deckel aus Holz. Auch wenn die Materialien erstmal schwer klingen, ist die Trinkflasche ein absolutes Leichtgewicht: Auf meiner Küchenwaage bringt sie es gerade mal auf  200 Gramm!

Durch den Edelstahl ist sie absolut stabil und hält Getränke länger kühl. Sie ist sowohl für den Gebrauch zu Hause, in der Uni oder auf der Arbeit, als auch für Reisen und Ausflüge bestens geeignet. Was ich besonders cool finde, ist der kleine Griff am Deckel, mit dem man die Flasche problemlos an jedem beliebigen Ort festschnallen kann!

Fürs plastikarme Flugzeugreisen hier noch mein absoluter Geheimtipp: Nehmt euch eine eigene Flasche mit! Diese muss natürlich vor der Sicherheitsschleuse des Flughafens leer gemacht werden. Wenn ihr dort erstmal durch seid, dann füllt euch die Flasche im Wartebereich wieder auf und nehmt die volle Flasche mit in den Flieger. Im Flugzeug werden ständig neue Plastibecherchen verteilt… Das ist mir jedesmal ein absoluter Graus und so habt ihr eine absolut simple Möglichkeit, euch dieser Situation zu entziehen und durch einen simplen Trick ganz viel Plasik zu sparen!

Das Design der Trinkflasche „Kleiner Alpsee“ von Draußgänger ist schlicht, aber trotzdem richtig schick, vor allem durch den gravierten Holzdeckel. Sie ist sowohl mit 600 ml als auch mit 1 L Fassungsvermögen erhältlich.

IMG_0988

Versendet wurde die Trinkflasche übrigens komplett plastikfrei (bis auf die notwendigen Postetiketten, anders geht es ja nicht) in einem Pappkarton, ausgefüllt mit kleinen Holzfasern. Die Flasche selbst war in einer weiteren kleinen Pappverpackung doppelt geschützt, damit sie im allerbesten Zustand hier ankommt.

Ich hoffe, auch für dich waren noch ein paar gute Tipps dabei und wünsche dir einen fabelhaften Tag! Was sind deine besten Tipps zum Plastik sparen?

Lass es dir gutgehen!

~ Alina

* [Anzeige] bedeutet, dass dieser Beitrag unvergütete Werbung für den Onlinestore Draußgänger enthält. Draußgänger hat mir die Flasche auf Anfrage kostenfrei zur Verfügung gestellt. Wie immer entspricht der gesamte Inhalt dieses Beitrags meiner ehrlichen Meinung.

 

Was ist Achtsamkeit?

Immer wieder liest man von Achtsamkeit in Verbindung mit Minimalismus. Doch was ist Achtsamkeit überhaupt und sind wir alle nicht schon achtsam genug?

Im heutigen Beitrag knöpfe ich mir einen der zentralsten Begriffe des Minimalismus vor und versuche dann, dir eine konkrete Hilfe anzubieten, wie auch du deinen Alltag achtsamer gestalten kannst.

Was bedeutet Achtsamkeit überhaupt?

Achtsamkeit würde ich als besondere Form der Aufmerksamkeit beschreiben, um es im Volksmund zu sagen, bedeutet es, besser aufzupassen. Wir alle kennen das tägliche Hamsterrad und den mehr oder weniger stark ausgeprägten Wunsch, aus diesem auszusteigen. Früh aufstehen, zur Arbeit rennen, 8 Stunden malochen und danach Wäsche machen, kochen, eventuell Kinder oder Haustiere versorgen, Sport oder anderen Hobbies nachgehen, soziale Kontakte pflegen… All diese Dinge bedürfen unserer Aufmerksamkeit, ganz klar

Jedoch geht in der Hektik des Alltags auch vieles unter; zum Beispiel Zeit für dich selbst, Zeit zum Nachdenken und bewusst werden über persönliche Wünsche und Entfaltungsmöglichkeiten.

Was bedeutet es, achtsam zu leben?

Grundsätzlich bedeutet achtsames Leben, tägliche Erfahrungen, -sie von innen oder außen- mit etwas Distanz zu hinterfragen und die eigenen Gefühle, die ich dabei entwickle, zu reflektieren. Kurz gesagt: innehalten und über die jeweilige Situation und das damit verbundene Gefühl nachdenken. Fragen, die ich mir dabei stellen könnte, wären beispielsweise „Warum fühle ich mich gerade in dieser Situation so?“oder „Was genau löst dieses Gefühl aus?“. Erst durch die Reflektion dieses Gefühls entsteht positives Veränderungspotental: im nächsten Schritt kann ich mir dann überlegen, in wie fern ich Einfluss auf die Situation nehmen kann, damit ich mich in ihr wohlfühlen und dann aktiv werden kann. Achtsamkeit ist in meinem Verständnis kein spirituelles Vorgehen, sondern eine mutige und direkte Beschäftigung mit sich und anderen.

Durch gesteigerte Achtsamkeit in meinem Alltag ist es mir möglich, mehr und mehr zu mir selbst zu finden und dadurch Automatismen zu erkennen, Vorurteile abzubauen und Gewohnheitsmuster aufzubrechen. Durch die bewusste Auseinandersetzung mit meinem Erlebten kann ich langfristig zu mehr innerer Ruhe und Gelassenheit finden, ich kann mich besser fokussieren und die Energie, die ich für irrelevante Dinge verbraucht hätte, in das lenken, was mir wichtig ist.

 

Langfristig hilft mir diese Unterbrechung des gewohnten Gedanken- und Gefühlstroms und die Bearbeitung meiner Angelegenheiten damit, bewusst im Moment sein zu können und dadurch mich selbst und andere besser zu verstehen. Dies führt unweigerlich zu einer stärker ausgeprägten emotionalen Intelligenz mit ausgeprägter Empatiefähigkeit, weil ich mich wirklich traue, mich auf die eigene und fremde Erlebniswelt einzulassen und einer stärkeren Befähigung, auf die Berechtigung der eigenen Empfindungen vertrauen zu können.

Ganz klar, es ist ein Lernprozess und dieses Lernen ist anstrengend. Die Arbeit mit und an mir selbst ist psychisch äußerst fordernd, denn ich begegne meiner schärfsten Kritikerin: mir selbst.

Nicht außer Acht lassen sollte man allerdings folgendes: wir alle leisten unterbewusst extrem viel! Wer kennt nicht diese Gedankenkreisel und die immer wiederkehrende Angst, falsche / ungünstige Entscheidungen zu treffen, Unzufriedenheit mit sich selbst oder alltäglichen Situationen, z.B. auf der Arbeit?

Wenn ich aber den Mut aufbringe, mich und andere in verschiedenen Situationen zu reflektieren, kann es mir helfen, liebevoller mit mir und anderen umzugehen, weil ich erst dann wirklich verstehen kann, warum sich der Moment so anfühlt.

boris-smokrovic-123744-unsplash

Wie genau kann ich achtsamer leben?

Es gibt keine genaue Anleitung für mehr Achtsamkeit, aber ich möchte dir hier einen kleinen Einblick geben, was es in konkreten Situationen bedeuten könnte.

Als grober Leitfaden dient mir folgender Ablauf:

  1. Innehalten
  2. Situation und Gefühle reflektieren
  3. Veränderungswunsch kommunizieren bzw. Veränderung selbst herbeiführen

Beipiele für achtsames Verhalten wären z.B.:

  • Einem anderen Menschen ehrlich sagen, wofür man ihn schätzt oder aber auch, wodurch man sich in seiner Gegenwart unwohl fühlt. z.B. im Gespräch mit einer Mitarbeiterin dieser mitteilen „Ich finde es toll, dass du dir so viele Gedanken um die Belange unserer Kund*innen machst.“ oder „Ich fühle mich nicht wohl damit, wie belastet unser Miteinander im Büro durch -Situation einfügen- ist.“
  • Ein Spaziergang ganz allein, dabei die Umgebung wahrnehmen und genießen.
  • Zeit nehmen für einen anderen Menschen, diesem aktiv zuhören, sich ganz auf dessen Inhalte einlassen.
  • Die Arbeit niederlegen, wenn der eigene Körper meldet, dass es genug war. Das bedeutet für mich, mir und meinen Empfindungen zu vertrauen und auf eine wertschätzende Art mit mir umzugehen.
  • Im Supermarkt über den Nutzen eines Produktes nachdenken bzw. warum man es kauft, bevor man es tut. Dazu gehört für mich auch dazu, zu hinterfragen, ob ich dieses Produkt nur aus Gewohnheit kaufe und ob es umwelt-, tier- oder menschenfreundlichere Alternativen gibt. Somit achte ich bei diesem Konsum nicht nur auf meine eigenen Belange, sondern beziehe auch die von anderen Parteien mit ein.

Wo liegt die Verbindung zum Lebenskonzept Minimalismus?

Bei Achtsamkeit geht es vor allem um Bewusstwerdung und diese ist die Grundlage von Minimalismus, sowohl im materiellen, als auch im zwischenmenschlichen Bereich.

Stellen wir und ein Kleidungsstück vor, dass du besitzt, aber zu keinem Anlass trägt. Vielleicht war es ein Geschenk und du hast Angst, diese Person zu verletzen, in dem du dich davon trennst? Vielleicht hast du es für einen Anlass gekauft, an den du dich gerne zurückerinnerst? Ganz banal erinnert es dich eventuell auch an ein Kleidungsstück, dass ein geliebter Mensch oft getragen hat? Es gibt unzähliche Möglichkeiten aber ich denke, du weißt, worauf ich hinaus will: erst wenn ich mir bewusst geworden bin, was mich an ein Besitzstück bindet, kann ich darüber nachdenken, wie ich mit der gewonnen Erkenntnis umgehe. Konkret: was soll mit diesem Kleidungssück geschehen? Brauche ich es denn tatsächlich, um mich an etwas zu erinnern oder trage ich diese Erinnerung nicht eigentlich in mir selbst?

Auch vor Neuanschaffungen ist eine achtsame Auseinandersetzung mit dem potentiell interessanten Produkt hilfreich im Sinne des Minimalismus: welches Bedürfnis befriede ich damit? Hat der Kauf dieses Produkts negative Konsequenzen für Mitgeschöpfe oder den Planeten?

Minimalismus bedeutet für mich auch, mich nicht selbstgewählt mit Menschen zu umgeben, die für meine Entwicklung nicht förderlich sind oder die mich in meiner Entfaltung zu deckeln versuchen. Auch hier braucht es eine achtsame Reflektion um dann Veränderung herbeizuführen und stattdessen einen Kontakt zu pflegen mit Menschen, deren Input für mich zuträglich ist und mit denen ich mich wohlfühle.

Im Ergebnis habe ich festgestellt, dass ich insgesamt wesentlich weniger „Kram“ konsumiere und mich stattdessen fokussiere auf das, was für mich tatsächlich relevant ist und mir gut tut. Wie ich konkret beim Minimalisieren meiner Gegenstände vorgegangen bin, kannst du bei Interesse in meinem Leitfaden nachlesen.

>> Was bedeutet Achtsamkeit für dich?

Sei gut zu dir!

~Alina

 

DIY: Zero Waste Orangenreiniger aus Schalen

In diesem Beitrag zeige ich dir, wie du mit ganz einfachen Mitteln schnell und unkompliziert einen tollen, veganen, zero waste Orangenreiniger selbst herstellen kannst! Dadurch sparst du viel Plastik, musst keinen großen Konzern unterstützen und der Reiniger ist zudem komplett biologisch abbaubar und lebensmittelecht – das bedeutet, er ist absolut umweltfreundlich.

Zum Putzen verwende ich zu Hause ausschließlich selbst hergestellte Reinigungsmittel. Bislang benutzte ich ein Essig-Wasser-Gemisch (1:3) mit einigen Tropfen ätherischem Orangen- oder Zitronenöl.

Vor kurzem habe ich dann aber von einer Möglichkeit gelesen, die Reste von Zitrusfrüchten zu verwenden, um dem Reiniger so auf natürliche Weise einen tollen Geruch zu geben. Das finde ich natürlich super, so wird von den Früchten nichts verschwendet! Also, gleich mal ausprobiert und siehe da: der Reiniger funktioniert einwandfrei.

Besonders jetzt, zur kühlen Jahreszeit, gibt es bei mir oft Mandarinen oder Orangen, mit Zitrone koche ich recht häufig, daher mangelt es nicht an entsprechendem Material.

20180214_125916

Für die Herstellung des Orangenreinigers brauchst du lediglich:

  • ein großes Glas – du kannst sowohl ein leeres Schraubglas verwenden, als auch ein Einweckglas. Hauptseache, es lässt sich verschließen!
  • Essig – ich empfehle dir handelsüblichen Tafelessig, kein Konzentrat (dieses solltest du mit Wasser verdünnen)
  • Schalen von Mandarinen, Orangen, Zitronen…
  • Wasser
  • Spritzbehälter – du kannst eindach eine leere Reinigungsflasche verwenden, in die du deinen Reiniger umfüllst. Da ich so etwas nicht mehr besitze, habe ich mir schon vor langer Zeit in der Gartenabteilung des Baumarktes ein ähnliches Gefäß aus Metall gekauft, mit dem man eigentlich Pflanzen befeuchtet, das funktiert nun schon lange wunderbar.

Wie wird der zero waste Orangenreiniger hergestellt /angesetzt?

Füll Essig in das Glas und wirf nach und nach die Reste deiner Zitrusfrüchte hinzu, verschließe das Glas zwischenzeitlich. Wenn das Glas voll ist (und mit voll meine ich vollgestopft) mit Schalen, stell das Glas für mindestens 2 – 3 Wochen an einen dunklen Ort. Achte darauf, dass alle Schalen von Essig bedeckt sind um Schimmel am oberen Rand zu vermeiden.

Nach 3 Wochen hat der Essig eine leicht orangene Farbe. Nimm die Schalen aus dem Essig und misch ihn mit etwa der doppelten Menge Wasser: fertig!

Viele Menschen glauben irrtümlich, die ganze Wohnung würde nach Essig riechen, wenn man damit putzt. Tatsächlich verfliegt Essig aber sehr schnell und hat eine tolle, reinigende Wirkung. Probier diesen müllarmen und veganen Reiniger doch einmal aus!

Sei gut zu dir!

~Alina

 

Nach oben ↑