Tiertransporte: Billiges Fleisch hat seinen Preis

Ein Beitrag über das Grauen Tiertransporte von Kai, der dazu für seine Bachelorarbeit recherchiert hat und sich seit vielen Jahren aktiv für Tierrechte einsetzt.

„Moin, Moin!“ grunzt das lachende Schwein mit der Sonnenbrille. Daneben eine Kuh, die entspannt auf der Sonnenliege ein Glas Milch schlürft.

Solche zynischen Aufdrucke findet man häufig auf den Rückseiten von Tiertransporten. Die Realität ein paar Meter weiter vorne, sieht jedoch ganz anders aus: traurige, verängstigte und hoffnungslose Individuen, die nie Liebe oder eine Wiese gespürt haben.

Schaut man durch die Luken, ist man wie in einer anderen Welt.

Alle anderen Probleme scheinen auf einmal so klein.

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Kai dokumentiert gemeinsam mit weiteren Aktivist*innen der Gruppe Leipzig / Halle Animal Save den Zustand der Tiere nach ihren oft Stunden dauernden Transporten bis zum Schlachthof und schenkt ihnen einen kurzen Moment Respekt und Mitgefühl vor dem, was sie im Inneren des Schlachthofs erwartet.

Die Thematik Tiertransporte sogenannter „Nutztiere“ sollte mich dann durch meine Bachelorarbeit beschäftigen, was sie auch noch lange Zeit nach meiner Bearbeitung tat. Ich hatte ein wenig Sorge, dass es mir durch die vielen aufgesuchten Mahnwachen mit The Save Movement schwer fallen würde, objektiv zu bleiben. Das fiel mir jedoch überraschend leicht. Ich dachte mir nur noch ab einem Zeitpunkt, wie ich es schaffen könnte, diese ganzen nicht zufriedenstellenden gesetzlichen Regelungen so zu erläutern, damit auch der*die letzte Leser*in selber erkennen würde, dass die nicht genug sind.

Zu Beginn fiel mir sofort auf, dass es ein sehr literaturarmes Gebiet ist. Zum Straßenverkehr in Deutschland gibt es fast zu jeden erdenklichen Themenfeld Unmengen an Literatur. Bei dem einzigen Themenfeld, in dem nichtmenschliche Lebewesen transportiert werden, jedoch vergleichsweise sehr wenig. Vielleicht liegt es daran, dass es zu Beginn ein sehr unübersichtliches Thema ist. Die Transporte werden oft unterschieden. Viele nationale als auch eine europäische Verordnung spielen eine Rolle. Des Weiteren gibt es, wie bei fast jedem deutschen Gesetz, Unmengen an Ausnahmen.

Nachdem ich mich mit den gesetzlichen Vorgaben beschäftigt hatte, stellte sich mir immer öfter die Frage, inwiefern das jetzt die Tiere schützen soll, wie es der Name der Tierschutztransportverordnung (TierSchTrV) oder der europäische Verordnung zum Schutz von Tieren bei Transporten (EU (VO) Nr. 1/2005) eigentlich erahnen lassen soll. Viele Tiere erkranken und sterben gerade durch und während des Transports. Vor allem die sogenannten Langstreckentransporte erhöhen die Mortalitätsrate. Millionen von Tieren werden bei den Langstreckentransporten außerhalb der EU transportiert, hauptsächlich in die Türkei und Nordafrika. Dort werden die Tiere von keinem Gesetz geschützt. Kontrollen sind daher nicht mehr möglich. Insgesamt fiel mir auf, dass viele Regelungen sehr schwammig sind.

Die Verordnungen geben vor, dass verletzte Tiere als transportunfähig gelten. Für leicht verletzte und leicht kranke Tiere gilt das jedoch nicht.

Des Weiteren sind in den Verordnungen keine exakten Flächenvorgaben pro Tier angegeben. Die Angaben beziehen sich stattdessen auf die Fläche pro Gewichtskategorie. Sogenannte „Geflügeltiere“ müssen in Transportbehältnissen transportiert werden, die man sich wie große, meist gelbliche, Plastikboxen vorstellen kann. Diese werden dann solange neben- und übereinander gestapelt, bis der Transporter voll ist. Die Boxen sind gesetzlich festgelegt sehr niedrig, so dass die Luft nicht zirkulieren kann. Weiterhin können die Tiere darin nur gebeugt hocken und nicht aufrecht stehen. Die ausgestoßenen Exkremente fließen von den oberen auf die unteren Tiere.

Es gibt in allen Bereichen viele Kritikpunkte, von denen ich einige in Kurzform erwähnen möchte. Während des Transports erfordern die Fahrbewegungen für die Tiere einen ständigen Kraftaufwand, um das Gleichgewicht zu halten. Mast- und Schlachttiere aus der Intensivtierhaltung verfügen nicht über eine ausreichende Muskelmasse, solche Anstrengungen überhaupt auszuhalten. Diese Tiere sind daher schnell erschöpft.

Ein weiterer Kritikpunkt ist der erlaubte Einsatz von Stromstößen beim Be- und Entladen. Grundsätzlich soll der Einsatz von Stromstößen vermieden werden. Wenn ausgewachsene Tiere jedoch die Fortbewegung verweigern, dürfen Stromstößen für maximal eine Sekunde an der Muskelpartie des Hinterviertels verabreicht werden. Das lässt sich in der Praxis nicht oder schwer kontrollieren und erhöht nur noch unnötig den schon zu hohen Stress der Tiere.

Lange Wege, langes Leiden.

Der wohl bekannteste Kritikpunkt ist die erlaubte Transportzeit.

Eine höchstzulässige Gesamttransportdauer ist gesetzlich nicht vorgesehen, so dass bei Einhaltung der Ruhezeiten ein Transport praktisch ohne zeitliche Begrenzung erfolgen kann.

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Kai demonstriert mit Aktivist*innen des Leipzig / Halle Animal Save für ein Ende der kommerziellen Tierausbeutung, hier vor dem Schlachthof in Weißenfels.

Stell dir am besten deine längste Autofahrt vor. Tausche den Sitzplatz mit einem festen metallartigen Stoff aus, darauf noch Exkremente. Der Grund und die Länge der Fahrt ist dir unbekannt. Neben dir befinden sich weitere Menschen, von denen du die meisten noch nie gesehen hast. Einige von denen greifen dich ständig an und verletzten dich. Es gibt keinen Sicherheitsgurt und du rutschst dauerhaft zwischen den Sitzen hin und her. Essen gibt es ebenfalls nicht. Die Fenster im Auto sind dauerhaft geöffnet, egal welche Witterung. Du kannst nicht sehen, was vor dir kommt und welche Fahrbewegung der Fahrer als nächstes durchführt. Neben dir übergeben sich die Menschen, ein paar liegen sogar im Sterben. Das musst du jetzt für eine unbegrenzte Zeit aushalten. Ich glaube jeder kann sich gut vorstellen, was das für eine Höllenfahrt ist.

Natürlich könne gesagt werden, dass noch kein Gesetz perfekt entstanden ist und daran über Jahre gearbeitet werden muss. Jedoch scheint die Umsetzung des jetzigen Gesetztes nicht einmal eine große Rolle zu spielen.

Gerade einmal 1 % der Tiertransporte in Deutschland werden überhaupt kontrolliert.

Die Transporte, die einer Kontrolle unterzogen werden, weisen in der Regel enorme Beanstandungen auf. Kommt es zu strengen Kontrollen, umfahren viele Transportunternehmen gezielt bestimmte Regionen. Die Strafe und die Dauer der Kontrolle schaden dem Unternehmen mehr, als die zusätzlichen Spritkosten.

Positiv betont werden kann aber eine Nichtregierungsorganisation, die ich durch die Bachelorarbeit erst kennengelernt habe. Die NGO Animals Angels setzt ihren Schwerpunkt komplett auf Tiertransporte. Sie führen, falls möglich, eigenständige Kontrolle durch und dokumentieren Missstände und bringen diese zur Anzeige. Bei Bedarf schult Animals Angels die Polizei oder andere Behörden. Dieses Konzept läuft zur Zeit in mehreren Ländern auf der ganzen Welt und stellt einen guten Schritt in die richtige Richtung dar, ersetzt aber keinesfalls häufigere ganzheitliche Kontrollen und strengere gesetzliche Regelungen.

Die oben genannten Vorschriften resultieren ursprünglich aus dem Grundgedanken, das „Tierwohl“ durch bestimmte Festlegungen zu verbessern.

Die Vorgaben sind jedoch nur darauf ausgelegt, die Tiere möglichst lebend am Zielort anzubringen, um sie dort dann schließlich zu töten oder auszubeuten.

Ein gewisser „Verlust“ durch die Transporte wird dabei von den Unternehmen hingenommen. Deutlich wird das, weil die Unternehmen Mortalitätsraten bei Geflügeltieren und Schweinen im unteren zweistelligen Bereich bereits vorher einkalkulieren.

Doch was kannst du tun? Auch wenn die meisten Verstöße „nur“ Ordnungswidrigkeiten sind, die nach pflichtgemäßen Ermessen verfolgt werden können, solltet ihr immer, wenn ihr einen Tiertransporter entdeckt, der augenscheinlich starke Unregelmäßigkeiten aufweist, die Polizei oder, zu Öffnungszeiten, das zuständige Veterinäramt kontaktieren. Um dieses System gar nicht erst zu unterstützen, solltest du vegan leben.


Bock mitzumachen?

Du möchtest selbst an einer Aktion des Animal Save Movement teilnehmen um auf die Zustände in Tiertransportern aufzuklären und dir ein eigenes Bild vom Zustand der Tiere zu verschaffen? Per Suchmaschine findest du mit den Begriffen „Animal Save Movement“ + deinem Wohnort (falls ländlich: größere Stadt in der Nähe) sicherlich ein passendes Chapter.

Aus eigener Erfahrung empfehlen kann ich dir die Animal Save Movement Chapter Leipzig / Halle, Chemnitz und Dresden. Hier kannst du mich, Kai und viele weitere nette Aktivist*innen regelmäßig treffen!

Auch wenn du nicht teilnehmen kannst freuen sich die Orgas über ein Facebook-Like, um die eigene Reichweite zu erhöhen. Tausend Dank!

 

Meckerpost// Veganer Senf im Internet

oder: Wie Falschaussagen und Selbstprofilierung mir den Spaß an veganen Foren vermiesen

Wie die meisten von euch bin ich oft in den sozialen Medien unterwegs- auch, weil ich eben diesen Blog führe. Dabei fallen mir einige Aussagen auf, die in scheinbar jedem Kontext in jeder veganen Gruppe auf Facebook reflexartig wieder behauptet und kommentiert werden, die oftmals schlichtweg falsch, überhaupt nicht zielführend sind und die der veganen Bewegung meines Erachtens nachhaltig schaden.

Daher nehme ich mir in diesem Beitrag die Top 4 der für mich nervigsten Aussagen vor und gebe heute meinen eigenen Senf dazu- hier und da etwas frech, zugegeben- aber da staut sich auch etwas an über die Jahre. Es würde mich wundern, wenn Du hier nicht auch die ein oder andere Aussage liest, bei der du die Augen nicht weit genug in den Hinterkopf drehen kannst.

1 „Eier sind Hühnermenstruation.“

Nein, Eier sind keine Hühnermenstruation! Menstruationsblut besteht aus abgestoßener Gebärmutterschleimhaut, ein (Hühner-)Ei nicht. Es stimmt, dass ein (Hühner-)Ei die Eizelle enthält (befruchtet oder unbefruchtet), aber zu sagen, dass das Legen von Eiern das selbe wie menstruieren ist, ist schlichtweg falsch.

Und abgesehen davon: Es ist doch gar nicht nötig, Eier als Menstruationsprodukt zu bezeichnen um es „eklig“ wirken zu lassen. Mentruationsblut ist nämlich überhaupt nicht eklig, sondern ganz normal. Ob man allerdings etwas essen möchte, das aus dem gleichen Loch kommt, aus dem das Federtier auch kackt (Eier kommen aus der sogenannten Kloake)- das mag jede*r Konsument*in selbst entscheiden. Bäm.

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2 „Ersatzprodukte sind pure Chemie.“

Eine Aussage, wie sie pauschaler kaum sein könnte. Ja, alles im Leben besteht aus Chemie, da gibt es nichts zu leugnen- das ist aber per se überhaupt nichts schlechtes. Man sollte bei Ersatzprodukten ganz deutlich differenzieren, welche Inhaltsstoffe als bedenklich betrachtet werden können. Dies gilt allerdings nicht nur für Ersatzprodukte, sondern für alle Produkte! Wenn man beispielsweise die Inhaltsstoffangabe von veganem Wurstaufschnitt  mit der von tierischem Wustaufschnitt vergleicht fällt auf, dass diese oftmals gleichlang sind und ähnlich fremdartig klingende Begriffe enthalten, die oftmals Bindemittel, Aromen- und Farbstoffe bezeichnen und ggf. auch kaschieren sollen.  Kritik an konkreten Inhaltstoffen ist selbstverständlich gerechtfertigt und kann ein sinnvoller Beitrag im Gespräch sein- allerdings lese ich solch explizite Hinweise eher selten.

Übrigens, Tofu ist kein Ersatzprodukt, wird aber immer wieder gern so bezeichnet. Tofu ist seit Jahrhunderten ein Grundnahrungsmittel im asiatischen Raum.



3 „Produkt XY ist vielleicht lecker, aber viel zu ungesund und überhaupt kann man das viel besser selber machen.“

In jeder Kommentarspalte gibt es unter 50 Kommentaren auf eine Frage nach dem Geschmack oder der Verfügbarkeit eines Produkts einfach immer diese zwei, drei Super-Veganer*innen, die ihren vermeindlich viel gesünderen Senf auf jede- noch so unpassende- Frage streichen müssen. Erfahrungsgemäß interessiert es wirklich niemanden, dass ihr euer Leben perfekt meistert und es selbstverständlich neben 5 geretteten Hunden und zwei Jobs und ’nem Kind und ’ner Beziehung und ’nem Hobby und… noch schafft, all eure zuckerfreien, glutenfreien Aufstriche selbst zu machen. Und nein, natürlich nicht im Thermomix- das wäre aber auch echt nicht öko genug. Ironie aus.

Mensch Leute, reißt euch doch bitte mal ein bisschen zusammen und beantwortet einfach die Frage! Es ist toll, andere Menschen an den eigenen Erfahrungen teilhaben zu lassen und Erprobtes zu teilen- wirklich! Aber nur, wenn auch danach gefragt wurde! Es ist hingegen gar nicht toll, seinen Mitmenschen ständig etwas aufzudrängen, ihnen dadurch das Gefühl zu geben, den veganen Gedanken nicht gut genug umzusetzen, gegen Andere abzustinken und den eigenen Körper durch den Genuss von veganer Torte mit Industriezucker mutwillig zu zerstören.

4 „Impfen ist nicht vegan.“

Mir schwillt ja meistens schon beim Lesen der ersten Kommentare zum Thema -egal um was es im Ausgangspost ging- der Kamm! Ja, die Impfstoffe sind nicht vegan und ja, sie wurden an Tieren getestet und JA, das ist scheiße. Scheiße, da, ich hab’s geschrieben! Aber: sich und seine Kinder deswegen nicht zu impfen und dadurch diese und Millionen anderer Menschen hochansteckenden, unheilbaren Infektionskrankheiten auszusetzen, die schwerwiegende (Spät-)Folgen wie körperliche und geistige Behinderungen und den Tod haben- das kann nun wirklich auch nicht ethisch korrekt (und vegan) genannt werden.

Das Ziel eines ethisch motivierten veganen Lebenstils wäre doch etwa so: Das Leid von Tieren (inkl. Menschen!) verringern, bestenfalls abschaffen. Das das mit einem Leben in dieser Gesellschaft nicht immer und nicht einhundertprozentig geht, das weiß doch jede*r von uns! Abgesehen von den Personen, die wirklich in ihrer Hütte wohnen, ihre Pflanzen ohne Pestizide anbauen, keine Medikamente nehmen, nie Auto und Co fahren, kein Handy, TV oder sonstwas haben (und, und, und… ihr versteht, was ich meine) müssen wir alle damit leben, dass einige unserer Handlungen ethisch nicht einwandfrei sind- das geht in dieser globalisiwerten Welt auch kaum noch! Es geht darum, die bessere Entscheidung zu treffen und auch das im eigenen Tempo.

Es ist wissenschaftlich anhand von Statistiken eindeutig belegt (ja, wirklich!), dass man als nichtgeimpfte Person ein unfassbar hohes Risiko für sich und andere ungeimpfte Personen darstellt und das die Wahrscheinlichkeit einen Impfschaden zu erleiden extrem gering ist. Und ja, es tut mir leid, wenn ihr eine Person in der Familie oder dem Bekanntenkreis habt, die einen Impfschaden erlitten hat. Das ist furchtbar- wirklich!- aber es verändert eben die statistische Wahrheit nicht, dass es für die Person selbst und alle Mitmenschen wesentlich sinnvoller ist, sich impfen zu lassen, als es nicht zu tun. Impfen rettet leben! Auch, bis in Zukunft vegane Impfstoffe entwickelt werden, ist impfen eine vegane (die „veganere“/ ethisch korrektere/ verantwortungsvollere) Handlung.

An alle Hater: Mir ist übrigens absolut bewusst, dass es eine persönliche Entscheidung ist, sich impfen zu lassen. Noch. Bei Kindern verstehe ich persönlich da keinen Spaß- denn die können nichts dafür, dass ihr da nicht gut genug informiert seid. Und nein, ich hab nicht an der Youtube-Universität studiert und bin nicht von der Pharmaindustrie gekauft (haaa haaa- wie lustig.), sondern ich bin Krankenschwester und Heilpraktikerin- ja, echt, kein Scherz.

So, das musste jetzt einfach mal raus! Mir ist klar, dass ich mich damit nicht unbedingt bei allen beliebt mache- aber ich sags trotzdem.

Haltung hat, wer sich nicht bückt und doch geneigt ist.

– Klaus Klages

An alle, die es frohen Mutes und vielleicht etwas schmunzelnd bis hier her geschafft und noch keine Gewaltfantasien entwickelt haben wünsche ich noch einen fabelhaften Tag.

Ich bin dankbar für euch alle, die das Miteinander online schön machen! Vegane Gruppen können auch wundervoll und inspirierend sein.

Lasst es euch gut gehen!

~ Alina



Interview mit den Gründerinnen des Chemnitz Animal Save

Liebe Marlene, liebe Diana, bitte erzählt uns doch ein wenig über euch, damit wir uns ein Bild von euch machen können.

Marlene: Ich bin 22 Jahre alt und lebe seit über 3 Jahren vegan. 2017 bin ich aus Leipzig zum Studieren nach Chemnitz gezogen. Ich mache super gerne morgens Yoga und esse danach Pancakes. 😀

Diana: Ich bin 28 Jahre alt und lebe und arbeite in Chemnitz. Ich lebe seit 4 Jahren vegetarisch und seit 2 Jahren vegan. Ich koche gern und mache auch Yoga.

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Ein Blick sagt mehr als tausend Worte. Für die Aktivist*innen des Animal Save Movements ist es wichtig, dass die Tiere in ihren letzten Minuten Zugewandheit und Respekt erfahren.

Wie seid ihr dazu gekommen, euch aktiv für Tierrechte einzusetzen?

Marlene: Ich habe mal auf einer Kuhfarm gearbeitet und musste dort den ganzen Tag die Kühe melken. Es war erstmal ein großer und immens wichtiger Schritt für mich, die Sinnlosigkeit der Tiernutzung anzuerkennen. Bis ich überhaupt aktiv geworden bin, hat es dann nochmal fast 2 Jahre gedauert.  Vegan sein ist in meinen Augen eine passive Form des Widerstands, dabei ist es umso wichtiger, mehr Menschen die Augen zu öffnen!

Diana: Zunächst habe ich mich auf eine pflanzenbasierte Ernährung umgestellt, weil ich gesünder leben wollte. Dabei waren Youtuber und Blogger eine wichtige Informationsquelle. Dadurch bin ich auch auf das Thema Tierrechte aufmerksam geworden. Wenn man sich mit dem unnötigen Leid der Tiere beschäftigt, kann man schnell verzweifeln und verbittern. Also war es für mich eine logische und notwendige Konsequenz mich für die Tiere einzusetzen.

Ich wünsche mir selbst, dass jemand mich früher über die Tierrechte und darüber wie unkompliziert eine vegane Lebensweise realisierbar ist, aufgeklärt hätte.

Über den Aktivismus habe ich dann Marlene kennengelernt und wir beide wollten gern eine Save-Gruppe gründen.

 

Die Tierschutzgruppe, die ihr beiden mitgegründet habt, ist eine Ortsgruppe des Animal Save Movements. Was sind die Grundsätze dieser Gruppe und warum habt ihr euch für sie als Schirmgruppe entschieden?

Marlene: Unser Aktivismus ist liebebasiert. Das bedeutet, dass unser Aktivismus sich nicht gegen LKW-Fahrer*innen oder Schlachthausmitarbeiter*innen richtet, sondern gegen das gesamte auf Ausbeutung und Unterdrückung aufbauende System.

Es geht darum, das Leid der Tiere zu bezeugen, es durch die sozialen Medien zu verbreiten, sozusagen als „Wake up call“.

Die Gemeinschaft, die sich dadurch bildet, ist sehr stark. Es ist natürlich, bei einer Mahnwache zu weinen – und unbezahlbar, durch die Gemeinschaft aufgefangen zu werden.

Diana: Es geht darum zu zeigen, dass sich sogenannte Nutztiere in ihrem Wesen nicht von unseren Haustieren unterscheiden. Sie zeigen deutliche Anzeichen von Angst und Neugier und sind liebebedürftig wie z.B Hund und Katze. Der Schlachthof ist kein Ort, an dem ich mich gern aufhalte. Aber die direkte Anteilnahme an der auswegslosen Situation der Individuen auf den LKWs, bewegt viel in der eigenen Innenwelt. Das sind oft ein großes Mitgefühl, Trauer und Wut. Wer die traurigen Augen eines Schweines sieht, versteht dass er nicht nur eine Wurst isst, sondern Jemanden.

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In den Transportern stehen die Tiere meistens dicht aneinander.

Hauptbestandteil eures Wirkens sind ja die sogenannten Vigils (zu deutsch: Mahnwachen)- was genau kann ich mir darunter vorstellen?

Marlene: Wir postieren uns entlang der Zufahrtsstraße zum Schlachtbetrieb, wo wir mit Transparenten, Plakaten und Kerzen die LKWs erwarten. Hält ein LKW an, so treten wir an ihn heran und verbringen einige Minuten mit den Tieren oder filmen sie.
Die Mahnwachen kündigen wir vorher auf Facebook an, im Schnitt sind wir so 10-15 Menschen. Bei unserer Weihnachtsmahnwache waren wir allerdings 60 Menschen! Das war der Wahnsinn.

Diana: Wir sind darauf angewiesen, dass die LKW-Fahrer sich 2-3 Minuten Zeit nehmen und für uns anhalten. Auch wenn es manch Einen irritieren mag, dass wir freundlich winken und Peace-Zeichen machen, so gehen wir respektvoll mit allen Fahrern und Mitarbeitern um. Wir haben so die Chance möglichst viele Individuen auf den LKWs zu sehen und wir möchten ein friedliches Zeichen setzen.

Was gibt es bei der Teilnahme an einem eurer Vigils zu beachten?

Marlene: Am wichtigsten ist es, ruhig zu bleiben. Die Tiere befinden sich stundenlang in dem engen Tiertransporter, und wir wollen ihre Nerven nicht noch mehr strapazieren. Vielleicht verspürt man das Bedürfnis, die Hand durch die Luke zu stecken – das ist jedoch unerwünscht, da so ganz leicht Krankheiten übertragen werden können.

Diana: Es gibt zu Beginn jeder Mahnwache ein sogenanntes Briefing, bei dem die wichtigsten Punkte erklärt werden. Wer später dazukommt oder zum ersten Mal bei der Aktion dabei ist, meldet sich am Besten bei den Organisatorinnen. Gern könnt ihr uns auch vor der Mahnwache anschreiben und eure Fragen loswerden. Wir freuen uns immer über neue Teilnehmer*innen.


Tausend Dank für das tolle Interview liebe Diana und Marlene!

Und euch, lieben Leser*innen, die jetzt ganz hibbelig und vor Motivtion beinahe platzend auf dem Stuhl sitzen, kann ich nur die Empfehlung aussprechen, sich bei der nächsten Mahnwache am 22.03.19 in Altenburg gemeinsam mit mir, Diana, Marlene und einigen weiteren Aktivist*innen für Tiere stark zu machen! Kommt vorbei und werdet Teil einer tollen Truppe und einer guten Sache!

Mehr Infos zur nächsten Mahnwache findet ihr in der Veranstaltung auf Facebook.

Außer der Teilnahme an einem Vigil freuen sich die Aktivist*innen vom Animal Save Movements Chemnitz auch über ein Like auf ihrer Facebook-Seite und einem Follow auf Instagram. Spread the love!

Seid gut zu euch!

~ Alina

 

Was ich gerne schon gewusst hätte, als ich vegan wurde. FAQ und Tipps!

Du hast dich entschieden vegan zu leben? Super! Natürlich weißt du zu diesem Zeitpunkt schon, was „vegan leben“ bedeutet: das Weglassen aller tierischen Erzeugnisse- sowohl in Lebensmitteln, als auch in sonstigen Konsumgütern- und in meinem Verständnis auch  ein generell achtsames Leben hinsichtlich der Rechte aller anderer Lebewesen. Herauszufinden, welche Lebensmittel und Produkte vegan sind (und welche nicht) ist dank des Internets heute keine große Kunst mehr. Oftmals hilft eine schnelle Suchmaschinenabfrage und man ist schlauer. Trotzdem gibt es rückblickend einige Dinge, die ich erst nach und nach herausgefunden habe und die den Einstieg in das vegane Leben aber wesentlich angenehmer machen. Deswegen habe ich in diesem Beitrag alles aufgeschrieben, was ich gerne schon gewusst hätte, als ich vegan wurde. Ja, dieser Artikel spiegelt meine persönlichen Erfahrungen wider und ist dadurch sehr subjektiv! Aber ganz ehrlich, genau das hätte mir persönlich am Anfang auch geholfen; Jemand, der mich an die Hand nimmt und sagt: „Komm probier es erstmal hier mit und dann siehst du weiter“. Genau das ist es, was ich hiermit leisten möchte Also dann: ran an den veganen Speck!

Vegane Ersatzprodukte? Super für den Umstieg!

Mein allererster Tipp ist: mache dir bewusst, wie viele der Lebensmittel, die du bislang gerne konsumiert hast, ohnehin -oft- vegan sind: Spaghetti Napoli, Pommes, Obst…

Für alle tierischen Produkte gibt es mittlerweile ein veganes Äquivalent: vegane Sahne, veganer Käse und so weiter. Für die Umstellung sind diese Podukte toll! Meine Empfehlung ist ganz klar, für einen einfachen Umstieg auf eine pflanzliche Kost auf diese Produkte zurückzugreifen und sich dann im Laufe Zeit nach und nach umzuschauen, welche Dinge man ggf. selber machen kann oder welche man vielleicht gar nicht braucht.

Vegane Käsealternativen habe ich das ganze erste Jahr als Veganerin geradezu verschlungen, mittlerweile überbacke ich fast immer mit Hefeschmelz, einfach weil ich es noch leckerer finde und weil es eben viel günstiger ist. Diese Entwicklung braucht aber Zeit und meiner Meinung nach ist es absolut legitim, sich diese Zeit auch zu nehmen.

Ja- die Ersatzprodukte sind oft in unfassbar viel Plastik verpackt, hoch verarbeitet und auch nicht sonderlich gesund, ABER sie sind vegan, sie schmecken und sie machen einfach alles leichter. Also: schlag zu, probier alles aus und freu dich auf all die leckeren Dinge, die du da entdecken kannst!

Ersatzprodukte, die mir besonders gut schmecken und die du im stinknormalen Discounter kaufen kannst:

  • Frischkäse von SimplyV z.B. bei Rewe, Kaufland
  • Bratwurst von LikeMeat z.B. bei Edeka, Kaufland
  • Hefeflocken von Naturrata, Rinatura, Dr. Ritter z.B. bei tegut (Absolutes Musthave bei mir, denn es gibt allem einen käsigen Geschmack! Streu es pur auf deine Gerichte, mach veganen Parmesan, Hefeschmelz oder verarbeite es mit Nüssen zu einem veganen Käse- immer superlecker!)

Welche Milch für den Kaffee? Hallo Milchschaum, Tschüß Ausflocken!

Hier hat natürlich Jede*r ihre*seine persönlichen Lieblinge. So schön die Auswahl auch ist zwischen Milchalternativen aus Soja, Hafer, Reis, Cashew, Macadamia, Dinkel und vielen anderen Pflanzen, so überfordernd kann sie zu Beginn auch sein. Aus persönlicher Erfahrung weiß ich: die meisten Veganer*innen, die ich kenne, trinken im Kaffee am liebsten Hafermilch oder Sojamilch. Da ich zu den Sojamilch-Liebhaberinnen gehöre, kann ich dir hier meine persönlichen Favoriten im Kaffee verraten: Sojamilch von Provamel und Natumi. Sie sind beide bio und schmecken meiner Meinung nach ziemlich neutral. Kaufen kann man sie in den meisten Biomärkten wie z.B. Denns oder im Reformhaus. Wenn es mal schnell gehen muss und ich auf einen Discounter zurückgreife, dann liebe ich die Alpro Soya light oder -für fancy Vanille Macchiatos- den Sojadrink Vanille aus dem Lidl.

Übrigens: wenn die Milch im Kaffee ausflockt, probier mal etwas mehr Milch zu verwenden oder die Milch zu erwärmen. Mit meinen Milchsorten passiert das zwar nicht, aber mit anderen Sorten ist das auch bei mir schon vorgekommen.

Da ich persönlich Latte Macchiato und Milchkaffee über alles liebe, nutze ich zum Aufschäumen der Milch einen kleinen elektrischen Milchaufschäumer von Rossmann, da geht aber natürlich auch jedes andere Methode. Der Milchschaum wird dabei 1a, vor allem bei Sojamilch; andere Milchsorten lassen sich erfahrugsgemäß schwer bis gar nicht schäumen – auch nicht mit Gerät.

Du suchst eine pflanzliche Milch, die genauso schmeckt wie Kuhmilch und hast Angst, du kannst nicht auf sie verzichten? Eine pflanzliche Milch, die genauso schmeckt wie Kuhmilch gibt es in meinen Augen nicht. Bäm. Die gute Nachricht ist aber: Vermutich wirst du Kuhmilch nicht lange vermissen- die Geschmacksnerven haben sich bei mir schon kurze Zeit nach der Umstellung auf vegane Kost total umgestellt. Pflanzenmilch war -neben Käse- das Lebensmittel, vor dem ich „am meisten Angst“ hatte. Diese war, rückblickend betrachtet, völlig unnötig.

Mein Tipp: Starte mit Sojamilch und probier dich durch verschiedene Firmen durch. Nur, weil dir die Sojamilch einer bestimmten Marke nicht schmeckt, heißt das noch lange nicht, dass du keine Sojamilch magst! Solltest du da nicht fündig werden, dann probier doch mal Hafer oder einen anderen Pflanzendrink aus- ganz sicher findest du deinen neuen Favoriten nach einiger Zeit!

 

Was mache ich mit meinen unveganen Sachen und Lebensmitteln?

Wir alle hatten irgendwann Produkte tierischen Urprungs in unserem Besitz: Lederschuhe, Daunendecken, Lebensmittel, Kosmetik… Unweigerlich stellt sich bei einem Umstieg auf einen veganen Lebensstil die Frage: Wohin jetzt damit?

Letztenendes entscheidest du allein, wie du mit dieser Situation umgehen möchtest. Dabei ist meiner Meinung nach jede der folgenden Varianten absolut legitim: Produkt aufbrauchen, weitergeben oder wegschmeißen und nicht nachkaufen.

Für mich persönlich sind Produkte aus Leder zum Beispiel ziemlich eklig geworden, denn ich sehe vor meinem inneren Auge nur noch die abgezogene Haut eines gequälten Lebewesens und möchte das gar nicht an meinem Körper haben. Viele haben aber beispielsweise eine Ledertasche oder Lederschuhe, die noch gut in Schuss sind und die sich vor dem Produkt Leder als solches nicht ekeln. Persönlich finde ich es absolut in Ordnung, diese Dinge aufzutragen! Es ist keinem Tier damit geholfen, wenn du diese Produkte wegschmeißt. Die einzige Ausnahme wäre für mich Echtpelz, da ich diese Produkte öffentlich nicht zur Schau stellen wollen würde um den Markt nicht noch weiter anzukurbeln und um die Message „Echtpelz tragen ist okay“ nicht zu verbreiten. Echtpelz würde ich an eine Tierschutzorga spenden (einfach mal anfragen, die können das oft zu Demozwecke verwenden) oder wegwerfen.

Unvegane Lebensmittel aufzubrauchen halte ich ebenfalls für völlig legitim, auch, wenn ich es selbst nicht gemacht habe. Stattdessen habe ich meine unveganen Lebensmittel einfach an Freund*innen verschenkt oder in Facebook-Verschenkegruppen oder im Foodsharing eingestellt. Für Lebensmittel findet sich immer ein*e dankbare*r Abnehmer*in, bitte nicht wegwerfen- damit ist keinem Tier geholfen!

Bei Produkten aus dem Körperpflege- / Kosmetik- und Reinigungsbereich stellt sich neben der Frage nach unveganen Bestandteilen auch die Frage nach durchgeführten Tiervesuchen. Eine einfache Faustregel ist hier: Wenn die Firma nach Asien exportiert, sind die Produkte zwangsläufig an Tieren getestet, da dies dort Voraussetzung für die Zulassung auf dem Markt ist. Damit fallen die meisten einschlägig bekannten Marken raus- auch, wenn sie auf ihren Internetseiten versichern, sie würden keine Tierversuche durchführen. Nicht für den europäischen Markt vielleicht, sehr wohl aber für den globalen Markt.

Pass auch auf diese Formulierungen auf:

  • „Produkt nicht an Tieren getestet“ bedeutet nur, dass das Endprodukt nicht an Tieren getestet wurde- die Rohstoffe, aus denen das Produkt zusammengesetzt ist, können aber sehr wohl an Tieren getestet sein!
  • „Wir engagieren uns gegen Tierversuche“ bedeutet nicht, dass die Firma nicht auch selbst Tierversuche durchführen lässt.

Wenn du sichergehen möchtest, dass dein Produkt vegan ist, empfehle ich dir diese Liste von Peta.

Du suchst noch Orte, an die du deine aussortierten Dinge geben kannst? Schau mal in meinem Minimalismus-Leitfaden unter dem Punkt „Aussortiertes weitergeben“ nach!

„Produkt kann Spuren von Ei und Milch enthalten.“ Und nu?

Viele stolpern an ihren ersten Tagen über diesen Satz auf der Rückseite von Lebensmittelverpackungen. Fakt ist: Dieser Satz bedeutet nicht, dass das Produkt nicht vegan ist, sondern lediglich, dass es in einer Produktionsanlage hergestellt wurde, in der auch tierische Produkte verarbeitet werden und richtet sich vorrangig an Personen mit Allergien. Das heißt im Klartext: wenn die restlichen Inhaltsstoffe vegan sind, schlag ruhig zu!

Die meisten Inhaltsangaben auf Packungen sind eindeutig vegan oder unvegan- aber nicht alle! Im Artikel „Bewusst einkaufen“ habe ich unter Punkt 2 die wichtigsten unveganen Zutaten (auch E-Nummern) aufgelistet, damit du alles schnell erkennst.

Keine Bange, vegan einzukaufen ist eine Frage der Übung und wird dir schnell sehr leicht fallen!

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Soziale Ausgrenzung? No thanks.

Viele haben vor dem Schritt hin zum veganen Leben eine ganz große Sorge: Was werden die anderen denken? Was wird meine Familie sagen, wenn ich auf der nächsten Feier nichts von Tante Helgas berühmten Eierlikör trinke? Jetzt muss ich ja immer vorher gucken, ob ein Café vegane Milch anbietet, geht da nicht völlig die Spontanität verloren? Läd mich so noch jemand zum Geburtstag ein, obwohl ich fast nichts vom Buffet nehme?

Niemand hat Bock auf Ausgrenzung wegen dem eigenen Ernährungs- oder Lebensstil und das muss auch nicht sein. Klar- seine Familie kann man sich in aller Regel nicht aussuchen, da muss man „mit dem arbeiten was da ist.“ Aber auch das geht! Die Gefahr ist meines Erachtens weniger, dass du nicht mehr eingeladen werden wirst, sondern vielmehr, dass du wesentlich mehr Aufmerksamkeit bekommst, als du vermutlich spätestens nach kurzer Zeit -auf diese Weise- willst. Gerade zu Beginn der Umstellung häufen sich Fragen von interessierten, teilweise besorgten Menschen nach dem eigenen gesundheitlichen Wolbefinden und Gründen für die Entscheidung, die dann leider innerhalb kürzester Zeit in Rechtfertigungsversuche der eigenen Lebensweise ausarten, die mit den immergleichen Plattitüden zu belegen versucht wird. Die ersten zehnmal habe ich gerne erklärt, warum Kühe „nicht ohnehin Milch geben“ oder das „in Pflanzen ausreichend Proteine sind“, aber wenn dann die zwanzigste Geschichte von „dieser einen Veganerin, die ihr Kind mit der aufgezwungenen Ernährung umgebracht hat“ und „bei Opa Tommi gehts den Tieren doch gut und deswegen essen wir die auch“ auf den Tisch gepackt wird- dann hab ich irgendwann keine Lust mehr.

Mein Tipp für den Anfang: stell dich drauf ein, dass du angesprochen wirst und hab deine Fakten parat. Lass dich -außer es handelt sich um eine wirklich wichtige Person in deinem Leben wie deiner*deinem Partner*in oder einem Elternteil- nicht in immer weiterführende Gespräche einlullen, sondern antworte sachlich auf die Frage und zieh da klare Grenzen. „Nein, Veganismus ist keine Religion, wir missionieren nicht. Ich finde es aber toll, dass dich das Thema interessiert und kann dir da gern einen Film empfehlen.“ Wir stehen für unsere Überzeugungen ein und wenn jemand fragt, dann kriegt er eine Antwort von mir- nicht mehr. Auf wirkliche Beleidigungen würde ich persönlich gar nicht reagieren, für die typischen Sätze aus dem „Bullshit-Bingo“ ist es immer gut, eine kurze, knackige Reaktion parat zu haben.

Glaub mir: es wird besser nach einiger Zeit. Bald schon wissen die Menschen in deinem Umfeld, dass du dein Verhalten eh nicht änderst und dass du gut informiert bist und dich nicht in deine Ecke drängen lässt. und du wirst generell viel sicherer mit dem Thema sein. Ebenso weißt du auch nach kurzer Zeit, welche veganen Optionen du in welchem Lokal bekommst und wenn nicht: Ja, dann musst du da eben mal vorher anrufen. Das ist eben so und das ist auch nicht schlimm. Von den Menschen in deiner Umgebung Rücksichtnahme und Respekt vor deiner Entscheidung zu erwarten ist meines Erachtens nicht zu viel verlangt. Natürlich kann man nicht erwarten, dass fortan auf jeder Veranstaltung, auf die man eingeladen ist, ausschließlich vegan aufgetischt wird- aber man dort vorher das Gespräch suchen, nach veganen Optionen fragen und ggf. anbieten, selbst etwas mitzubringen. Ganz wichtig: es gibt für diese Situationen immer eine Lösung!

Gerade kurz nach der Umstellung wurde ich oft von einem Gefühl der Ohnmacht überflutet, gegen das ich mich schlecht wehren konnte. Sollte dies auf dich zutreffen, lies doch mal meinen Artikel darüber, was ich mittlerweile wirsames dagegen mache.

Meine abschließenden 5 Cent zum Thema: das Weglassen von tierischen Produkten muss und sollte kein Grund sein um allein zu sein.

Online vernetzen: So klappts!

Solltest du Facebook nutzen, kann ich dir empfehlen, dich in veganen Gruppen mit anderen vegan lebenenden Personen zu vernetzen und dich dort inspirieren zu lassen. Klar- auch dort gibt es immer mal stunk und es kann nervig sein- aber es kann auch wirklich gut tun.

Um zu sehen, was andere so den lieben langen Tag kochen und essen empfehle ich dir die Gruppe „Ich packe auf mein veganes Tellerchen„. Wenn du dir in deiner Freund*innen-liste auf Facebook mehr Veganer*innen wünschst, dann schau doch mal in der Gruppe „Vegane Vernetzung-Gemeinsam sind wir stark“ vorbei. Einmal pro Woche gibt es dort einen Vernetzungspost, unter dem man alle Kommentierenden als Facebook-Freund*innen adden darf! Wenn du Fragen hast, zum Beispiel, wo du bestimmte Produkte kaufen kannst oder wenn du eine Empfehlung oder Alternative suchst, dann schau entweder in der großen Gruppe „Vegan-Tipps für Alle“ von der Albert-Schweitzer-Stifung vorbei oder stell deine Frage in der kleinen, familiären Gruppe „Rundum Vegan„, in der ich selber Admina bin. Für alle Veganer*innen auf der Suche nach der großen (ebenfalls veganen) Liebe empfehle ich dir die Gruppe „Vegane Singles„.

Ich hoffe, meine kleine Einführung ins Thema hat die gefallen. Hast du noch Tipps auf Lager? Dann immer her damit, ich füge sie gern noch an!

Sei gut zu Dir!

~ Alina

 

Gewinnspiel zu Weihnachten: vegan und minimalistisch!

Ihr Lieben, es gibt ein neues Gewinnspiel! Warum? Weil Minimal-vegan.com mich jetzt schon 1,5 Jahre meines Lebens beschäftigt und ich so viel Spaß mit euch allen habe. Ich möchte euch einfach DANKE sagen, für euren Einsatz und natürlich eure Unterstützung!

Die Preise habe ich alle selbst ausgesucht und im Einzelhandel für euch gekauft. Dabei habe ich darauf geachtet, möglichst nachhaltige Entscheidungen zu treffen und Dinge zu erwerben, die man wirklich brauchen kann und über die ich mich selbst auch freuen würde. Jedenfalls hoffe ich, ihr findet die Preise genauso cool wie ich und freut euch über die Verlosung!

Design ohne Titel

Welche Preise gibt es zu gewinnen?

Bei diesem Gewinnspiel gibt es 3 mögliche Gewinne.

1. Platz

  • Koawach Zimt / Kardamom
  • „Darm mit Charme“ von Giulia Enders
  • feste Haarseife Mandarine / Basilikum
  • Bambuszahnbürste von Hydrophil (grün / mittel)
  • Schokoriegel von Veganz
  • Weihnachtsmannbeutel

2. Platz

  • Schokoladentafel „Fruity Quinoa“ von Veganz
  • feste Haarseife Mandarine / Basilikum
  • Bambuszahnbürste von Hydrophil (grün / mittel)
  • Schokoriegel von Veganz
  • Elchbeutel

3. Platz

  • feste Haarseife Mandarine / Basilikum
  • Bambuszahnbürste von Hydrophil (grün / mittel)
  • Schokoriegel von Veganz
  • Elchbeutel



Wie lande ich im Lostopf?

Für eine einfache Gewinnchance, führe einfach die folgenden beiden Schritte durch:

  1. Like diesen Beitrag auf Facebook UND
  2. Folge Minimal-Vegan auf Facebook

Wie immer freue ich mich über eine ehrliche Berwertung der Facebook-Seite, wenn du den Beitrag teilst und eine*n vegane*n Freund*in unter dem Facebook-Beitrag markierst.

Teilnahmebedingungen für das Gewinnspiel

  • Dieses Gewinnspiel steht nicht im Zusammenhang mit WordPress und WordPress steht auch nicht als Ansprechpartner für das Gewinnspiel zur Verfügung.
  • Teilnehmen darf jede Person, die die Anforderungen für die einfache Gewinnchance erfüllt.
  • Die Gewinne wurden von mir privat gekauft und können nicht in Geldwert augezahlt werden! (Ich fände das zwar auch echt eine Frechheit und mute euch das nicht zu – aber es sei hier noch einmal mit aller Deutlichkeit gesagt!)
  • Die Gewinner*innen werden per Zufallsgenerator ausgelost und von mir via PN (Facebook und Instagram) oder Kommentar (Blog) über ihren Gewinn benachrichtigt. Sollte eine gewinnende Person sich innerhalb von 7 Tagen nicht zurückmelden, wird ein*e neue*r Gewinner*in ausgelost.
  • Der Versand der Gewinne erfolgt durch mich persönlich. Die Gewinner*innen müssen sich damit einverstanden erklären, mir ihre Adresse zu diesem Zweck zur Verfügung zu stellen. Der Versand erfolgt versichert über die deutsche Post. Bitte habt Verständnis, dass ich aus Kostengründen nur innerhalb Deutschlands verschicken kann!

Bitte denkt daran, dass ihr mir bei einer Teilnahme über den Blog eine Kontaktmöglichkeit da lasst. Am einfachsten ist es für alle Beteiligten, wenn ihr unter dem FB-Beitrag kommentiert!

Das Gewinnspiel beginnt Samstag, dem 01.12.18 um 14:30 Uhr und endet Dienstag dem 11.12.18 um 0:00 Uhr. Die Gewinner*innen informiere ich am nächsten Tag.

Last but not least noch einmal DANKE für eure Treue! Dieses Projekt bedeutet mir wahnsinnig viel und ich freue mich über jeden neuen Monat, in dem ich euch für das vegane und minimalistische Leben begeistern und inspirieren kann.

Ich drücke euch allen ganz fest die Daumen!

Eure Alina

PS: Schau doch mal auf meinem zweiten, nagelneuen Blog My-Shero.com vorbei




 

Kurzurlaub an der Ostsee – vegan!

[Werbung durch Namensnennung und Verlinkung- keine finanzielle Vergütung! Dieser Erfahrungsbericht enthält zu 100% meine eigene Meinung!]

Um dem Alltagsstress zu entfliehen, retten sich bekanntlich vor allem Städter*innen gerne übers Wochenende in ein Hotel mit Spa, lassen sich verwöhnen und tanken neue Kraft, um weiter die Karriereleiter hinauf klettern zu können.

Warum ein Kurzurlaub an der Ostsee?

Da ich in meinem Leben weder jemals einen Beautysalon von innen gesehen habe noch eine ernst zu nehmende Karriere vorweisen kann, habe ich meinen Lebtag nie einen Gedanken daran verschwendet, vielleicht selbst einmal meine Zeit an einem solchen Ort zu verbringen.

Aufgrund arbeitsintensiver und auch im Drumherum anstrengender zurückliegender Wochen fühlte ich mich nun aber doch so richtig ausgelaugt und hatte deutlich zu wenig Sonne getankt, so dass sich meine Stimmungslage ebenfalls eher im unteridischen Bereich befand.

Glücklicherweise bemerkte mein Freund die Lage und entführte mich für 3 Tage an die Ostee welche ich, trotz geografischer Nähe, erst wenige Male überhaupt gesehen hatte, in den letzten 10 Jahren gar nicht mehr.

Anreise durch Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern

Damit der Urlaub schon während der Anreise beginnt, haben wir uns entschieden, keine Autobahn zu fahren, sondern ganz gemütlich und mit einigen Zwischenstops, die Landstraße zu nehmen. Für uns war das eine großartige Entscheidung, denn wir haben zwischendurch tolle Dinge gesehen, gegessen und getrunken.

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Eine wundervolle Kirche in dem Ort Molkenberg (Brandenburg) mit einem nistenden Storchenpaar war die erste Überraschung auf dem Weg.

Auf dem Weg nach Schwerin machten wir bereits halt um uns das Schloss Ludwigsburg und die umliegenden Parklandschaften zu erkunden. Am Bach, der am Schloss entlang fließt, tummelten sich zahlreiche zahme Enten, die direkt zu uns kamen und uns neugierig umringten.

In Schwerin selbst machten wir natürlich auch Halt, um uns die wunderschöne Innenstadt und das Schweriner Schloss anzusehen.

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Dank der App Happy Cow fand ich in Schwerin ein tolles Cafe mit Pflanzenmilch und veganem Angebot. Das von Demeter komplett bio belieferte Müllers Café liegt direkt am Dom und hat eine total gemütliche Terasse, auf der man in aller Ruhe seinen Kaffee trinken kann und wenn man mag, auch einen kleinen Snack verspeisen kann. Beides ist in vegetarisch und vegan möglich.

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Latte Macchiato mit Hafermilch (sehr lecker – von Natumi!) und einer köstlichen Erdbeertarte.

Halbpension im Gutshaus Stellshagen

Von dieser Unterkunft, etwa 10 Autominuten vom Meer entfernt, war ich absolut begeistert! Nachhaltigkeit spielt hier schon seit der Gründung vor über 20 Jahren eine entscheidende Rolle, weshalb das Hotel bereits seitdem eine rein vegetarische und mittlerweile auch vegane Verpflegung anbietet.

Das Gelände um die Gebäude des Gutshauses ist großzügig, wunderschön bepflanzt und voller Möglichkeiten, sich zu entspannen. Es gibt eine riesige Sauna mit Badeteich – also genau genommen mit einem Pool, der nicht mit Chemie gereinigt wird, sondern in der das Wasser durch Wasserpflanzen gereinigt wird, die am Randbereich gepflanzt sind!

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Ein beschrifteter Kräutergarten läd zum Entdecken ein! Auf dem Gelände gibt es außerdem einen wundervollen Duftgarten!

Die Zimmer sind hell, freundlich und überwiegend aus Holz und anderen Naturmaterialien. Fernseher gibt es nur auf Wunsch in den Zimmern, was ich super finde! Erst so kann ich und sicherlich auch viele andere, so richtig „abschalten“. Handys sind zwar erlaubt, ihre Nutzung in den öffentlichen Räumen sollte sich aber eher auf ein Minimum beschränken. An einigen Tischen im Speisesaal befindet sich beispielsweise ein kleines Schildchen mit durchgestrichenem Handy; wer sich hier setzt, der kann sein Essen ohne Fotos, Anrufe und SMS genießen, ich finde das super!

A propos Essen: es war fantastisch! Das reichhaltige Buffet mitverschiedensten warmen und kalten Speisen lies vegane und vegetarische Herzen höher schlagen! Allein die Salatauswahl  zum Abend war der absolute Wahnsinn! Das Servicepersonal war ausgesprochen freundlich und zuvorkommend, wirkte dabei aber gar nicht aufgesetzt oder gekünstelt, sondern einfach menschlich und professionell. Sitzplätze sind innen sowie außen zahlreich vorhanden – wobei man hier ganz klar sagen muss, dass ein Frühstück vor dieser Kulisse im Außenbereich unbedingt vorzuziehen ist!

Das Buffet ersteckt sich über zwei Räume und bietet für vegan-vegetarische, rohköstliche und / oder glutenfreie Ernährungsbedürfnisse zahlreiche leckere Möglichkeiten.

Vom idyllisch gelegenen Hotel sind es mit dem Auto nur 10 Minuten bis ins (sehr touristische) Boltenhagen mit Sandstrand… und der Ostsee!

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Am Strand liegen muss auch mal sein!

Am ersten Abend fuhren wir nach Kalkhort zum Schlossgut Groß Schwansee und legten uns dort noch etwas an den Strand! Im Vergleich zu Boltenhagen ist der Strand und die Kulisse hier ein echter Geheimtipp!

Tagestrip nach Lübeck mit tollem veganem Café

Lübeck kannte ich noch gar nicht und ich war echt geplättet von dem Charme dieser wunderschönen Hansestadt! Auf unserem Spaziergang am Wasser erkundeten wir neben den weithin bekannten Sehenswürdigkeiten wie dem Holstentor, der Marienkirche und dem Salzspeicher auch die sogenannten „Gänge und Höfe“, von denen ich noch nie zuvor gehört hatte und die ich absolut großartig fand! Die kleinen Gassen, durch die ich teilweise nur gebückt laufen konnte, verbinden die umliegenden Gebäude durch kleine Gänge und Innenhöfe; vor jeder Tür steht ein kleiner Tisch mit Stühlen und Begrünung! Diese kleinen Gassen sind Überbleibsel aus dem mittelalterlichen Städtebau und werden noch heute als Besonderheit im Stadtbild geschätzt und gepflegt. Herumstreunern strengstens empfohlen!

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Das besondere Highlight an Lübeck war aber, wie könnte es anders sein, ein Cafébesuch…! Das „Café MARAE Lübeck bietet Kaffee und Zauberei“ und hält, was es verspricht.

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Das Café ist wunderschön und liebevoll eingerichtet!

Die Kuchen sind alle rohköstlich und überwiegend frei von industriellem Zucker und schmecken super! Die Bedienung war unheimlich freundlich und zugewand, der Service schnell und auf den Punkt. Das Café MARAE kann ich uneingeschränkt weiterempfehlen!

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Roher Cashew-Zitonen-Kuchen und ein köstlicher Latte Macchiato mit Mandel-Dinkel-Milch.

Abends gab es Pizza in Wismar, welches wir aus Zeitmangel leider nur bei einer kleinen Rundfahrt bewundern konnten. Die Pizzeria „Rialto“ kann ich aufgrund des m.E. mangelhaften Services persönlich nicht weiterempfehlen, geschmeckt hat es aber.

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Nicht die beste vegane Pizza, die ich je gegessen habe.

Auf dem Rückweg zur Unterkunft machten wir erneut Halt am Strand und am Nahe zur Unterkunft gelegenen barocken Schloss Bothmer, einem englischen Bau aus dem 18. Jahrhundert.

Nach einer zweiten wundervollen Nacht im Gutshaus Stellshagen und einem weiteren großartigen Frühstück, traten wir dann die Heimreise nach Wittenberg an.

Ich kann nur sagen, dass diese beiden kurzen Tage an der Ostsee mir total gut getan haben und ich euch die Unterkunft absolut ans Herz legen kann. Rein finanziell ist so ein Kurztrip bei uns auch nicht regelmäßig drin, aber sich das mal zu gönnen, ist sein Geld in meinen Augen total Wert!

Wie macht ihr das unterwegs? Schaut ihr einfach spontan, ob es ein veganes Angebot gibt oder informiert ihr euch im Voraus?

Seid gut zu euch!

Alina

 

[Anzeige]* Gewinnspiel: Vegane Kleidung und Accessoirs von Shoezuu

Vielleicht erinnert ihr euch noch an den Beitrag über meine ersten veganen Schuhe, die ich mir vor einigen Wochen beim veganen Versandhaus Shoezuu bestellt habe? Dank all der positiven Resonanz ist das tolle Team von Shoezuu nun auf mich zugekommen und stellt mir 3 super Produkte zur Verfügung, die ich in diesem Gewinnspiel an euch verlosen darf.

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Gymbag Anti Anti-Vegan

Bei Shoezuu sind alle Artikel vegan und fair produziert, ihr findet hier Produkte, die aus modernsten Lederalternativen hergestellt und oftmals mit Nachhaltigkeitssiegeln ausgezeichnet sind. Der komplette Einkauf wird so tierleidfrei und schützt gleichermaßen Mensch und Umwelt. Zusätzlich werden alle Bestellungen klimaneutral und plastikarm versendet, welches ich gerade im Onlinehandel besonders wichtig finde. Ich bin wirklich rundum zufrieden mit meinen Bestellungen und finde es einfach klasse, dass Shoezuu mir diese Möglichkeit der Verlosung bietet.

Die Artikel für das Gewinnspiel konnte ich sogar selbst auswählen und habe mich für den Gymbag oben und das T-Shirt unten auf dem Bild entschieden. Diese beiden Artikel habe ich selbst und find sie absolut klasse. Zusätzlich legt Shoezuu noch eins obendrauf und spendiert einen weiteren Gymbag mit dem Aufdruck „Total Liberation“.

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Gymbag „Total Liberation“

Um in den Lostopf für das Gewinnspiel zu kommen, solltet ihr folgende Schritte ausführen:

1. Like Minimal-Vegan auf Facebook
2. Like Shoezuu auf Facebook
3. Kommentiere entweder hier auf dem Blog, bei Facebook oder Instagram den Beitrag und lass mich wissen, welches der Produkte du gerne gewinnen würdest.
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T-Shirt „Vegan means Love“

Teilnahmebedingungen

Dieses Gewinnspiel steht nicht im Zusammenhang mit WordPress und WordPress steht auch nicht als Ansprechpartner für das Gewinnspiel zur Verfügung.
Teilnehmen darf jede Person, die die drei Anforderungen erfüllt.
Die Gewinner*innen werden per Zufallsgenerator ausgelost und von mir via PN über ihren Gewinn benachrichtigt. Sollte die gewinnende Person sich innerhalb von 7 Tagen nicht zurückmelden, wird ein*e neue*r Gewinner*in ausgelost.
Der Versand der Gewinne erfolgt durch Shoezuu. Die Gewinner*innen müssen sich damit einverstanden erklären, Shoezuu ihre Adresse zu diesem Zweck zur Verfügung zu stellen. Die gewinnende Person muss in diesem Fall eine gültige E-Mail-Adresse angeben. Versand der T-Shirts und der Gymbags erfolgt EU-weit.

Bitte denkt daran, dass ihr mir bei einer Teilnahme über den Blog eine Kontaktmöglichkeit da lasst. Am einfachsten ist es für alle Beteiligten, wenn ihr unter dem FB-Beitrag kommentiert!

Das Gewinnspiel beginnt Dienstag, dem 15.5.18 um 12:00 Uhr und endet Dienstag, dem 22.5.18 um 12:00 Uhr. Die Gewinner*innen informiere ich noch am selben Tag.

Noch einmal vielen lieben Dank an Shoezuu, die alle Artikel kostenfrei zur Verfügung gestellt haben!

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*[Anzeige] bedeutet, dass dieser Beitrag unentgeltliche Werbung für Shoezuu beinhaltet.

Viel Erfolg euch allen!!

~ Alina

 

Tierrechtsaktivismus – Kämpfen für die Rechte der Ungehörten

Wer vegan lebt, tut dies in aller Regel primär um die massenhafte Tierausbeutung auf allen Ebenen zu unterbrechen. Oftmals stellt sich nach kurzer Zeit trotz aller Bemühungen, sich ohne Tierprodukte zu ernähren, kleiden und pflegen, ein Gefühl der Ohnmacht gegenüber dem Leid ein, welches tausenden Lebewesen, allein in Deutschland, täglich widerfährt. In diesem Interview steht mir Justin von vegan-utopia.de Rede und Antwort: er macht sich mit Tierrechtsaktivismus seit vielen Jahren stark für unsere tierischen Mitgeschöpfe und erzählt uns hier mehr über sich und seine Arbeit im Tierrechtsaktivismus.

Hallo Justin! Vielen dank, dass du dir die Zeit für dieses Interview nimmst. Es wäre toll, wenn du dich erst einmal kurz vorstellen könntest.

Als allererstes möchte ich eine kleine Korrektur wagen. Ich sehe mich nicht als reiner Tierrechtsaktivist. Tierrechtsaktivist sein können viele; auch die Leute, die nicht vegan leben, können sich trotzdem für Tiere einsetzen.

Viel mehr sehe ich mich als Utopist. Klar liebe ich auch Tiere. Für mich ist die vegane Lebensweise viel mehr als reiner Tierrechtsaktivismus. Ich finde Veganismus ist auch eine alternative Gesellschaftsform.

In meiner Utopie einer idealen Gesellschaft finde ich Menschen, die den Planeten und ihre Mitgeschöpfe mit großer Sorgfalt behandeln und selbst nur das verbrauchen, was sie auch wirklich benötigen. Das heißt ich bin alles in einem: Vegan, Tierrechtsaktivist, Minimalist, Sozialist, Antirassist. Kurz gesagt: Utopist.

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Justin bei einem „Cube of Truth“ von Anonymous for the Voiceless

Wie bist du das erste Mal mit Tierrechtsaktivismus in Kontakt gekommen? Wann war für dich klar, dass du dich daran beteiligen möchtest?

Mit Tierrechtsaktivismus bin ich zum ersten Mal 2009 in Kontakt gekommen, als ich politisch in der Linksjugend aktiv gewesen bin. Ich hab mich zwar vorher schon entschieden vegan zu leben, aber so richtig Kontakt hat ich erst in der Linksjugend. Ab November 2017 war mir dann klar, dass mir eine vegane Ernährung einfach nicht reicht: ich konnte zwar Fortschritte in Hinsicht der Ausbreitung der veganen Lebensweise feststellen, aber sah ich auch ein, dass ich mich insgesamt zu wenig daran beteiligt habe. Deswegen entschied ich mich dann selbst aktiv zu werden und an verschiedenen Tierrechtsaktionen teilzunehmen. Auch sah ich es als Gelegenheit Kontakte zu anderen Veganern zu finden und damit mein veganes Netzwerk auszuweiten.

 

An was für Aktionen im Rahmen des Tierrechtsaktivismus beteiligst du dich konkret?

Bisher konnte ich an verschiedenen Tierrechtsaktionen teilnehmen. Darunter waren ein Cube von Anonymous for the voiceless, eine Kundgebung und eine Anti-Zirkus Aktion von ARIWA und auch verschiedene lokale Kundgebungen. Unter anderem das Werben für Veganismus im Karnevalsumzug und eine weitere Anti-Zirkus Aktion organisiert von einer lokalen Tierrechtsvernetzungsgruppe. Ich bin jederzeit offen dafür, mich an weiteren Aktionen zu beteiligen. Gerne auch quer durch Deutschland (ich schaue dann, wie ich dort hin finde). Auch an der Großdemonstration gegen das Schweinehochaus am 22. April in Maasdorf werde ich definitiv dabei sein.

Ich war übrigens auch an anderen Aktionen beteiligt, zum Beispiel habe ich mehrfach gegen Nazis demonstriert, war damals regelmäßig bei den Anti-AKW Demos dabei und habe mich auch am Bildungsstreik aktiv beteiligt.

Gäbe es für dich eine Form des Tierrechtsaktivismus oder generellem Aktivismus, zu der du persönlich nicht bereit wärst?

Zu Körperverletzung an andere Menschen bin ich nicht bereit. Ich finde die Frage nach der Bereitschaft ist auch eine Frage des Ermessens. Es gibt Dinge, die einen richtig wütend machen, wo man dann auch darüber nachdenkt eine Straftat zu begehen. Aber man sollte sich immer vor Augen halten, dass auf der anderen Seite auch nur Menschen stehen.

Aber wenn es zum Beispiel um Hausfriedensbruch geht, in einer Einrichtung, wo Tiere gequält werden, solche Aktionen kann ich nur befürworten und für mich ist es auch unverständlich, dass die aktuelle Koalition dies nun generell unter Strafe stellen will, auch wenn es sich um einen Notstand handelt.

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Quelle: ARIWA Braunschweig

Wie war es für dich, als du das erste Mal zu einer solchen, öffentlichen Veranstaltung gegangen bist? Hattest du davor Hemmungen oder sogar Sorgen?

Meine ersten Demonstrationserfahrungen sammelte ich damals im Bildungsstreik. Massive Stundenausfälle, Ausfall ganzer Unterrichtsfächer sorgten dafür, dass ich mich am Bildungsstreik aktiv beteiligen wollte. Leider war die erste Demo auch für mich ein Desaster.

Ich wurde direkt nach dem Durchmarsch durch ein Einkaufszentrum eingekesselt und verhaftet. Wir hatten damals unwissend eine Ordnungswidrigkeit begangen indem wir durch ein Einkaufszentrum marschiert sind. Aber dies sorgte auch dafür, dass ich mein Glauben an das System verloren habe.

Diese Verhaftung an meiner ersten Demonstration hat mich dazu ermutigt sämtliche weitere Aktionen aktiv mitzumachen. Klar hatte ich damals Hemmungen an einer Demonstration überhaupt teilzunehmen. Und als ich verhaftet wurde hatte ich sogar richtig Angst, aber als das alles vorbei war, war ich ehrlich gesagt wütend. Mehr dazu kann man übrigens HIER nachlesen.

Auf Aktionen von Tierrechtler*innen gibt es, gerade im öffentlichen Raum, nicht nur positive Reaktionen. Hast du damit Erfahrungen gemacht?

Es ist ehrlich gesagt unschön welche negativen Reaktionen manchmal kommen. Mir gegenüber ist jemand auch gewalttätig geworden: Es hat ihn gestört, dass ich mit dem Banner auf dem Bürgersteig stand also meinte er sich das Recht herausnehmen zu können, mich weg zu schubsen. Auch wurden Tierrechtlerinnen und Tierrechtler verbal angegriffen oder mit hirnrissigen Argumenten zu Tode diskutiert. Aber ich denke, dass es alles in allem im Vergleich zu anderen Aktionen doch sehr friedlich abläuft.

Bestimmt gibt es aber auch schöne Erfahrungen, oder?

Sicher, man lernt neue Menschen dabei kennen, man hat Spaß an der Sache. (Na gut manchmal muss man auch -20°C Kälte aushalten.) Aber man kann sich dabei unterhalten, man kann sich wirklich für etwas einsetzen, dass einem am Herzen liegt und man wird immer wieder in Unterhaltungen auch von Neugierigen verwickelt. Aktionismus ist für mich Pflicht und Hobby zugleich. Pflicht deswegen, weil ich es für notwendig halte. Hobby, weil es mir Spaß macht.

Wenn jetzt eine*r meiner Leser*innen auch richtig Lust bekommen hat, sich aktiv an solchen Verantstaltungen zu beteiligen, was wäre dein Rat zum genauen Vorgehen?

Es kann manchmal ziemlich beängstigend sein allein auf eine Veranstaltung zu gehen, am besten geht man das erste Mal mit jemand Bekannten zusammen, der die gleichen Interessen teilt. Aber auch allein sollte man trotzdem sofort hingehen. Du wirst schnell Leute finden, die dich praktisch „in die Familie“ aufnehmen, mit denen du dich unterhalten kannst und mit denen auch demonstrieren Spaß macht.

Einmal hab ich in einer Aktion den letzten Zug verpasst und hab dann bei den, den ich gerade erst bei der Demonstration kennengelernt habe dann mit in seinem Haus übernachtet.

Es sind einfach tolle Menschen. Du kannst deine Interessen vertreten und lernst gleichzeitig interessante Menschen kennen. Also kurz gesagt: Geh hin!

Vielen Dank für das ausführliche Interview und dein Engangement im Tierrechtsaktivismus, lieber Justin!

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Quelle: ARIWA Braunschweig

Gehst auch du auf Demos oder setzt dich anderweitig für die Rechte unserer Mitgeschöpfe ein?

Sei gut zu dir!

~ Alina

 

Vegane Reisen – tierleidfrei unterwegs mit tollen Menschen!

Liebste Leser*innen,

Heute habe ich das das große Glück, euch Jenny und Anna vorzustellen zu dürfen; zwei tolle Frauen, die eine, so glaube ich, unheimlich zukunftsträchtige Idee in die Tat umgesetzt haben: vegane Reisen!

Klar, wenn man der Typ ist, der immer mit Rucksack loszieht, um ein neues Land oder eine neue Gegend zu erkunden, dann kann man sich immer irgendwie behelfen und selbst kochen und sich eben um Gelegenheiten kümmern. Aber eine geführte Reise mit Touren, Ortskundigen und ganz viel Programm drumherum, das ist mir nur mit mischköstlicher all-inklusive-Verpflegung bekannt.

Warum es bei bei diesen Rundreisen anders läuft und vor allem, wie man sich eine solche Reise konkret vorstellen kann, dass erfahrt ihr nun im Interview mit Jenny, der Reiseveranstalterin und Gründerin von vegane-reisen.com.

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Jenny in der Walregion in Hermanus

Hallo Jenny, ich freue mich, dass du bereit bist, uns hier mehr über dein tolles Reisekonzept zu erzählen. Wie ist dir die Idee gekommen, vegane Rundreisen anzubieten?

Hallo Alina, danke für dein Interesse an unseren veganen Reisen und dem Interview! Die Idee für vegane Reisen ist mir bei einer Reise durch Südafrika mit meiner veganen Freundin Caro gekommen. Wir haben unterwegs festgestellt, dass es Veganer in Südafrika nicht einfach haben. Ein Urlaub soll doch Zeit zum Erholen sein und zum Erleben vieler neuer Abenteuer dienen und nicht in der hektischen Suche nach veganen Lebensmitteln oder veganen Restaurants ausarten. Daher dachten wir uns, wir bringen unsere beiden Leidenschaften zusammen. Ich als Reiseexpertin und Caro als Veganerin, haben auf unserer eigenen Südafrika-Reise so den Grundstein für vegane Reisen gelegt. Mittlerweile ist daraus eine komplette Webseite mit verschiedenen veganen Reisen nach Südafrika, Botswana, Brasilien und bald auch Costa Rica geworden.

 

Worin genau besteht der Unterschied zwischen einer veganen und einer herkömmlichen Rundreise?

Der Unterschied zu einer herkömmlichen Rundreise besteht darin, dass ihr einerseits mit veganen Köstlichkeiten umsorgt werdet, wie z. B. bei einem Besuch eines Weingutes erhaltet ihr Gelatine- und Eiweiß-freien Wein, andererseits sind unsere Reisen 100% tierleidfrei. Das heißt, es gibt keine Tierinteraktionen wie Reiten, wir unterstützen keine Lion Walks, kein Elefantenreiten oder ähnliches. Auf unseren veganen Reisen könnt ihr euch zurücklehnen und einfach Urlaub machen. Wir kümmern uns um eure vegane Versorgung, unterstützen mit den Reisen verschiedene Rettungsinitiativen bedrohter Tierarten, die ihr auch besuchen könnt und zeigen euch einen authentischen Blick in unsere Reiseländer. Das schaffen wir durch einheimische Guides sowie kleine Gästehäuser, die euch warmherzig empfangen. Wichtig ist uns vor allem auch, dass die Reisen nicht nur vegan, sondern auch nachhaltig sind, denn dies ist nicht immer automatisch der Fall. Dazu sind wir seit kurzer Zeit auch Mitglied der nachhaltigen Tour Cert Community.

Löwin im Greater Krüger, Südafrika
Löwin im Greater Krüger (Südafrika)

Wie kann ich mir eure Reisen konkret vorstellen? Wie groß sind die Gruppen, wo wird übernachtet, was für Unternehmungen gibt es und habe ich auch die Möglichkeit, etwas auf eigene Faust zu erkunden?

Erstmal kannst du entscheiden, ob du das Land auf eigene Faust erkundest, z. B. mit dem Mietwagen, eine geführte Reise machst mit einem eigenen Guide oder gemeinsam mit einer Gruppe vegan reisen möchtest. Die individuellen Mietwagentouren dauern um die 14 Tage und sehen so aus, dass wir gemeinsam mit euch eine passende Route erstellen. Unsere Website-Vorschläge sollen nur Anregungen bieten, sind aber jederzeit anpassbar. Wir buchen alle Hotels, euren Mietwagen und die Ausflüge. Die Mietwagenreise eignet sich besonders für Abenteuerlustige, die trotzdem abends in einem gemütlichen vorab reservierten Hotel oder einer Lodge wohnen wollen. Wenn ihr nicht gerne selbst im Ausland Auto fahrt, dann bieten wir euch auch geführte vegane Rundreisen an. Das heißt wir holen und bringen euch zum Flughafen, organisieren den Transport von A nach B und planen verschiedene Ausflüge und die Unterkünfte.

Wer lieber mit anderen veganen Reisenden unterwegs ist, dem empfehlen wir unsere Gruppenreise. Auf dieser Reise werdet ihr von mir persönlich und zwei lokalen Guides begleitet und habt einen Rundum-Service. Unternehmungen auf unseren Reisen sind z. B. Tierbeobachtungen im Krüger Nationalpark, Wanderungen durch schöne Berglandschaften, Urwälder oder den Busch – die nachhaltigste Art auf unseren Reisen- vegane Erkundungstouren durch Städte wie Rio de Janeiro oder Kapstadt, Canopy Touren im Amazonas, der Besuch von Tierrettungsstationen und vieles mehr.

Die Übernachtungsformen sind ganz unterschiedlich: von Zelten am Lagerfeuer im afrikanischen Busch, bis zu Ökolodges auf Baumwipfeln im Regenwald Mittelamerikas. Wir legen bei der Auswahl der Unterkünfte immer Wert auf kleine und lokal geführte Unternehmen und achten auf die Verträglichkeit mit der Natur und Umwelt.

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Jenny am Kap der guten Hoffnung

In welchen Ländern bietet ihr vegane Reisen momentan an?

Aktuell bieten wir vegane Reisen nach Südafrika, Botswana und Brasilien an. Im Februar 2019 startet zum Beispiel unsere vegane Gruppenreise durch Südafrika. Als vegane Privatreise könnt ihr natürlich jederzeit Südafrika, Botswana oder Brasilien erkunden. In der Planung sind gerade vegane Reisen durch Costa Rica. Und wir sind auch gerne für weitere Länder in Afrika, Mittel- sowie Südamerika offen. Schickt uns einfach eure Anfrage und wir prüfen mit unseren Partnern vor Ort, ob und wie es umsetzbar ist.

Wie ist das Feedback der Menschen, die bereits mit euch gereist sind?

Bisher sehr gut. Am schönsten fand ich eigentlich ein Feedback für unser kleines liebstes Gästehaus in Kapstadt, was genau das widerspiegelt, was unsere Reisen ausmacht. Der persönliche herzliche Kontakt und das vegane Reiseerlebnis. Hier ein Auszug: „Die haben sich so viel Mühe gegeben. Jeden Tag gab es etwas anderes zum Frühstück, was schon wie ein komplettes Mittag- oder Abendessen war und super lecker, dazu auch frisches Obst. Auch der Besitzer Antony ist sehr interessiert und sehr hilfreich. Sehr zu empfehlen, wir hatten eine sehr schöne, entspannte Zeit hier und haben viel persönliche Geschichten ausgetauscht, auch mit anderen Gästen. Sie haben auch extra gefragt, ob wir Mandel- oder Sojamilch haben möchten und dies dann für uns besorgt.“

Anna Ballonfahrt

Anna auf einer Ballonfahrt in Kenia

Wo kann ich mehr über die veganen Reisen erfahren?

Wenn du dir erstmal einen Eindruck über unsere verschiedenen veganen Reisen, Routen und Preise verschaffen willst, bietet dir unsere Website www.vegane-reisen.com eine super Möglichkeit. Auf Facebook und Instagram informieren wir unsere veganen Reisefreunde über aktuelle vegane Reisen, Tipps und Tricks und dort findet ihr auch einige Eindrücke unserer Kunden. Falls du schon konkrete Fragen hast, kannst du mich immer gerne direkt per Email info@vegane-reisen.com oder telefonisch unter 030 – 12 02 85 15 erreichen.

Wow- Ich finde, das ist wirklich ein super Angebot, das ich bisher noch nirgendwo so gesehen habe! Ganz lieben Dank an Jenny, die mir hier im Interview Frage und Antwort stand und so offen berichtet hat!

Was denkst du über dieses Angebot? Hättest du grad auch richtig Lust aufs vegane Reisen?

Sei gut zu dir!

~ Alina

 

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