Minimalismus im Bad – meine nachhaltigen Lieblinge

Für mich umfasst Minimalismus, mich von den Dingen zu trennen, die ich weder brauche noch liebe. Neben zwischenmenschlichen Beziehungen und digitalen Inhalten betrifft der Gedanke, minimalistisch leben zu wollen, vor allem Gegenstände aus meinem Alltag. In einem anderen Beitrag habe ich bereits beschrieben, wie genau ich beim Minimalisieren meiner Alltagsgegenstände vorgegangen bin. In diesem Beitrag möchte ich dir nun zeigen, welche großartigen Alternativen ich für zwei meiner aussortierten Gegenstände im Bad gefunden habe – die ich jetzt seit vielen Wochen teste und von deren Nutzen ich absolut überzeugt bin.

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Luffa-Schwamm als Seifenschale

Eins der ersten Dinge, von denen ich mich im Zuge des Minimalismus getrennt habe, war flüssige Seife. Ich persönlich finde den hohen Plastikverbrauch, den man pro neu erworbener Packung hat, untragbar und auch die jeweils entnommene Menge flüssiger Seife wesentlich zu hoch. Ersetzt habe ich die Flüssigseife einfach durch feste Seifenstücke, von denen ich restlos überzeugt bin. Sie sind auf pflanzlicher Basis und tierversuchsfrei im Einzelhandel erhältlich und halten zig mal so lange wie eine Flüssigseife. Zwar nicht ganz so bedeutend, aber ich finde ein festes Stück Seife auch einfach stilvoll.

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Anfänglich hatte ich eine Seifenschale aus Keramik, aber die fand ich schon nach kürzester Zeit nervig, weil die Seife immer davon heruntergerutscht ist und sie außerdem auch nicht so schön anzusehen war, weil immer Seifenmatsch an den Seiten festhing. Entdeckt habe ich dann diese Schwämme aus Luffa. Diese werden aus Kürbissen hergestellt, sind also vegan!

Was an diesen Schwämmen so super ist: Sie saugen im Gegensatz zur klassischen Seifenschale Reste von der Stückseife auf. Bereits nach kurzer Zeit hat sich reichlich davon angesammelt, es springt einem optisch durch die Struktur des Schwammes aber nicht gleich ins Auge, sondern ist im Gegenteil eher unauffällig.

Der Clou: Mit diesen Seifenresten kannst du nun dein Waschbecken putzen. Leg einfach die Seife kurz zur Seite, Schwamm nass machen und ein paar mal durch das Waschbecken und über den Rand fahren, das wars! Von dem Nutzen dieses Bad-Helferchens (oder auch „Gadgets“, um mal ein paar Anglizismen zu streuen) bin ich absolut überzeugt. Meinen Luffa-Schwamm habe ich in unserem lokalen Biomarkt erworben (sogar verpackungsfrei!), aber ich bin sicher, man wird auch online fündig.

 

Zahnbürste aus Bambus

Als Kind habe ich die Beißerchen klassisch mit einer Zahnbürste aus Plastik geputzt, die letzten Jahre mit elektrischer Zahnbürste und nun: wieder zurück zum guten alten Selberschrubben. Bambuszahnbürsten verwende ich seit ca. einem Jahr, da hat nämlich meine elektrische Zahnbürste ihren Geist aufgegeben und ich hatte -endlich- die Möglichkeit, das Ding loszuwerden.

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Entgegen aller Erwartungen sind Zahnbürsten aus Holz weder unhygienisch noch „komisch“ im Mund. Seit ich denken kann, habe ich eine riesige Abneigung gegen Holz im Mund – kann z.B. einen Eisstiel aus Holz nicht mit der Zunge berühren, aber bei der Zahnbürste klappt das einwandfrei, weil die richtig glatt ist und man, wenn man ganz ehrlich ist, eigentlich gar nicht merkt, dass man Holz statt Plastik nutzt.

Stiel und Kopf der Zahnbüste bestehen aus nachwachsendem Bambus – die Borsten sind aus einem Bio-Kunststoff gefertigt, der unter geeigneten Bedingungen innerhalb von 6 – 8 Wochen komplett biologisch abbaubar ist.

Als Alternative zur Plastikzahnbürste finde ich meine aktuelle aus Bambus von WohnDichFit einfach perfekt! Preislich unter 3 Euro pro Stück – da kommt man auch mit einer Standard-Zahnbürste nicht besser weg! Also, keine Ausreden mehr!

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