Feng Shui: Karen Kingston, du hast mein Chaos ruiniert!

Karen Kingston, du hast mein Chaos ruiniert oder wie mich Feng Shui inspiriert hat, mein Leben aufzuräumen.

Feng Shui? Alles von vorne…!

Eine der wichtigsten Lektionen meines Lebens habe ich mit 15 im Matheunterricht erhalten. Der Mathelehrer sah eine ganze Weile zu, wie ich hektisch mein Ringbuchchaos nach meinem Arbeitsblatt vom letzten Mal durchwühlte. Ich fand es nicht. Er zeigte auf die Loseblattsammlung und sagte: „Und ich glaube, genau so sieht es auch in deinem Kopf aus“. Damals kamen seine Worte nicht wirklich bei mir an, in meinem Kopf sah es nämlich tatsächlich genau so aus, und Platz war nur für Musik und irgendwelche Jungs, aber heute höre ich ihn das immer noch sagen, wenn sich in irgendeinem Bereich meines Lebens Unordnung manifestiert. Aber es sollte noch etwas dauern, bis ich zwischen der Unordnung in meinen Wohnräumen und den Baustellen in meinem Leben einen Zusammenhang sehen würde.

Eines Tages erzählte mir eine Kollegin, als wir nach dem Service hinten im Flugzeug herumsaßen und auf die Landung warteten, von einem Buch, das sie gerade gelesen hatte. „Dieses Buch hat mein Leben verändert“, schwärmte sie. „Nicht nur, was Aufräumen betrifft, sondern alle möglichen Lebensbereiche.“ Das Buch war „Feng Shui gegen das Gerümpel des Alltags“ von Karen Kingston und ein paar Tage sprang mir genau das Buch auf dem Flohmarkt ins Auge. Ich kaufte es für 50 Cent. Den Rest des Nachmittags verschlang ich die 200 Seiten. Das Chaos von Teenagern sei normalerweise ihr inneres Durcheinander, das auf dieser Ebene sichtbar wird, las ich unter anderem darin. Ich war mit Ende Zwanzig noch Teenager und langsam an dem Punkt, wo es mir selber auf die Nerven ging. Wir seien durch energetische Fäden mit unseren Sachen verbunden und wenn unsere Sachen durcheinander geraten, verheddern sich diese Fäden und bringen Stress und Verwirrung in unser Leben, erklärt Karen Kingston. Ich wollte jetzt aber endlich Ordnung und Klarheit. Ich fing also Zimmer für Zimmer an, meine Wohnung und mein Leben aufzuräumen.

Was bedeutet Feng Shui denn jetzt eigentlich?

Übersetzt bedeutet Feng Shui Wind und Wasser, und es handelt sich um eine jahrtausendealte chinesische Wissenschaft, die in Ostasien sehr verbreitet ist und auch in westlichen Ländern immer mehr Freunde findet.

Es geht darum, Wohnräume so zu gestalten, dass das Chi, eine Art Fluss positiver Energien, gestärkt, und die hemmenden Energien eingeschränkt werden, und auf diese Weise Glück, Erfolg, Gesundheit und Wohlstand ins Leben einzuladen.

Wenn man einen klassischen Feng Shui Experten zu Rate zieht, kommt dieser mit einem komplizierten Kompass. Das passiert vor allem, wenn Häuser geplant, gebaut, gekauft und eingerichtet werden. In Singapur ist das selbstverständlich. Auch bei uns gibt es inzwischen diese Möglichkeit, und sollte ich jemals eine neue Wohnung in Betracht ziehen, werde ich einen Feng Shui Experten mitnehmen. Aber man kann auch mit etwas Grundwissen und einfachen Maßnahmen selbst viel ausrichten, auch in einer kleinen Mietwohnung, mit Hilfe eines Bagua.



Das Feng Shui Bagua

Das ist eine Art Energielandkarte, mit der der Grundriss der Wohnräume in Bereiche unterteilt wird, die für die jeweiligen Lebensbereiche stehen: Wohlstand, Ruhm, Beziehungen, Familie, Gesundheit, Kreativität/Kinder, Wissen, Karriere und Hilfreiche Freunde. Wenn es in einem Lebensbereich nicht läuft, sollte man sich die zugehörigen Bereich sowohl in der ganzen Wohnung, als auch in den Räumen ansehen, in denen man viel Zeit verbringt.

Für das klassische Feng Shui braucht man einen Kompass, um diese zu bestimmen. Es gibt aber auch eine westliche Variante, die ist sehr einfach anzuwenden. Hier spielt nur eine Rolle, wo sich die Eingangstür befindet. Da wird das Bagua angelegt:

Bagua Feng Shui.png

Also angenommen, ich bin schon lange Single und hätte gerne einen Partner. Wie sehen die Beziehungsbereiche in den wichtigsten Zimmern und in der ganzen Wohnung aus – also hinten rechts von der Tür aus betrachtet – und was steht dort? Welche vielleicht unerwünschte Symbolik könnten die Dinge haben? Ein kaputter Spiegel? Eine tote Pflanze? Bilder mit negativen Motiven? Ein Bett oder eine Sitzgelegenheit für nur eine Person? Was steht im Schlafzimmer? Staubiger Heimtrainer, auf dem sich Klamotten türmen, Schreibtisch mit Papierchaos? Kisten, von denen man gar nicht genau weiß, was drin ist? Was sagt das über meine Bereitschaft aus, mich auf eine Partnerschaft einzulassen? Auch Farben und Elemente spielen eine Rolle, wenn man den Energiefluss in dem jeweiligen Bereich verstärken will.

Eines der größten Feng Shui Probleme ist aber Gerümpel. Es blockiert die Energien, sorgt für Chaos und Stillstand im Leben. Ihr habt hier auf Alinas Blog sicher schon den Leitfaden zum Minimalisieren entdeckt und hochmotiviert ausgemistet und aufgeräumt oder seid zumindest wild dazu entschlossen. Ich kann mich nur anschließen: weg mit dem Krempel: verkaufen, verschenken, entsorgen! Ihr werdet ihn nicht vermissen. Ihr werdet euch freuen über den Platz und die neuen Sachen, die dafür in euer Leben treten.
Oh, und was steht eigentlich im Keller? Laut dem Buch symbolisiert er Vergangenheit und Unterbewusstsein. Den sollte man sich vielleicht auch mal vorknöpfen.

So setze ich Feng Shui um

Als ich angefangen habe, mich mit dem Thema zu beschäftigen, hatte ich nicht mal ein Schlafzimmer. Ich hatte das Bett ins Wohnzimmer gestellt, weil das kleine Zimmer an der Hauptstraße zu laut war. Nicht, dass es bei mir extrem unordentlich oder schmutzig war, aber ich war etwas wischiwaschi und handwerklich nicht sehr geschickt, und was kaputt ging, war dann halt kaputt. Das Wohnzimmer sah ganz gemütlich aus, aber das kleine Zimmer stand voller Zeugs, inklusive altem kaputtem Fernseher, und der Wäscheständer immer mittendrin, voller Klamotten, die ich auch nie wegräumte, sondern irgendwann anzog. Sah ja keiner. In dem Bereich, der laut Bagua nicht nur der Beziehungsbereich des Zimmers, sondern auch der der ganzen Wohnung war, standen meine Koffer! Autsch. Dass meine Beziehungen nirgendwo hinführten, wundert jetzt wahrscheinlich niemanden, und ich fing endlich an, mich mit dieser Baustelle auseinanderzusetzen.

Schritt für Schritt ließ ich Lärmschutzfenster einbauen, einen schönen Boden verlegen, strich die Wände in einem beruhigenden hellgrau, kaufte einen schönen Teppich und Verdunkelungsvorhänge und stellte mein Bett in den Beziehungsbereich, mit zwei Kissen, guter Bettwäsche, schöner Tagesdecke, zwei Nachtschränkchen und zwei Lampen. Und ich mistete natürlich richtig aus und brachte endlich den kaputten Fernseher und eine Menge anderes Gerümpel zum Recyclinghof. Ausserdem kaufte ich mir einen riesigen Kleiderschrank, in dem jetzt alles seinen Platz hat. Für ein Ordnungssystem im Schrank empfehle ich übrigens die japanische Aufräumexpertin Marie Kondo. Sie hat auch einen Youtube-Kanal.

Nach und nach wurde meine ganze Wohnung „fengshuit“. Allein schon, dass ich so viel Zeit, Energie und Geld investierte, um ein schönes Zuhause zu erschaffen, führte mir vor Augen, dass ich wirklich keine Lust mehr hatte, ein chaotischer Teenager zu sein und andere chaotische Teenager zu daten. Zaubert ein einladendes Zuhause jetzt plötzlich einen passenden Partner herbei? Naja, die Augen aufsperren muss man schon noch selber. Aber die Chancen, diesem zu begegnen, steigen um einiges, wenn man ausstrahlt, dass man Platz für ihn hat, dass ein eigenes Kissen in einem schönen Zuhause auf ihn wartet. Bei mir hat es funktioniert.

Und was ist mit dem vielgelobten kreativen Chaos? Kreative Leute können auch im Chaos kreativ sein, aber ich bin in einer aufgeräumten Umgebung und mit einer abgehakten To-Do-Liste noch wesentlich kreativer, vor allem kann ich strukturierter denken und bin dadurch produktiver.

Heutzutage bin ich regelmäßig am aufräumen, ausmisten und putzen. Was kaputt geht, wird sofort repariert oder erneuert. Es ist mittlerweile eine sehr überschaubare Aufgabe, sogar eine Art Meditation. Und Bewegung hat man auch gleich noch. Putzen bringt gute Energie, sagte ein Freund, der in Indonesien aufgewachsen ist, neulich ganz selbstverständlich zu mir. Dort weiß das jeder.

Space Clearing befreit- auch, wenn ich mich dabei erst komisch fühle

Tatsächlich mache ich manchmal sogar ein Space Clearing nach der Anleitung in dem Buch von Karen Kingston, wenn ich mich in meinen Wohnräumen über irgendetwas aufgeregt habe, um die schlechte Energie zu vertreiben. Ich komme mir durchaus etwas komisch vor, überall zu klatschen, Glöckchen zu läuten, Blumen aufzustellen, Wasser zu sprenkeln und Schutzschilder aufzuziehen usw. aber wenn ich das nächste Mal in meine Wohnung komme, kann man hier plötzlich so tief durchatmen. Und alles wirkt irgendwie neu. Einigen ist das jetzt vielleicht jetzt zu abgehoben, aber mir gefällt das.

In meiner Wohnung und meinem Leben fühle ich mich jetzt sehr wohl. Ich weiß genau, was ich alles habe und wo die Sachen sind, und vor allem habe ich nur noch Sachen, die ich wirklich haben will. Was nicht mehr zu mir passt, kommt weg. Und genau so fühlt sich jetzt auch mein Kopf an: Aufgeräumt und mit Platz für Neues. Ein sehr gutes Gefühl.

Ich habe mich zwar viel mit dem Thema beschäftigt, bin aber keine ausgebildete Feng Shui Expertin. Wer sich dafür interessiert und tiefer in die Materie eintaucht, dem wird sich ein Riesenpanorama öffnen. Es gibt natürlich unzählige Bücher über das Thema, die teilweise sehr unterschiedliche Strömungen vertreten, aber ich persönlich empfehle Karen Kingstons Buch „Feng Shui gegen das Gerümpel des Alltags“ als guten Einstieg.


Nina- ich bin begeistert von diesem wunderbaren Artikel und dem Einblick, den du mir und meinen Leser*innen in Feng Shui gewährt hast. Von Feng Shui wusste ich bislang wirklich absolut nichts!

Wenn ihr, liebe Leser*innen, genauso wild auf Ninas Blog fly me to the vegan buffet seid, wie ich, dann schaut da unbedingt vorbei und lasst euch von ihrer veganen Kochkunst und ihren Reisetipps verzaubern! Kennengelernt habe ich Ninas Arbeit übrigens auf ihrem Instagramprofil, auf dem sie regelmäßig ihre neusten Kreationen präsentiert. Wenn ihr eher auf Facebook unterwegs seid; kein Problem- auch dort ist Nina mit ihrem Blog vetreten!

Nina hat bereits am Projekt: „Mein Veg- darum lebe ich vegan!“ teilgenommen, dort erzählt sie, warum und seit wann sie vegan lebt und was ihre allerbesten Tipps für vegane Neulinge sind!

Noch einmal vielen Dank, liebe Nina!

Seid gut zu euch!

~ Alina



Wie schaffe ich es, das Gedankenkarussell anzuhalten?

Heute habe ich ein ganz besonderes Schmankerl für euch: einen Beitrag zum Thema „Aussteigen aus dem Gedankenkarussell“ von Lutz Friedrich. Er ist Master-Psychologe und Strukturexperte und unterstützt bereits seit über acht Jahren Menschen in verschiedenen Veränderungsprozessen. Doch genug der langen Vorstellung, lasst euch von Lutz Worten inspirieren und besucht ihn für mehr Infos zu seiner Person und Arbeit einfach auf seiner Website www.lutzfriedrich.com.

Lutz Friedrich
(c) Lutz Friedrich

Was ist ein Gedankenkarussell überhaupt?

Ich glaube, dass kennen wir alle… Das Gedankenkarussell dreht und dreht sich… Je mehr wir zu tun haben, je mehr Stress wir verspüren, desto schnellen fängt es an zu kreiseln. All die kleinen und großen Verpflichtungen, Ideen, Termine, Ängste etc. kommen immer wieder in unseren Kopf. Dutzende sogenannte „lose Enden“, welche um Aufmerksamkeit konkurrieren und alle lieber heute als morgen erledigt werden wollen. Wie bei einem großen, köchelnden Suppentopf sprudeln dabei immer mal andere Sachen an die Oberfläche und oft ahnen wir schon, dass in den Tiefen unseres Geistes noch eine ganze Menge mehr zu finden wäre. Mit anderen Worten: Unser Kopf fühlt sich voll an, und das Gedankenkarussell ist der große Suppenlöffel, der fleißig darin rührt.

Diese ständige unproduktive Beschäftigung mit all dem „anfallenden Zeug“, sei sie nun bewusst oder unbewusst, ist ein sehr großer Zeit- und Energieräuber. Neben dieser dauerhaften Zusatz-Belastung verhindert das Gedankenkarussell oft auch gleichzeitig die effektive Bearbeitung all unserer Themen. Es gibt keinen Platz mehr für das Finden von sinnvollen Lösungsstrategien, kein Platz mehr für Kreativität und erst recht kein Platz für Ausgleich und Leichtigkeit. Um mit diesem Problem fertigzuwerden, gibt es eine Vielzahl von Ansätzen, jeweils mit sehr unterschiedlichen Erfolgsaussichten. In den folgenden Zeilen werde ich kurz 4 Methoden beschreiben. (Spoiler! Die letzte ist mein Favorit!)

Gedankenkarussell
Erstellt mit Hilfe von https://wordart.com

Beliebte Methoden, die aber nicht helfen das Gedankenkarussell anzuhalten

Besonders verbreitet ist der Ansatz, einfach nix zu tun, sich quasi in das Karussell zu setzen und zu hoffen, dass einem nicht schwindelig wird! Die ganzen Dinge bleiben im Kopf, wir versuchen, uns alles irgendwie zu merken, schreiben vielleicht hier und da mal eine kleine To-do Liste, um den absoluten „Super Gau“ und Nervenzusammenbruch zu verhindern. Diese erste Methode von „es alles irgendwie im eigenen Kopf managen“ ist besonders beliebt bei Menschen, die in diesem Gebiet (kognitiv) sehr leistungsfähig sind.

Dabei gibt es nur ein Problem: Das Leben ist in unserer heutigen Zeit eindeutig zu komplex!

Es sind einfach zu viele anfallende Themen, von sachlich bis emotional. Zu verstrickt, zu kompliziert, oft unterbewusst und von unserem Geist ganzheitlich nicht optimal zu erfassen, geschweige denn zu erledigen. Es entstehen unweigerlich Anspannung, Unzufriedenheit und Schwere. Obwohl diese Methode sehr verbreitet scheint, ist sie nicht wirklich zu empfehlen.

Methode 2, auch sehr beliebt, ist leider auch nicht viel besser. Um dem Gedankenkarussell zu entkommen können wir auch einfach den Kopf in den Sand stecken. Die gute alte Vogel-Strauß Methode lässt uns einfach das Problem verdrängen und zumindest für einen kurzen Moment vergessen. Alkohol, Drogen, lange Partys, Musik, Tanz, Beziehungen usw. sind alles wunderbare Ablenkungsmanöver. Das Problem – danach sind alle Themen und Gedanken immer noch da, wenn nicht sogar stärker als zuvor. Dann doch vielleicht lieber Methode 1.

 

Welche Möglichkeiten, das Gedankenkarussell anzuhalten, hast du stattdessen?

Zum Glück gibt es auch andere Wege, sich diesem Thema zu widmen. Die von mir jetzt beschriebenen Methoden 3 und 4 wirken dabei besonders gut, wenn sie gemeinsam Anwendung finden, da sie zwei wichtige, wenn auch völlig unterschiedliche Aspekte abdecken. Methode 3 ist dabei mit großen Stichworten wie ANNEHMEN oder LOSLASSEN gut zu umschreiben. Das Erlernen und Üben von Meditationstechniken, Qi Gong, Autogenes Training usw. können eine große Unterstützung darin sein, die psychische Belastung des Alltags und die oft entstehende Selbst-Verurteilung zu verringern. Damit werden die Dinge zwar nicht schneller erledigt, aber der resultierende Stress wird zumindest stark abgeschwächt.

Das ist ja schön und gut, werdet ihr jetzt denken, aber was ist denn, wenn ich die Dinge tatsächlich mal effizient abhaken möchte bzw. ich nicht den „Erleuchtungsgrad“ erreiche, bei welchem ich einfach in meinem Gedankenkarussell sitze, mich meines Lebens erfreue und mich das alles irgendwie „nichts mehr angeht“.

Das bringt uns (endlich) zu Methode 4. Und wer jetzt eine spontan-umwerfende, aufregende sowie einfache Lösung erwartet hat, liegt zwar nicht völlig falsch, wird aber vielleicht etwas enttäuscht.

Die Antwort auf dein Gedankenkarussell ist eine auf die Person optimierte sowie individualisierte Organisation und Struktur. Und damit meine ich keine herumfliegenden To-do Listen oder diffuse Eintragungen im Terminkalender bzw. wahllos abgehefteter Papierkram.

Stattdessen rede ich von einem durchdachten, ganzheitlichen System, welchem man vertraut. Es sollte einfach anwendbar sein und sich problemlos der aktuellen Lebenssituation anpassen können.

Wie findest du dein eigenes System?

Die Frage lautet: Hast du jemals WIRKLICH darüber nachgedacht, wie du deine Organisation, Struktur und deine Abläufe optimieren kannst? In dieser Frage und in deren Umsetzung schlummert bei fast jedem Menschen ungeheures Potenzial. Eine Verbesserung oder Optimierung der eigenen Struktur ist ein riesiger Hebel für Glück, Entspannung und Erfolg im Leben, welcher fast nie wirklich effektiv angeschaut und genutzt wird.

Veränderungen in diesem Bereich haben aber immer weitreichende positive Auswirkungen auf dein Leben.

Es ist quasi die Grundvoraussetzung für wirkliche Entwicklung und bereitet den Nährboden, worauf Erfolg UND Entspannung gedeihen können.

Ich stelle somit die These auf: Stress, Ängste, Überforderung etc. … sind immer zu einen hohen Anteil durch eine nicht optimierte Struktur und Organisation im Leben bedingt.

Ich erlebe immer wieder, wie kleinste strukturelle Verbesserungen sofort große Erleichterungen im Alltag schaffen. Der sich kumulierende Effekt über die Zeit ist natürlich sogar noch weitaus größer!

Jeder Mensch bräuchte ein verlässliches und logisch strukturiertes Ablagesystem für wirklich ALLE anfallenden Dinge im Leben. Das fängt in der äußeren Struktur der Wohnung oder dem eigenen Ordnersystem an und geht weiter über alle Ideen, Informationen oder emotional sowie soziale verknüpfte Themen aus dem Kopf. Nachdem das System erstellt ist, werden neu auftauchende „Dinge“ einfach mühelos und leicht an den dafür vorgesehen Ort abgelegt oder aufgeschrieben.

ACHTUNG, hör ich euch jetzt rufen: „Das hört sich für mich alles viel zu sehr nach Kontrolle, Druck oder Leistungsdenken an“ … Diesen Impuls kann ich durchaus nachvollziehen, er ist allerdings sehr weit von dem entfernt, was ich hier eigentlich beschreiben möchte. Das Ergebnis lässt sich viel mehr mit wirklicher (Wahl-) Freiheit und Leichtigkeit zusammenfassen. Entlastet man den Kopf, z.B. durch ein funktionierendes System, werden sagenhafte Kapazitäten frei.

Leichtigkeit und Kreativität können wieder fließen und wir sind nicht mehr blockiert und überfordert.

Dadurch bekommen wir überhaupt erst einmal die Wahl, ob wir uns viel aufladen möchten … oder eben auch nicht. Wir bekommen den Überblick und können entscheiden. Das Gedankenkarussell und die dadurch entstehende Energieverschwendung hören mit der Zeit auf. Diese Entlastung des Kopfes ist für mich einer der schönsten Effekte und diese Aussage kann ich mit gutem Gewissen auch verallgemeinern, denn das höre ich bei meiner Arbeit und von meinen Klienten wieder und wieder.

Natürlich sind der dahin führende Weg und das Ergebnis bei jeder Person individuell unterschiedlich und das ist auch gut so! Trotz dieser individuellen Unterschiede gibt es allerdings eine Reihe von Gemeinsamkeiten, welche immer wieder auftreten. Das ist allerdings ein eigenes, wichtiges Thema, würde hier den Rahmen endgültig sprengen und verdient somit einen Beitrag an anderer Stelle…

Lutz Friedrich

Master-Psychologe, Struktur-Experte, Personell Consultant, Coach

Besucht Lutz auf www.lutzfriedrich.com oder schreibt ihm direkt eine Mail an mail@lutzfriedrich.com!

 

Ordner ausmisten: ein praktischer Leitfaden für mehr Minimalismus im Papierkram

Mir hat mein ganzer Papierkram immer den letzten Nerv geraubt. Schnell haben sich in mehreren Ecken der Wohnung kleine Papierstapel gebildet aus Rechnungen, Lohnabrechnungen, Mitteilungen der Bank, Einladungen und Briefen. Je höher der Stapel, desto geringer war meine Motivation, alles zu sortieren und nicht zu selten habe ich dann einfach alles gelocht und gesammelt vorne in einem der Ordner abgeheftet. Mittlerweile habe ich im Rahmen des Minimalismus ein System in meinen Ordnern, welches für mich top funktioniert und dieses möchte ich heute mit dir teilen. Auf geht’s mit Ordner ausmisten!

Sicherlich geht es nicht Wenigen so wie mir: ich kann mir wirklich Schöneres vorstellen, als mich mit behördlichem Papierkram zu beschäftigen! Der Gedanke an die vollgestopften, kaum sortierten Ordner in meinem Regal hat mich aber immer total gestresst und genervt. Von anfänglich etwa 10 (!!) vollen, breiten Ordnern sind nun noch 4 schmale Ordner übriggeblieben, die alle sortiert sind und in denen nur das ist, was ich auch wirklich noch brauche oder im Zweifelsfall brauchen könnte. Damit auch du das schaffst, habe ich dir hier einen kleinen Leitfaden zusammengestellt, an dem du dich orientieren kannst.

Wie kann ich beim Ordner ausmisten vorgehen?

  1. Räum einen großen Tisch frei oder schaffe dir, so wie ich, Platz auf dem Boden, wenn der Platz auf dem Tisch nicht ausreichend ist und stell deinen leeren Papierkorb neben dich.
  2. Schnapp dir deinen ersten Horrorordner oder Papierstapel und geh den Inhalt der Reihe nach durch. Entscheide, ob du den jeweiligen Zettel aufheben willst oder solltest. Wenn er bleiben soll, überlege dir eine Kategorie, in die er passt. Schreibe diese auf einen leeren Zettel und lege den Zettel, den du aufheben willst, darauf, so dass man die Kategorie noch lesen kannst. So verfährst du mit dem gesamten Ordner und danach auch den restlichen und bildest so lauter kleine Papierstapel der jeweiligen Kategorie. Zettel, die du nicht mehr aufheben willst oder musst, wirfst du in den Papierkorb.
  3. Wenn alle Ordner leer sind, beklebe ihre Rücken mit einem neuen, leeren Aufkleber (ich habe meine aus einem gut sortierten Schreibwarenladen) oder schneide dir einfach Papier auf die passende Größe und kleb es auf. In die Ordner heftest du jeweils Registerkarten, auch diese kannst du mit etwas Bastelarbeit selbst anfertigen, wenn du sie nicht kaufen möchtest.
  4. Nun leg die Ordner im Raum aus und leg jeweils zu einander passende Kategorien daneben. Hefte die Kategorien jeweils hinter einer Registerkarte ab und beschrifte diese. Beschrifte gleich auch den Ordnerrücken, damit du deine Papiere später wiederfindest. Mein Tipp ist, Kategorien, auf die du seltener zugreifst, weiter hinten einzuheften.
  5. Solltest du verschiedene Unterkategorien haben, kannst du diese mit Trennblättern voneinander abgrenzen.
  6. Fertig! Aktion „Ordner ausmisten“ erfolgreich abgeschlossen!



Wenn möglich, nutze keine Plastikfolien. Damit schonst du einerseits die Umwelt, doch es hat auch den praktischen Vorteil, dass du dadurch die unterliegenden Kategorien auf einen Blick sehen kannst. Platikfolien sorgen dafür, dass das Blatt breiter wird, als die einzeln abgehefteten Blätter, dadurch wird es unübersichtlich im Ordner.

Solltest du wichtige Unterlagen wie Karten, CDs oder Sparbücher haben, habe ich hier noch einen Tipp für dich: Klebe eine Papierlasche, oder wie in meinem Fall ein Soft-CD-Cover in die Innenseite des Ordners. Hier kannst du ganz bequem diese wichtigen Kleinteile aufbewahren und hast sie immer Griffbereit!

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Ich habe jetzt noch 4 aufgeräumte, schmale Ordner, die alle nicht zum Bersten voll sind und damit bin ich für mich sehr zufrieden.

Welche Unterlagen solltest du sicher aufheben?

  • Personalausweis, Reisepass
  • Impfausweis
  • Geburts- , Heirats- und Sterbeurkunden
  • Schul- und Arbeitszeugnisse z.B. Schulabschlusszeugnis, Weiterbildungszeugnisse…
  • Kauf- und Mietverträge z.B. für Wohnung, Auto, Fernseher, Handy…
  • Gehaltsabrechnungen, Lohnsteuerbescheide
  • Versicherungsverträge z.B. Rentenversicherung, Urlaubsversicherung, Hausratsversicherung…
  • ggf. Studiennachweise z.B. Immatrikulations- oder Exmatrikulationsnachweise
  • Steuerbescheide und dafür relevante Rechnungen
  • Garantiescheine

Noch ein Wort zu Kontoauszügen: Ich selbst erledige all meine Bankgeschäfte per Onlinebanking und kann dort jederzeit meine Geldbewegungen sehen und nach Bedarf abrufen und ausdrucken. Wer seine Kontoauszüge noch per Kontoauszugsdrucker erhält, sollte diese min. 3 Jahre lang aufbewahrt werden, damit sie im Zweifelsfall als Beweis für etwa getätigte Überweisungen oder Lohnzahlungen gelten können.

Welche Dokumente können weg?

  • Werbeanzeigen
  • Anschreiben ohne relevante Informationen
  • gekündigte Verträge
  • abgelaufene Garantescheine
  • alte Rechnungen und Kassenzettel

 

Auf geht’s! Du kannst das auch und hast hinterher ganz bestimmt viel weniger Stress damit und mehr Platz auf dem Regal!

Sei gut zu dir!

~ Alina



Keller / Garage / Auto aufräumen: einfach entspannt und ordentlich!

Viele Menschen- so auch mich- nervt die ständige Unordnung im vollgestopften Auto, im Keller und in der Garage. Ich habe hier meine Tipps zusammengetragen, mit denen ich einmal richtig Ordnung in meine Sachen gebracht habe. Lieber einmal richtig aufräumen und danach erstmal Ruhe haben! Auf geht’s!

Keller / Garage aufräumen

„Was im Keller steht, brauchst du eh nichtmehr,“ ist halbwahr.

Viele der Dinge dürfen getrost gehen, andere widerrum haben den Platz im Keller zu Recht, da man sie nicht oft, aber doch immer wieder braucht. Bei mir war es z.B. ein Raclette-Grill. Ich liebe Raclette und esse es jedes Jahr zu Weihnachten. Ansonsten benutze ich das Gerät so gut wie nie, trotzdem habe ich es noch. Ich glaube, das größere Problem ist, dass man die meisten Dinge im Keller aus dem Bewusstsein verdrängt und im Zweifelsfall neu kauft, da man nicht den ganzen Keller auf Verdacht durchwühlen will. Selbiges gilt natürlich auch für die Garage und jeglichen anderen Lagerraum.

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Auto aufräumen

Das Auto würde ich einmal komplett ausräumen, auch die Mittelkonsole, das Handschuhfach und die Fußräume. Dann alles saugen und putzen, anschließend räumst du nur die Dinge zurück, die du im Auto gebrauchen kannst. Ich bin auf ein USB-fähiges Autoradio umgestiegen, um den Friedhof der losen CDs im Handschuhfach und den Türen loszuwerden.

Da doch immer wieder Müll im Auto anfällt, habe ich in der Fahrertür eine Rolle kleiner Mülltüten und eine Rolle Zewa, die ich bei Bedarf nehmen kann.

Tipp: Im Kofferraum kannst du einen Einkaufs- / Wäschekorb oder Jutebeutel lagern, die du dann zum Einkaufen verwenden kannst. So umgehst du es, eine Plastiktüte kaufen zu müssen.

Sei gut zu dir!

~Alina

 

Küche aufräumen und mehr Platz schaffen!

Es gibt nichts schlimmeres als eine unaufgeräumte Küche, oder? Hier habe ich meine besten Tipps gesammelt, damit auch du mehr freie Arbeitsfläche und endlich Platz in den Schränken und Schubladen hast. Aufräumen 101, here we come!

Lebensmittel aufräumen und aussortieren

Als ich mit der Minimalisierung meiner Dinge begonnen habe, haben sich irrsinnig viele Lebensmittel gefunden, die nicht mehr (sicher) genießbar waren… Teilweise waren die Lebensmittel seit vielen Jahren abgelaufen, ausgetrocknet oder lagen am Boden der Schublade verschüttet herum.

Geh hier am Besten systematisch vor, Schublade nach Schublade, ganz ausräumen und putzen.

Das MHD bedeutet bei vielen Lebensmitteln nicht, dass es nicht mehr gefahrlos genießbar ist… informiere dich da bei dem jeweiligen Produkt am Besten online.

Bei einigen Lebensmitteln war es bei mir auch so, dass Sie zwar noch gut waren (zB. luftdicht verschraubter Senf oder Marmelade), ich aber wusste, dass ich es nicht essen möchte und die Sachen häufig schon einige Monate oder Jahre stehen hatte. Verschenk diese Lebensmittel am Besten an Freund*innen oder per Foodsharing / Fairteiler.

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Küchenhelferchen aufräumen und über Sinnhaftigkeit entscheiden

Fast Jede*r hat sie: Von Apfelausstecher bis hin zum Multifunktionsmesser- Dinge, bei denen du irgendwann im Laden mal gedacht hast „DAS werd ich sicher mal brauchen!“ Vermutlich hast du es dann auch einmal benutzt, dann hattest du aber keine Lust mehr, es sauber zu machen oder hast sonst irgendeinen Grund gefunden, es nicht mehr aus der Schublade zu nehmen. Sei ehrlich zu dir selbst und trenne dich von den Dingen, die du einfach nicht benutzt.

Kleingeräte aufräumen

Bei den Kleingeräten verhält es sich ähnlich den Küchenhelferchen: Wenn du sie praktisch nie benutzt, lass sie gehen. Oftmals sind die Geräte noch fast neuwertig und sind einfach nicht zum Einsatz gekommen. Wenn du dich also nicht erinnern kannst, wann der elektrische Schokobrunnen zuletzt an war, sag Tschüß!

Geschirr aussortieren

Oftmals finden sich noch Schätzchen, die du mal geschenkt gekriegt hast, die aber nicht zum Rest passen oder du hast immer noch die Cola-Glas-Sammlung von McDonalds, die dich schon seit 10 Jahren nervt, weil sie hässlich und ungenutzt im Küchenschrank rumstehen? Goodbye, du wirst sie nicht vermissen…

 

Wohnzimmer / Büro: Deko, Bücher und CDs aufräumen!

Ordnung im Büro ist das A und O und auch das Wohnzimmer kann ab und an eine Tiefenentrümplung gebrauchen. Hier findest du meine besten Tipps zum Aufräumen. In einem anderen Beitrag habe ich bereits über das Ausmisten von Ordnern geschrieben, schau dort doch bei Bedarf einfach mal vorbei. Jetzt aber erstmal hier ran an den Speck! Auf die Plätze… fertig… Aufräumen!

Dekoration

Über Geschmack lässt sich bekannterweise nicht streiten, daher ist es dir ganz selbst überlassen, welche und wie viel Dekoration du um dich haben möchtest. Schau sie dir einfach mal genau an und überlege, welche du gerne siehst und um dich hast.

Für mich gilt: Weniger ist hier mehr. Wenn es wirklich Stücke gibt, die man präsentieren möchte, dann kommen die wesentlich mehr zur Geltung, wenn sie etwas Platz haben. Die schönste Dekoration für eine Wohnung sind und bleiben für mich Grünpflanzen.

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Bücher aufräumen / aussortieren

Von Büchern habe ich mich sehr großzügig getrennt. Bereits gelesene Bücher, die ich vermutlich nicht nochmal lesen werde, mussten weg. Schwerer gefallen ist es mir anfangs bei den vielen Büchern in meinem Regal, die ich noch nicht gelesen hatte. Meistens waren diese Bücher ehemalige Geschenke zu Weihnachten oder zum Geburtstag, manche hatte ich aber auch selbst gekauft. Ich rate dir, dich auch von diesen absolut neuwertigen Büchern zu trennen.

Es fühlte sich für mich so an, als stünden sie da im Regal und machten mir Vorwürfe, warum ich sie nicht endlich lesen würde. Es gab allerdings immer einen Grund, wegen dem das bis dato nicht passiert war. Meistens hatte ich einfach das Interesse verloren oder es war einfach ein unpassendes Geschenk. Trenn dich, wenn du eigentlich weißt, dass du keine Lust auf das betreffende Buch hast.

CDs aufräumen / aussortieren

Von meinen geschätzt circa 500 CDs habe ich mich bis auf 5 komplett getrennt. Auch diese 5 lege ich in keinen CD-Spieler mehr (habe auch keinen mehr), sie haben aber einen gewissen sentimentalen Wert für mich und es hat sich richtig angefühlt, sie zu behalten.

Mein Vorschlag: Räum das ganze CD-Regal aus, putz es am Besten gleich, nimm jede einzelne Hülle in die Hand und guck dir an ob die CD drin ist. Dann erst überlege dir, ob du sie behalten willst, oder nicht.

Es ist dabei nicht zwingend notwendig, dass du diese CD hörst, aber wenn sie dir zudem nicht wichtig ist, lass sie gehen. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Ära der CDs wiederkommt, ist wohl eher gering.

Sei gut zu dir!

~Alina

 

Schlafzimmer / Kleiderschrank aufräumen: mehr Platz und Ruhe!

In diesem Beitrag verrate ich dir, wie auch du deinen Kleiderschrank aufräumen kannst, damit dort endlich Ruhe einkehrt und kein berühmtes Kleiderschrank-Chaos mehr herrscht.

Kleiderschrank aufräumen

Ich empfehle dir, alle Kleidungsstücke der jeweiligen Kategorie auf dein leeres oder frisch gemachtes Bett zu legen. Dann ziehst du jedes Kleidungsstück einzeln an.

Gehe deine Kleidung in einer Reihenfolge durch, zum Beispiel:

  • Socken

  • Unterwäsche

  • Hosen

  • Oberteile

  • Schuhe

  • Jacken

Folgende Kriterien könnten dir bei der Auswahl helfen:

  • Passt es noch?

  • In welchem Zustand ist es?

  • Entspricht es mir noch?

  • Wie oft habe ich es bereits getragen?

  • Wann habe ich es zuletzt angehabt?

  • Wie fühle ich mich darin?

Sortiere die Kleidung, in dem du zwei Haufen bildest: Den einen räumst du ordentlich in deinen frisch geputzten Schrank zurück, der andere kommt in die Ecke zu den Dingen, die deine Wohnung verlassen werden.

Tipp: Vielleicht hilft dir die gedankliche Einstellung, jetzt Dinge zu bestimmen, die du BEHÄLST statt Dinge LOSZUWERDEN. Das ist wesentlich positiver und bestärkt dich ggf. in deinen Entscheidungen.

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Bettwäsche aussortieren

Oftmals verbirgt sich hier wesentlich mehr, als man so denkt… nur 2 Matratzen, aber 9 Spannbettlaken? Geh hier am Besten logisch vor, überlege dir, wie viele Betten es in deiner Wohnung oder deinem Haus gibt, wie oft die Bezüge gewechselt werden und welche du nicht magst / niemals nutzt.

Ich habe für mich festgestellt, dass ich bei meinen 2 Matratzen mit jeweils Decke und Kissen jeweils 2 Sets haben möchte – so passen die jeweiligen Bezüge immer zueinander und ich kann das Bett direkt frisch beziehen, während der „benutzte“ Bezug in der Wäsche ist.

Ich persönlich bevorzuge helle, schlichte Bettwäsche, farblich vor allem weiß und grau gehalten, da diese immer elegant, sauber und frisch wirkt und dem Raum Ruhe und einen gewissen Hotelcharakter gibt, den ich mag.

Tipp: Ziehe bei deinen Überlegungen hinsichtlich der Farbauswahl mit ein, dass Bettwäsche den Raum farblich schnell dominiert, da sie eine große Fläche einnimmt. Wähle Bezüge, die farblich zueinander passen, sodass du eine Waschmaschine voll kriegst, wenn du sie wechselst.

Sei gut zu dir!

~Alina



Handys aussortieren und Kabel entwirren

Unordnung in den Schubladen mit elektronischen Kleingeräten und Kabeln gehören schon bald der Vergangenheit an! Es ist erstmal etwas nervig, sich darum zu kümmern – das geht wohl allen so. So richtig Lust darauf, Kabel zu entwirren hat erstmal niemand, aber es lohnt sich absolut, sich einmal dranzusetzen und und dann für lange Zeit einfach Ruhe davor zu haben. Auf geht’s! Einmal Kabel entwirren und Handys aussortieren  und dann ist es geschafft!

Handys aussortieren

In meinem Besitz befanden sich 5 Handys, 3 davon Siemens und Nokia aus der Steinzeit. Eins der Smartphones hatte einen Display- und Akkuschaden, das andere war alt und langsam. Kurz gesagt, habe ich nich von allem außer dem aktuellen Handy getrennt. Der preisliche Verfall bei technischen Geräten ist extrem hoch, es macht keinen Sinn, länger an diesen Geräten festzuhalten.

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Kabel entwirren

Fast jeder hat sie: die berühmten Kabelschubladen! „Ich weiß zwar nicht genau was das für ein Kabel ist, aber vielleicht brauche ich es mal für etwas.“ Nein, brauchst du nicht. Ich habe all meine Kabel mit einem Etikett versehen, vor allem Anschlüsse und Stecker, die aus verschiedenen Gliedern bestehen, bsp. „Lautsprecher“, „Samsung Handy“ etc. So kann ich immer nachvollziehen, welcher Stecker / welches Kabel zu welchem Gerät gehört. Alle Kabel, bei denen ich nicht mehr herausfinden konnte, zu was sie gehören, mussten bei mir ausziehen. Ich habe keines davon vermisst.

Sei gut zu dir!

~Alina



Schreibtisch aufräumen – langfristig!

Endlich konzentriert arbeiten! Wäre das nicht toll? Damit ich nicht mehr von dem ganzen Kleinkram in Schubladen und auf Oberflächen abgelenkt werde, ist Schreibtisch aufräumen ein Muss – und das mit langfristiger Wirkung! Damit auch du nicht vor jeder neuen Aktion am Schreibtisch eine Stunde aufräumen musst, investiere lieber einmal etwas mehr Zeit, sortiere richtig aus und sorge so dafür, dass es zukünftig leichter wird, Dinge wiederzufinden und auch, Dinge an ihren Platz zu legen.

Generelle Tipps zum Thema Schreibtisch aufräumen

  • Räum nicht in einer akuten Drucksituation auf, sondern nimm dir dafür richtig Zeit, hier findest du meine Tipps zur Vorbereitung.
  • Beginne -wie immer- damit,  den Schreibtisch komplett ab- und die Schubladen auszuräumen, alles auszuwischen und dann nach und nach nur die Gegenstände zurückzulegen, die du wirklich brauchst oder liebst.
  • Sorge für eine möglichst freie Oberfläche
  • In die oberen Schubladen kommt das, was du am häufigsten brauchst, z.B. Locher, Tacker…
  • Du weißt nicht, wohin mit Briefen, bezahlten Rechnungen etc. auf die Schnelle? Vielleicht möchtest du dir einen „Wegsortieren“-Ort aussuchen (z.B. eine Schublade) und zu einem festgelegten Zeitpunkt nach und nach abheften.
  • Schau dir gerne die möglichen Annahmestellen für deine aussortieren Gegenstände an.

 

Aktenordner ausdünnen und sortieren

Es ist natürlich schwer, etwas pauschales zum Thema Aktenordner zu sagen. Ich selbst hatte zu Beginn 3 breite Regalbretter voll davon. Ordnung im Papierkram halte ich selbst für äußerst wichtig, weil mich das Thema schnell stresst und ich gerne weiß, wo welche Dokumente, Rechnungen und ähnliches ist. Bald wird es auf diesem Blog auch eine komplette „Anleitung“ zum Thema „Ordnung in den Ordnern“ geben, ich brauche nur etwas Schreibzeit 🙂

Grundsätzlich gilt: Alte Schul- /Ausbildungs-/Studienordner können oftmals sehr großzügig aussortiert werden. Aus meiner Schulzeit habe ich einige Aufsätze behalten, ebenso einige „Kunstwerke“, der Rest ist komplett in die Altpapiertonne gewandert. Es ist einfach so, dass ich da seit dem Ende der jeweiligen Ära nicht einmal mehr reingeschaut habe und ich das Bedürfnis verspürt habe, die Ordner in den Keller zu stellen, wo das Papier vergilbt wäre und ich es komplett verdrängt hätte. Guck auch nach schon ewig abgelaufenen Garantiescheinen und Rechnungen, die du nicht mehr brauchst. Ich habe nun noch 4 aufgeräumte Ordner mit allen wichtigen Unterlagen plus einem Ordner meiner Ausbildung.

Bei Interesse, schau dir mal meine detaillierte Anleitung zum Thema „Ordner sortieren“ an.

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Briefe und Fotos sortieren

Lass dir viel Zeit mit Briefen und Fotos, erledige erst alles Andere. An diesen Dingen hängen oft Erinnerungen, mit denen du dich erst auseinandersetzen musst.

Es ist auch eine Möglichkeit, wichtige Briefe oder Fotos zu digitalisieren, bedenke allerdings, dass auf deinem PC vieles untergeht, die Festplatte verloren gehen kann… und so weiter. Ich persönlich bin kein großer Fan vom Digitalisieren, stattdessen habe ich eine sogenannte „Erinnerungskiste“ eingerichtet:

Was ist eine Erinnerungskiste?

Das Anlegen einer Erinnerungskiste kann hilfreich sein, wenn es dir schwerfällt, einen Ort zu finden, an dem die Sachen aufbewahrt werden, die du nicht gebrauchen, aber dennoch behalten willst. Es kann ein Ort werden für Dinge, die dir wirklich wichtig sind, an denen Erinnerungen hängen, besondere Geschenke, alte Briefe und Fotos. Das Gute am Konzept der Erinnerungskiste ist, dass sie dich auf ein bestimmtes Fassungsvermögen der Kiste limitiert. Dadurch denkst du mehr darüber nach, welche Dinge den Platz in der Kiste verdient haben.

Die Größe der Kiste kannst du selbst bestimmen und es ist natürlich auch möglich, mehr als eine Kiste zu besitzen. Im Endeffekt machst du das alles für dich, daher bist du auch die entscheidende Instanz.

Hast du noch mehr gute Tipps zum Thema Schreibtisch aufräumen auf Lager? Ich freue mich auf deinen Kommentar!

Sei gut zu dir!

~Alina

 

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