CHIRON Hanf-Aufstrich Rucola-Pastinake

Produkt Review: Hanf-Brotaufstrich mit Rucola und Pastinake von CHIRON

Geschmack

Das für mich leichteste Kriterium und gleichzeitig das subjektivste. Ich bewerte hier ganz einfach, ob mir persönlich das Produkt schmeckt und ob ich es geschmacklich ausgewogen finde, ob die Konsistenz und das Essgefühl angenehm ist. Einen weiteren Schwerpunktlege ich auf Zubereitungsschwierigkeit.

Geschmack: lecker, nussig

Konsistenz: körnig, ölig

Zubereitung: fertig

 

Inhaltststoffe

Hier schaue ich mir an, welche Zutaten im Produkt verarbeitet wurden. Einen besonderen Schwerpunkt lege ich auf den kritischen Inhaltststoff Palmöl und ob die Zutaten biologisch angebaut und/oder oder stark verarbeitet wurden.

Zutatenliste: kurz

Bio: ja

Hochverarbeitet: nein

Palmöl: nein

 

Verpackung

Bei der Verpackung achte ich besonders auf Nachhaltigkeit: Abzug kriegen Produkte mit unnötig viel Verpackung und großem Plastikanteil, besser bewertet werden Verpackungen aus recyceltem, recyclebarem oder abbaubarem Material.

Verpackungsmasse: gering

Material: Glas

 

Preis-Leistungsverhältnis

Das Thema Preis ist nicht ganz einfach zu bewerten, da die Qualität des Produkts großen Einfluss auf den Preis haben kann. Ich schaue mir unter diesem Punkt also an, inwiefern ich den Preis hinsichtlich der Menge und Qualiät des Produkts für gerechtfertigt halte.

Preis-Leistungsverhältnis: gut

 

Unternehmen

Bei den Unternehmen schaue ich insbesondere auf die Schwerpunkte Transparenz, nachhaltige Firmenphilosophie, faire Produktions- und Arbeitsbedingungen, Logistikwege, Nutzung von Bio- / Vegan-Siegeln. Volle Punktzahl können hier nur Firmen erhalten, die ausschließlich biovegan produzieren.

Betriebsform: Familienunternehmen

Transparenz: hoch

Produktionsland: Baden-Württemberg, Deutschland

Logistikwege: kurz

Bio-/Vegansiegel: EU-Biosiegel, kein Vegan-Label

Produktion ausschließlich biovegan: Ja

Unternehmenswebsite: www.naturdelikatessen.de

 

Disclaimer: Das Produkt habe ich selbst zum Zeitpunkt der Rezension zum angegebenen Preis gekauft. Alle Angaben werden nach bestem Wissen und Gewissen von mir persönlich gemacht. Alle Beiträge, so auch die Produktreviews, enthalten zu 100% meine eigene Meinung.

Gewinnspiel zu Weihnachten: vegan und minimalistisch!

Ihr Lieben, es gibt ein neues Gewinnspiel! Warum? Weil Minimal-vegan.com mich jetzt schon 1,5 Jahre meines Lebens beschäftigt und ich so viel Spaß mit euch allen habe. Ich möchte euch einfach DANKE sagen, für euren Einsatz und natürlich eure Unterstützung!

Die Preise habe ich alle selbst ausgesucht und im Einzelhandel für euch gekauft. Dabei habe ich darauf geachtet, möglichst nachhaltige Entscheidungen zu treffen und Dinge zu erwerben, die man wirklich brauchen kann und über die ich mich selbst auch freuen würde. Jedenfalls hoffe ich, ihr findet die Preise genauso cool wie ich und freut euch über die Verlosung!

Design ohne Titel

Welche Preise gibt es zu gewinnen?

Bei diesem Gewinnspiel gibt es 3 mögliche Gewinne.

1. Platz

  • Koawach Zimt / Kardamom
  • „Darm mit Charme“ von Giulia Enders
  • feste Haarseife Mandarine / Basilikum
  • Bambuszahnbürste von Hydrophil (grün / mittel)
  • Schokoriegel von Veganz
  • Weihnachtsmannbeutel

2. Platz

  • Schokoladentafel „Fruity Quinoa“ von Veganz
  • feste Haarseife Mandarine / Basilikum
  • Bambuszahnbürste von Hydrophil (grün / mittel)
  • Schokoriegel von Veganz
  • Elchbeutel

3. Platz

  • feste Haarseife Mandarine / Basilikum
  • Bambuszahnbürste von Hydrophil (grün / mittel)
  • Schokoriegel von Veganz
  • Elchbeutel



Wie lande ich im Lostopf?

Für eine einfache Gewinnchance, führe einfach die folgenden beiden Schritte durch:

  1. Like diesen Beitrag auf Facebook UND
  2. Folge Minimal-Vegan auf Facebook

Wie immer freue ich mich über eine ehrliche Berwertung der Facebook-Seite, wenn du den Beitrag teilst und eine*n vegane*n Freund*in unter dem Facebook-Beitrag markierst.

Teilnahmebedingungen für das Gewinnspiel

  • Dieses Gewinnspiel steht nicht im Zusammenhang mit WordPress und WordPress steht auch nicht als Ansprechpartner für das Gewinnspiel zur Verfügung.
  • Teilnehmen darf jede Person, die die Anforderungen für die einfache Gewinnchance erfüllt.
  • Die Gewinne wurden von mir privat gekauft und können nicht in Geldwert augezahlt werden! (Ich fände das zwar auch echt eine Frechheit und mute euch das nicht zu – aber es sei hier noch einmal mit aller Deutlichkeit gesagt!)
  • Die Gewinner*innen werden per Zufallsgenerator ausgelost und von mir via PN (Facebook und Instagram) oder Kommentar (Blog) über ihren Gewinn benachrichtigt. Sollte eine gewinnende Person sich innerhalb von 7 Tagen nicht zurückmelden, wird ein*e neue*r Gewinner*in ausgelost.
  • Der Versand der Gewinne erfolgt durch mich persönlich. Die Gewinner*innen müssen sich damit einverstanden erklären, mir ihre Adresse zu diesem Zweck zur Verfügung zu stellen. Der Versand erfolgt versichert über die deutsche Post. Bitte habt Verständnis, dass ich aus Kostengründen nur innerhalb Deutschlands verschicken kann!

Bitte denkt daran, dass ihr mir bei einer Teilnahme über den Blog eine Kontaktmöglichkeit da lasst. Am einfachsten ist es für alle Beteiligten, wenn ihr unter dem FB-Beitrag kommentiert!

Das Gewinnspiel beginnt Samstag, dem 01.12.18 um 14:30 Uhr und endet Dienstag dem 11.12.18 um 0:00 Uhr. Die Gewinner*innen informiere ich am nächsten Tag.

Last but not least noch einmal DANKE für eure Treue! Dieses Projekt bedeutet mir wahnsinnig viel und ich freue mich über jeden neuen Monat, in dem ich euch für das vegane und minimalistische Leben begeistern und inspirieren kann.

Ich drücke euch allen ganz fest die Daumen!

Eure Alina

PS: Schau doch mal auf meinem zweiten, nagelneuen Blog My-Shero.com vorbei




 

Kaffeefahrrad – eine mobile, umweltfreundliche Alternative

Wie sicherlich auch viele von euch, versuche ich mich aufgrund der großen Mengen vermeidbaren Einwegplastiks eher fern von „Coffee to go“ zu halten. Vor einiger Zeit fiel mir am Wittenberger Bahnhof ein Kaffeefahrrad auf, dessen Betreiber dieses Problem wunderbar gelöst hat und der mich auch in anderen Bereichen überzeugt. Aufgrund dieses Interesses kam ich mit Dietmar, dem Betreiber dieses „Kaffeefahrrads“, ins Gespräch und konnte ihn für einen Beitrag auf dieser Website begeistern. Ein Kaffeefahrrad wie dieses stellt eine echte Alternative zum herkömmlichen „Kaffee auf die Hand“ dar und in diesem Beitrag zeige ich dir, welche Vorteile es mit sich bringt.

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Von der Idee zur Umsetzung eines mobilen Kaffeefahrrads

Dietmar, der seit vielen Jahren in einer Festanstellung gearbeitet hatte, meldete für seinen mobilen Kaffeeverkauf vorerst im Nebenerwerb an und probierte einige Wochen lang verschiedene Standorte und Angebote durch. Da er seine langjährige Arbeitsanstellung nicht mehr als erfüllend wahrnahm, wagte er dann den Schritt in die Selbstständigkeit. Ein mobiles Kaffeegeschäft hatte er zu erst in Berlin gesehen und fasziniert. Da er ohnehin über keine Fahrerlaubnis verfügte und die Arbeit unter freiem Himmel und eben Kaffee liebte, entschloss er sich, all dies zu vereinen und kaufte ein Kaffeerad.

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Verkauf von Einwegbechern und ökologisches Handeln – passt das überhaupt zusammen?

Als Gegenentwurf zum Kaffebecher aus Einwegplastik hält Dietmar gleich zwei Alternativen parat! Seine Standartbecher sind zu 100 % kompostierbar (auch der Deckel!) und tragen so einen erheblichen Beitrag zum Schutz der Umwelt, insbesondere der Meere bei.

 

Allein in Deutschland werden jährlich fast 3 Milliarden Einwegbecher verbraucht, welche ca. 28.000 Tonnen CO2-Emissionen verursachen, weitere 28.000 Tonnen entstehen lediglich durch die oftmals direkt weggeworfenen Deckel. Weltweit verschlingt die Herstellung von Einwegbechern jährlich 22 Tonnen Rohöl.

Quelle: Deutsche Umwelthilfe

Auch eine Idee, die noch in den Kinderschuhen steckt, wird von Dietmar gefördert: die Einführung von Pfandbechern. Kund*innen haben an seinem Stand die Möglichkeit, für einen geringen Betrag einen stabilen Becher zu erhalten und mitzunehmen. Beim nächsten Besuch können sie zurückkommen und erhalten gegen den Becher ihr Geld zurück. Kund*innen, die ihren Kaffee ohnehin direkt am Stand trinken, bekommen standardmäßig einen Pfandbecher, den sie gleich nach dem Kaffeegenuss wieder zurückgeben können – so, dass praktisch kein Müll entsteht.

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Umweltfreundliche Alternativen schaffen,  humanitäre Projekte fördern und lokale Produzent*innen unterstützen

Über die Bemühungen, das Kaffeetrinken ökologisch sinnvoller zu gestalten, hinaus, fördert Dietmar durch den Produktvertrieb humanitärer Projekte und lokaler Firmen nachhaltige Alternativen. Im Sortiment seiner Erfrischungsgetränke findet man keine große, marktdominierende Marke sondern lokale Unternehmen, die ihre Getränke überwiegend in Glas abfüllen. Wasser verkauft er übrigens ausschließlich vom Unternehmen Viva con Agua, einem Ableger der Welthungerhilfe, welches durch den Verkauf des Wassers dafür sorgt, das weltweit mehr Menschen Zugang zu sauberem Trinkwasser erhalten. Kaffee, Tee und Milch bietet Dietmar aus Überzeugung ausschließlich in Bioqualität an.

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Im Angebot hat Dietmar neben Getränken auch ein paar Snacks, die größtenteils lokale Produzent*innen unterstützen; beispielsweise Annis Konfitüre oder Lutherbrot von Wikana, welche beide in Wittenberg hergestellt werden. Es liegen Flyer aus – auch von Vlora, dem einzigen veganen und ganz wunderbaren Café hier in der Gegend. Über Vlora werde ich zeitnah auch etwas genauer berichten.

 

Dietmars Kaffeefahrrad ist ein wunderbares Beispiel dafür, wie jede*r von uns seinen Beitrag leisten kann, um die Welt ein bisschen besser zu machen! Aufklärung über umweltbewusstes Handeln kann auf diesem Wege gut annehmbar unter die Menschen gebracht werden.

Vielen Dank an Dietmar für die Einblicke in seinen Arbeitsalltag und das nette Gespräch!

Nutzt ihr Alternativen wie Kaffeefahrräder?

Tipps zum bewussten Einkaufen

Mit jedem Gang durch einen Supermarkt hast du die Möglichkeit, deine Schwerpunkte auf verschiedene Kriterien zu legen. Möchte ich dieses Unternehmen wirklich durch den Kauf eines seiner Produkte unterstützen? Ist dieses Shampoo an Tieren getestet? Es gibt unzählige Fragen, die du dir bei der Auswahl des Inhalts deines Einkaufswagens stellen kannst. Deshalb habe ich hier meine Tipps zum bewussten Einkaufen zusammengetragen und hoffe, sie helfen dir, sinnvolle ökologische Entscheidungen zu treffen.

1 So wenig Plastik wie möglich

Ja- es hängt Vielen vermutlich zu den Ohren raus. Es dauert bis zu 450 Jahre bis eine Plastikflasche verrottet ist. Stell dir vor: In 400 Jahren liegt sie noch immer im Wald. Wenn man sich das einmal bewusst macht, dann läuft man mit völlig anderen Augen durch den Supermarkt: Neben jeder Obst- und Gemüsetheke hängen wie selbstverständlich Rollen kleiner Plastiktüten, die allermeisten Produkte sind völlig sinnloserweise nicht nur einmal, sondern gleich mehrfach in Plastik verpackt. Besonders beschämend ist der Einsatz von Plastikfolien für mich innerhalb eines Pappkartons. Erschrocken beobachte ich die offensichtlich unreflektierte Einführung von Kapselmaschinen, die die „traditionellen“ Kaffee- und Teekannen ablösen sollen.

Ein weiteres Problem, das vielerorts noch unbekannt ist, ist die Verwendung von Mikroplastik. Als solches bezeichnet man kleinste Plastikpartikel mit einem Durchmesser von unter 5 mm, oftmals sind sie für das menschliche Auge kaum sichtbar. Sie werden in vielen Peelings, Duschcremes und anderen Kosmetikprodukten verwendet und gelangen so in unser Wasser. Da die Klärwerke dieses Plastik nicht filtern können, gelangt es so in unsere Meere und alles Leben darin, somit auf unsere Felder und in unsere Luft- der Schaden ist kaum vorstellbar!

In echter Naturkosmetik (zB. Demeter- / Natrue-Siegel) ist keinerlei Mikroplastik vorhanden. Um deine gewohnten Produkte zu überprüfen reicht in aller Regel eine schnelle Google-Befragung.

 

2 Die Zutaten im Blick

Geh nicht über Leichen: eine pflanzenbasierte Ernährung stellt in unserer Zeit kein Problem da, sondern leistet den wichtigsten Beitrag zur Erhaltung dieses Planeten und zum Schutz von Allen, die hier zu Hause sind. Auch wenn du (noch) nicht vegan lebst, trägst du mit jedem rein pflanzlichen Produkt, dass du kaufst, deinen Teil bei. Wenn das Lebensmittel nicht mit dem Vegan-Siegel gekennzeichnet ist, musst du selbst aktiv werden und das Produkt nach bestem Wissen und Gewissen auf mögliche tierische Inhalte prüfen.

Der erste Blick gilt dann immer einem etwaigen Allergiker*innen-Hinweis. Oftmals steht auf der Verpackungsrückseite dann etwas wie „Enthält Milch und Eier“ oder ähnliches. Wenn dies der Fall ist, weißt du Bescheid und musst dich nicht bemühen, die Zutatenliste auseinanderzunehmen.

Ist der Hinweis nicht vorhanden oder aufschlussreich, schau dir die Zutaten genau an. Oftmals sind tierische Inhaltsstoffe wie Milchpulver fettgedruckt, allerdings nicht immer. Ich überfliege die Zutaten, ob es etwas fettgedrucktes gibt und checke, ob mir da etwas verdächtig erscheint. Erst als letzte Konsequenz sehe ich mir das Kleingedruckte an. Ich habe dir hier eine kleine Liste mit den am häufigsten aufgeführten unveganen Zutaten erstellt, die dir hoffentlich etwas Aufschluss gibt.

  • Butter(rein)fett
  • Magermilchpulver
  • Vollmilchpulver
  • Molke → Rückstand der Milch, nachdem das Kasein und das meiste Fett entfernt wurde
  • Laktose → Milchzucker
  • Ghee → geklärte Butter
  • Gelatine → Geliermittel, welches durch das Abkochen tierischer Knochen, Sehnen, Bändern und Häuten gewonnen wird
  • Isinglass → Form von Gelatine, wird aus der Fischblase gewonnen
  • Fischöl → Achtung v.a. bei Produkten, welche angeben, viele Omega-3-Fettsäuren zu enthalten. Oftmals wird statt dem pflanzlichen das günstigere tierische Fett genommen.
  • Honig
  • Talg / Tallow → hartes Tierfett
  • Albumin → wasserbindendes Protein
  • Lanolin → Fett aus der Schafswolle
  • Lab → Extrakt aus dem Kälbermagen, oft zur Käseherstellung verwendet
  • E120: Echtes Karmin / Chochineal → roter Farbstoff, wird aus zerdrückten Schildläusen gewonnen
  • E901: Bienenwachs
  • E904: Shellac → von Insekten produziertes Sekret

Kann vegan oder unvegan vorliegen:

  • Vit. D3 → wenn es nicht ausdrücklich auf der Packung als vegan gekennzeichnet ist, liegt die unvegane Variante vor
  • Kasein → Milchprotein
  • Milchsäure
  • E322: Lecithin → fettiges Sekret, kann vegan aus Soja oder Sonnenblumen gewonnen werden, ist es nicht differenziert angegeben ist es unvegan gewonnen aus z.B. Blut, Eigelb und Nervengewebe
  • E471 : Mono- und Diglyceride / Speisefettsäuren
  • E620: Natriumglutamat
  • E920 : L-Cystein → Aminosäure, unvegan aus Haaren oder Federn gewonnen

Wenn du dir trotz Zutatenlesen und einer Befragung von Dr. Google noch nicht sicher bist, kannst du jederzeit die Firma anschreiben, die das Produkt herstellt. Ich habe damit sehr gute Erfahrungen gemacht. Viele der Firmen sind mittlerweile sogar fix und unkompliziert über den Facebook-Messenger erreichbar.

 

3 Kiwis im Januar…?

Exotische Früchte kommen bei mir eher selten auf den Tisch. Die damit verbundenen langen Transportwegen, die oft miserablen Arbeitsbedingungen vor Ort und vielerorts damit verbundene Tierrechtsverletzungen veranlassen mich dazu, beim Kauf dieser Produkte zweimal nachzudenken. Ich gönne es mir ab und an, so ehrlich möchte ich sein. Den völlig unreflektierten ständigen Kauf kann ich allerdings nicht gutheißen. Greif nach Möglichkeit bei saisonalen Lebensmitteln zu, vieles Obst und Gemüse lässt sich auch einlagern.

4 Kakao nur fair gehandelt

Der deutsche Kakaomarkt wird von 4 Großkonzernen dominiert: Mars, Nestle, Ferrero und Mondelez. Aus verschiedenen Gründen ist der Konsum von Produkten aller vier Unternehmen für mich persönlich ausgeschlossen: Der viel zu niedrige Preis, der durch eine Reihe von Menschenrechtsverletzungen, großflächiger Umweltzerstörung und Verbraucher*innen-Täuschung zustande kommt, zwingt fair gehandelten Kakao in die Knie. Um dich in dem Dschungel an verschiedenen Siegeln, die häufig auf Schokoladenpackungen angegeben sind, etwas zurecht zu finden, hier eine kleine Übersicht:

  • UTZ → nicht sehr aussagekräftiges Billig-Siegel, trotzdem besser als nichts!
  • EU-Bio-Siegel → lediglich die Grundvoraussetzungen für Bio lt. EU sind erfüllt, allerdings verzicht auf Pestizide
  • Naturland → strenger als EU-Richtlinien, es sind auch soziale Richtlinien verankert
  • Fairtrade → typisches Siegel, oft im Bioladen zu finden. Das Siegel ist keine Garantie dafür, dass das komplette Produkt fair gehandelt wurde! Um das Siegel zu erhalten, reicht es auch, wenn nur ein gewisser Prozentsatz fair gehandelt ist.
  • Gepa / WFTO → tolles Fairtradesiegel für Schokolade, trotzdem noch leistbar

5 Kartoffeln aus Spanien

Wenn es möglich ist, bevorzuge ich beim Einkaufen regionale Produkte. Häufige Zwickmühle: Das regionale Produkt ist in Plastik verpackt, das Andere ist lose. In diesem Fall entscheide ich nach meinem Gusto, wenn es keine Alternative gibt und ich das Produkt brauche, um z.B. mein geplantes Gericht kochen zu können.

Oft Missachtet: In deiner Umgebung gibt es ganz bestimmt Möglichkeiten, Obst und Gemüse zumindest zeitweise selbst zu ernten! Damit meine ich nicht nur die geliebten Erdbeeren oder Spargel im Frühjahr, vielleicht hat jemand in deinem Freundes- oder Verwandtenkreis ja Obstbäume und weiß jedes Jahr gar nicht wohin damit? Frag doch einfach mal, ob du bei der Ernte helfen, oder dir selbst etwas davon nehmen darfst. Ihr beide profitiert davon und weniger Lebensmittel werden verschwendet.

6 Bio ist nicht gleich Bio

Wenn möglich, greife auf zertifizierte Bioprodukte zurück. Damit leistest du einen wichtigen Beitrag für die lange Erhaltung von guten Böden und sauberen Trinkwasser bei. Oftmals macht es wirklich keinen großen Unterschied, schau einfach, wie du dir es leisten kannst und willst.

7 Schütze den Regenwald

Palmöl ist eines der Rohstoffe, für den riesige Flächen Regenwald gerodet werden. Im Zusammenhang damit steht nicht nur der Klimawandel, sondern auch die Vertreibung von Menschen aus ihren Heimatgebieten sowie massive Tierrechtsverletzungen, wie etwa die belegte Quälerei von Affen. Palmöl ist nicht nur im bekannten Nutella, sondern auch in vielen anderen Produkten wie Reinigungsmitteln oder kosmetischen Produkten enthalten.

8 Kaninchen brauchen keinen Mascara

Bei dem heutigen Angebot tierversuchsfreier Kosmetik ist es weder nötig noch vertretbar Firmen, welche noch immer an Tieren testen lassen, durch den Erwerb ihrer Produkte zu unterstützen. Auf https://kosmetik.peta.de/ erhälst du eine tolle Übersicht über tierversuchsfreie Kosmetik. Ganz wichtig: Selbst Aussagen wie „Wir führen keine Tierversuche durch.“ oder „Wir engagieren uns gegen Tierversuche.“ sind keine Garanten für ein tierversuchsfreies Produkt! Viele Herstellerfirmen ziehen sich so aus der Affäre, dabei wird das Produkt durch andere Firmen getestet, oftmals sind die Rohstoffe im Einzelnen allerdings auch getestet.


Auf ein paar Worte zum Schluss, liebe*r Leser*in,
Denk bitte daran: wir alle sind nicht perfekt. Auch ich nicht! Diese Auflistung ist nicht starr und endgültig, lediglich eine kleine Gedankenstütze! Du darfst dir etwas gönnen, du darfst auch Entscheidungen treffen, die nicht ideal sind.

Trotzdem: Jeder Einkaufszettel ist ein Stimmzettel! Wir alle formen so die Welt, wenn du also die Möglichkeit hast, so ganz bequem Gutes zu tun: Warum nicht?

Sei gut zu dir!

~ Alina

 

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