Meckerpost// Veganer Senf im Internet

oder: Wie Falschaussagen und Selbstprofilierung mir den Spaß an veganen Foren vermiesen

Wie die meisten von euch bin ich oft in den sozialen Medien unterwegs- auch, weil ich eben diesen Blog führe. Dabei fallen mir einige Aussagen auf, die in scheinbar jedem Kontext in jeder veganen Gruppe auf Facebook reflexartig wieder behauptet und kommentiert werden, die oftmals schlichtweg falsch, überhaupt nicht zielführend sind und die der veganen Bewegung meines Erachtens nachhaltig schaden.

Daher nehme ich mir in diesem Beitrag die Top 4 der für mich nervigsten Aussagen vor und gebe heute meinen eigenen Senf dazu- hier und da etwas frech, zugegeben- aber da staut sich auch etwas an über die Jahre. Es würde mich wundern, wenn Du hier nicht auch die ein oder andere Aussage liest, bei der du die Augen nicht weit genug in den Hinterkopf drehen kannst.

1 „Eier sind Hühnermenstruation.“

Nein, Eier sind keine Hühnermenstruation! Menstruationsblut besteht aus abgestoßener Gebärmutterschleimhaut, ein (Hühner-)Ei nicht. Es stimmt, dass ein (Hühner-)Ei die Eizelle enthält (befruchtet oder unbefruchtet), aber zu sagen, dass das Legen von Eiern das selbe wie menstruieren ist, ist schlichtweg falsch.

Und abgesehen davon: Es ist doch gar nicht nötig, Eier als Menstruationsprodukt zu bezeichnen um es „eklig“ wirken zu lassen. Mentruationsblut ist nämlich überhaupt nicht eklig, sondern ganz normal. Ob man allerdings etwas essen möchte, das aus dem gleichen Loch kommt, aus dem das Federtier auch kackt (Eier kommen aus der sogenannten Kloake)- das mag jede*r Konsument*in selbst entscheiden. Bäm.

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2 „Ersatzprodukte sind pure Chemie.“

Eine Aussage, wie sie pauschaler kaum sein könnte. Ja, alles im Leben besteht aus Chemie, da gibt es nichts zu leugnen- das ist aber per se überhaupt nichts schlechtes. Man sollte bei Ersatzprodukten ganz deutlich differenzieren, welche Inhaltsstoffe als bedenklich betrachtet werden können. Dies gilt allerdings nicht nur für Ersatzprodukte, sondern für alle Produkte! Wenn man beispielsweise die Inhaltsstoffangabe von veganem Wurstaufschnitt  mit der von tierischem Wustaufschnitt vergleicht fällt auf, dass diese oftmals gleichlang sind und ähnlich fremdartig klingende Begriffe enthalten, die oftmals Bindemittel, Aromen- und Farbstoffe bezeichnen und ggf. auch kaschieren sollen.  Kritik an konkreten Inhaltstoffen ist selbstverständlich gerechtfertigt und kann ein sinnvoller Beitrag im Gespräch sein- allerdings lese ich solch explizite Hinweise eher selten.

Übrigens, Tofu ist kein Ersatzprodukt, wird aber immer wieder gern so bezeichnet. Tofu ist seit Jahrhunderten ein Grundnahrungsmittel im asiatischen Raum.



3 „Produkt XY ist vielleicht lecker, aber viel zu ungesund und überhaupt kann man das viel besser selber machen.“

In jeder Kommentarspalte gibt es unter 50 Kommentaren auf eine Frage nach dem Geschmack oder der Verfügbarkeit eines Produkts einfach immer diese zwei, drei Super-Veganer*innen, die ihren vermeindlich viel gesünderen Senf auf jede- noch so unpassende- Frage streichen müssen. Erfahrungsgemäß interessiert es wirklich niemanden, dass ihr euer Leben perfekt meistert und es selbstverständlich neben 5 geretteten Hunden und zwei Jobs und ’nem Kind und ’ner Beziehung und ’nem Hobby und… noch schafft, all eure zuckerfreien, glutenfreien Aufstriche selbst zu machen. Und nein, natürlich nicht im Thermomix- das wäre aber auch echt nicht öko genug. Ironie aus.

Mensch Leute, reißt euch doch bitte mal ein bisschen zusammen und beantwortet einfach die Frage! Es ist toll, andere Menschen an den eigenen Erfahrungen teilhaben zu lassen und Erprobtes zu teilen- wirklich! Aber nur, wenn auch danach gefragt wurde! Es ist hingegen gar nicht toll, seinen Mitmenschen ständig etwas aufzudrängen, ihnen dadurch das Gefühl zu geben, den veganen Gedanken nicht gut genug umzusetzen, gegen Andere abzustinken und den eigenen Körper durch den Genuss von veganer Torte mit Industriezucker mutwillig zu zerstören.

4 „Impfen ist nicht vegan.“

Mir schwillt ja meistens schon beim Lesen der ersten Kommentare zum Thema -egal um was es im Ausgangspost ging- der Kamm! Ja, die Impfstoffe sind nicht vegan und ja, sie wurden an Tieren getestet und JA, das ist scheiße. Scheiße, da, ich hab’s geschrieben! Aber: sich und seine Kinder deswegen nicht zu impfen und dadurch diese und Millionen anderer Menschen hochansteckenden, unheilbaren Infektionskrankheiten auszusetzen, die schwerwiegende (Spät-)Folgen wie körperliche und geistige Behinderungen und den Tod haben- das kann nun wirklich auch nicht ethisch korrekt (und vegan) genannt werden.

Das Ziel eines ethisch motivierten veganen Lebenstils wäre doch etwa so: Das Leid von Tieren (inkl. Menschen!) verringern, bestenfalls abschaffen. Das das mit einem Leben in dieser Gesellschaft nicht immer und nicht einhundertprozentig geht, das weiß doch jede*r von uns! Abgesehen von den Personen, die wirklich in ihrer Hütte wohnen, ihre Pflanzen ohne Pestizide anbauen, keine Medikamente nehmen, nie Auto und Co fahren, kein Handy, TV oder sonstwas haben (und, und, und… ihr versteht, was ich meine) müssen wir alle damit leben, dass einige unserer Handlungen ethisch nicht einwandfrei sind- das geht in dieser globalisiwerten Welt auch kaum noch! Es geht darum, die bessere Entscheidung zu treffen und auch das im eigenen Tempo.

Es ist wissenschaftlich anhand von Statistiken eindeutig belegt (ja, wirklich!), dass man als nichtgeimpfte Person ein unfassbar hohes Risiko für sich und andere ungeimpfte Personen darstellt und das die Wahrscheinlichkeit einen Impfschaden zu erleiden extrem gering ist. Und ja, es tut mir leid, wenn ihr eine Person in der Familie oder dem Bekanntenkreis habt, die einen Impfschaden erlitten hat. Das ist furchtbar- wirklich!- aber es verändert eben die statistische Wahrheit nicht, dass es für die Person selbst und alle Mitmenschen wesentlich sinnvoller ist, sich impfen zu lassen, als es nicht zu tun. Impfen rettet leben! Auch, bis in Zukunft vegane Impfstoffe entwickelt werden, ist impfen eine vegane (die „veganere“/ ethisch korrektere/ verantwortungsvollere) Handlung.

An alle Hater: Mir ist übrigens absolut bewusst, dass es eine persönliche Entscheidung ist, sich impfen zu lassen. Noch. Bei Kindern verstehe ich persönlich da keinen Spaß- denn die können nichts dafür, dass ihr da nicht gut genug informiert seid. Und nein, ich hab nicht an der Youtube-Universität studiert und bin nicht von der Pharmaindustrie gekauft (haaa haaa- wie lustig.), sondern ich bin Krankenschwester und Heilpraktikerin- ja, echt, kein Scherz.

So, das musste jetzt einfach mal raus! Mir ist klar, dass ich mich damit nicht unbedingt bei allen beliebt mache- aber ich sags trotzdem.

Haltung hat, wer sich nicht bückt und doch geneigt ist.

– Klaus Klages

An alle, die es frohen Mutes und vielleicht etwas schmunzelnd bis hier her geschafft und noch keine Gewaltfantasien entwickelt haben wünsche ich noch einen fabelhaften Tag.

Ich bin dankbar für euch alle, die das Miteinander online schön machen! Vegane Gruppen können auch wundervoll und inspirierend sein.

Lasst es euch gut gehen!

~ Alina



CHIRON Hanf-Aufstrich Rucola-Pastinake

Produkt Review: Hanf-Brotaufstrich mit Rucola und Pastinake von CHIRON

Geschmack

Das für mich leichteste Kriterium und gleichzeitig das subjektivste. Ich bewerte hier ganz einfach, ob mir persönlich das Produkt schmeckt und ob ich es geschmacklich ausgewogen finde, ob die Konsistenz und das Essgefühl angenehm ist. Einen weiteren Schwerpunktlege ich auf Zubereitungsschwierigkeit.

Geschmack: lecker, nussig

Konsistenz: körnig, ölig

Zubereitung: fertig

 

Inhaltststoffe

Hier schaue ich mir an, welche Zutaten im Produkt verarbeitet wurden. Einen besonderen Schwerpunkt lege ich auf den kritischen Inhaltststoff Palmöl und ob die Zutaten biologisch angebaut und/oder oder stark verarbeitet wurden.

Zutatenliste: kurz

Bio: ja

Hochverarbeitet: nein

Palmöl: nein

 

Verpackung

Bei der Verpackung achte ich besonders auf Nachhaltigkeit: Abzug kriegen Produkte mit unnötig viel Verpackung und großem Plastikanteil, besser bewertet werden Verpackungen aus recyceltem, recyclebarem oder abbaubarem Material.

Verpackungsmasse: gering

Material: Glas

 

Preis-Leistungsverhältnis

Das Thema Preis ist nicht ganz einfach zu bewerten, da die Qualität des Produkts großen Einfluss auf den Preis haben kann. Ich schaue mir unter diesem Punkt also an, inwiefern ich den Preis hinsichtlich der Menge und Qualiät des Produkts für gerechtfertigt halte.

Preis-Leistungsverhältnis: gut

 

Unternehmen

Bei den Unternehmen schaue ich insbesondere auf die Schwerpunkte Transparenz, nachhaltige Firmenphilosophie, faire Produktions- und Arbeitsbedingungen, Logistikwege, Nutzung von Bio- / Vegan-Siegeln. Volle Punktzahl können hier nur Firmen erhalten, die ausschließlich biovegan produzieren.

Betriebsform: Familienunternehmen

Transparenz: hoch

Produktionsland: Baden-Württemberg, Deutschland

Logistikwege: kurz

Bio-/Vegansiegel: EU-Biosiegel, kein Vegan-Label

Produktion ausschließlich biovegan: Ja

Unternehmenswebsite: www.naturdelikatessen.de

 

Disclaimer: Das Produkt habe ich selbst zum Zeitpunkt der Rezension zum angegebenen Preis gekauft. Alle Angaben werden nach bestem Wissen und Gewissen von mir persönlich gemacht. Alle Beiträge, so auch die Produktreviews, enthalten zu 100% meine eigene Meinung.

Ninas Veg – Darum lebe ich vegan!

>>Dieses Interview ist Teil des Projekts Mein Veg

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Nina, Flugbegleiterin und Bloggerin

Warum hast du dich für ein veganes Leben entschieden? Gab es einen Auslöser?

Es gab ganz viele kleine Auslöser, und ich war lange Vegetarierin mit Tendenz zum Vegansein. Aber dann kam der Tag, als ich unterwegs unbedingt einen Kaffee brauchte, und es nur Kuhmilch gab, und ich nach einem Schluck dachte, bäh, das kann ich einfach nicht mehr trinken. Letztlich war es einfach die logische Konsequenz meiner Entwicklung.

Warst du vor der Umstellung auf eine vegane Ernährung Vegetarier*in?

Offiziell Vegetarierin bin ich mit 18 geworden. Das war 1996. Dann habe ich nach und nach auch die anderen Tierprodukte aus meinem Leben geworfen.

Auf welche Probleme bist du zu Beginn besonders gestoßen?

Ich hatte damals gerade angefangen als Flugbegleiterin zu arbeiten. In Berlin war schon viel passiert auf dem Gebiet und alles kein Problem, aber fand ich mich plötzlich in Ländern wieder, in denen dieses Konzept unbekannt war und in denen ich mich auch nicht verständigen konnte. Oder ich wollte mit Kollegen essen gehen, aber die wollten in die Churrascaria oder in ein Seafood-Lokal. Anfangs bin ich da noch mitgegangen und habe dann da an meinen Pommes und meinem Salat herumgeknabbert und mich oft für meinen Lebensstil rechtfertigen müssen. Heute suche ich mir ein schönes Restaurant bei HappyCow aus und ziehe alleine los. Dabei lande ich dann oft in interessanten Gegenden: da sind dann plötzlich Leute in schwarzen T-Shirts, die vegane Burger und Cupcakes essen wollen, es läuft Musik, die mir gefällt, nebenan ist ein Buchladen, und ich fühle mich wie zuhause am anderen Ende der Welt. Mittlerweile sind auch unter meinen Kollegen viele Veganer, Vegetarier oder einfach Interessierte, die mitkommen wollen. In Mexico City vor ein paar Monaten saß nachher tatsächlich die halbe Crew mit im veganen Restaurant „Forever“ und fand’s lecker und schön, darüber habe ich mich sehr gefreut. Auch die Versorgung unterwegs wird immer einfacher. Neulich habe ich ein Rom an einem Backstand am Flughafen ein leckeres veganes Baguette mit gegrilltem Gemüse und ein veganes Aprikosencroissant gefunden. Solche Sachen gibt es da auf einmal total selbstverständlich! Das hat mir so richtig den Tag versüßt.

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Wie kommt dein Umfeld mit deiner Entscheidung vegan zu leben zurecht?

Da habe ich viel Glück gehabt. Meine Freunde und meine Familie sind da total entspannt. Wenn wir essen gehen wollen, wird was gesucht, wo es ganz sicher was Veganes gibt. Meistens landen wir bei einem veganen oder vegan-freundlichen Vietnamesen. Davon gibt es in Berlin jede Menge. Wenn irgendwo zuhause gekocht wird, gibt es meistens ein veganes Grundgericht mit Käse extra oder so. Ich bringe auch gerne was mit. Fleisch isst sowieso kaum jemand in meinem Umfeld.

Was stört dich daran Veganer*in zu sein?

Mich stört oft, dass die Welt so unnötig unvegan ist. All die täglichen kleinen Stolpersteine. Warum müssen die in der Kantine Eiernudeln nehmen, welche aus Hartweizengrieß schmecken doch genauso? Warum muss in den Chips, die im Flugzeug verteilt werden, Molkenpulver drin sein? Warum muss die fair und nachhaltig produzierte Jeans ein Patch aus Leder haben? Ich freue mich aber darüber, dass diese Sachen in letzter Zeit immer mehr in Frage gestellt werden, weil viele Menschen inzwischen bewusster konsumieren.

Hat sich etwas für dich verändert, seit du vegan lebst?

Ich bin in allen Dingen viel reflektierter und achtsamer gewordene, vielleicht ist das aber auch auch das Älterwerden.

Und früher stand ich ständig unzufrieden vor dem Spiegel. Ich kann nur jedem, der mit Akne oder einem Muffintop kämpft, empfehlen, mal ein halbes Jahr die Milchprodukte wegzulassen und zu sehen, was passiert. Ich kenne solche Probleme nicht mehr.

Engagierst du dich über deine Lebensweise hinaus z.B. in Projekten oder Vereinen?

Ich habe Ende 2017 ebenfalls einen veganen Lifestyle-Blog ins Leben gerufen, Kochrezepte mit Video-Tutorials, vegane und faire Kleidung, die mir gefällt und Tips für Veganer auf Reisen. Ich will es anderen leichter machen, vegan zu leben, indem ich das teile, was ich gelernt habe. Das macht sehr viel Spaß, und wenn ich ein paar Leute inspirieren kann, dann freut mich das sehr.

Was sind deine besten Tipps für vegane Neulinge?

Manchmal erzählen mir Leute: ach ja, vegan habe ich auch mal versucht, aber das habe ich nicht durchgehalten…
Ich empfehle, sich nicht gleich ein Label aufzukleben und dann frustriert alles hinzuschmeißen, wenn man es nicht sofort perfekt durchzieht. Man muss sich da erst reinfinden, der Körper muss sich erst daran gewöhnen. Gebt euch Zeit, kleine Schritte führen auch zum Ziel.

Möchtest du zum Abschluss noch etwas sagen?

Das ist ein großartiger Blog, vieles spricht mir aus der Seele. Ich kann mir kaum vorstellen, dass jemand nicht sofort anfängt, sein Leben aufzuräumen, nachdem er oder sie ein paar Artikel gelesen hat. Ich freue mich, hier etwas beitragen zu dürfen!

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Tausend Dank für das tolle Interview, liebe Nina!

Vergiss nicht, unbedingt auf Ninas Blog www.flymetotheveganbuffet.com vorbeizuschauen! Hier findest du regelmäßig köstliche Rezepte und Empfehlungen für vegane Kosmetik, Kleidung und Reisen! Als Flugbegleiterin kommt Nina nämlich richtig rum und hat für dich die besten Tipps auf Lager!

 

Seit gut zu dir!

~ Alina



Wie schaffe ich es, das Gedankenkarussell anzuhalten?

Heute habe ich ein ganz besonderes Schmankerl für euch: einen Beitrag zum Thema „Aussteigen aus dem Gedankenkarussell“ von Lutz Friedrich. Er ist Master-Psychologe und Strukturexperte und unterstützt bereits seit über acht Jahren Menschen in verschiedenen Veränderungsprozessen. Doch genug der langen Vorstellung, lasst euch von Lutz Worten inspirieren und besucht ihn für mehr Infos zu seiner Person und Arbeit einfach auf seiner Website www.lutzfriedrich.com.

Lutz Friedrich
(c) Lutz Friedrich

Was ist ein Gedankenkarussell überhaupt?

Ich glaube, dass kennen wir alle… Das Gedankenkarussell dreht und dreht sich… Je mehr wir zu tun haben, je mehr Stress wir verspüren, desto schnellen fängt es an zu kreiseln. All die kleinen und großen Verpflichtungen, Ideen, Termine, Ängste etc. kommen immer wieder in unseren Kopf. Dutzende sogenannte „lose Enden“, welche um Aufmerksamkeit konkurrieren und alle lieber heute als morgen erledigt werden wollen. Wie bei einem großen, köchelnden Suppentopf sprudeln dabei immer mal andere Sachen an die Oberfläche und oft ahnen wir schon, dass in den Tiefen unseres Geistes noch eine ganze Menge mehr zu finden wäre. Mit anderen Worten: Unser Kopf fühlt sich voll an, und das Gedankenkarussell ist der große Suppenlöffel, der fleißig darin rührt.

Diese ständige unproduktive Beschäftigung mit all dem „anfallenden Zeug“, sei sie nun bewusst oder unbewusst, ist ein sehr großer Zeit- und Energieräuber. Neben dieser dauerhaften Zusatz-Belastung verhindert das Gedankenkarussell oft auch gleichzeitig die effektive Bearbeitung all unserer Themen. Es gibt keinen Platz mehr für das Finden von sinnvollen Lösungsstrategien, kein Platz mehr für Kreativität und erst recht kein Platz für Ausgleich und Leichtigkeit. Um mit diesem Problem fertigzuwerden, gibt es eine Vielzahl von Ansätzen, jeweils mit sehr unterschiedlichen Erfolgsaussichten. In den folgenden Zeilen werde ich kurz 4 Methoden beschreiben. (Spoiler! Die letzte ist mein Favorit!)

Gedankenkarussell
Erstellt mit Hilfe von https://wordart.com

Beliebte Methoden, die aber nicht helfen das Gedankenkarussell anzuhalten

Besonders verbreitet ist der Ansatz, einfach nix zu tun, sich quasi in das Karussell zu setzen und zu hoffen, dass einem nicht schwindelig wird! Die ganzen Dinge bleiben im Kopf, wir versuchen, uns alles irgendwie zu merken, schreiben vielleicht hier und da mal eine kleine To-do Liste, um den absoluten „Super Gau“ und Nervenzusammenbruch zu verhindern. Diese erste Methode von „es alles irgendwie im eigenen Kopf managen“ ist besonders beliebt bei Menschen, die in diesem Gebiet (kognitiv) sehr leistungsfähig sind.

Dabei gibt es nur ein Problem: Das Leben ist in unserer heutigen Zeit eindeutig zu komplex!

Es sind einfach zu viele anfallende Themen, von sachlich bis emotional. Zu verstrickt, zu kompliziert, oft unterbewusst und von unserem Geist ganzheitlich nicht optimal zu erfassen, geschweige denn zu erledigen. Es entstehen unweigerlich Anspannung, Unzufriedenheit und Schwere. Obwohl diese Methode sehr verbreitet scheint, ist sie nicht wirklich zu empfehlen.

Methode 2, auch sehr beliebt, ist leider auch nicht viel besser. Um dem Gedankenkarussell zu entkommen können wir auch einfach den Kopf in den Sand stecken. Die gute alte Vogel-Strauß Methode lässt uns einfach das Problem verdrängen und zumindest für einen kurzen Moment vergessen. Alkohol, Drogen, lange Partys, Musik, Tanz, Beziehungen usw. sind alles wunderbare Ablenkungsmanöver. Das Problem – danach sind alle Themen und Gedanken immer noch da, wenn nicht sogar stärker als zuvor. Dann doch vielleicht lieber Methode 1.

 

Welche Möglichkeiten, das Gedankenkarussell anzuhalten, hast du stattdessen?

Zum Glück gibt es auch andere Wege, sich diesem Thema zu widmen. Die von mir jetzt beschriebenen Methoden 3 und 4 wirken dabei besonders gut, wenn sie gemeinsam Anwendung finden, da sie zwei wichtige, wenn auch völlig unterschiedliche Aspekte abdecken. Methode 3 ist dabei mit großen Stichworten wie ANNEHMEN oder LOSLASSEN gut zu umschreiben. Das Erlernen und Üben von Meditationstechniken, Qi Gong, Autogenes Training usw. können eine große Unterstützung darin sein, die psychische Belastung des Alltags und die oft entstehende Selbst-Verurteilung zu verringern. Damit werden die Dinge zwar nicht schneller erledigt, aber der resultierende Stress wird zumindest stark abgeschwächt.

Das ist ja schön und gut, werdet ihr jetzt denken, aber was ist denn, wenn ich die Dinge tatsächlich mal effizient abhaken möchte bzw. ich nicht den „Erleuchtungsgrad“ erreiche, bei welchem ich einfach in meinem Gedankenkarussell sitze, mich meines Lebens erfreue und mich das alles irgendwie „nichts mehr angeht“.

Das bringt uns (endlich) zu Methode 4. Und wer jetzt eine spontan-umwerfende, aufregende sowie einfache Lösung erwartet hat, liegt zwar nicht völlig falsch, wird aber vielleicht etwas enttäuscht.

Die Antwort auf dein Gedankenkarussell ist eine auf die Person optimierte sowie individualisierte Organisation und Struktur. Und damit meine ich keine herumfliegenden To-do Listen oder diffuse Eintragungen im Terminkalender bzw. wahllos abgehefteter Papierkram.

Stattdessen rede ich von einem durchdachten, ganzheitlichen System, welchem man vertraut. Es sollte einfach anwendbar sein und sich problemlos der aktuellen Lebenssituation anpassen können.

Wie findest du dein eigenes System?

Die Frage lautet: Hast du jemals WIRKLICH darüber nachgedacht, wie du deine Organisation, Struktur und deine Abläufe optimieren kannst? In dieser Frage und in deren Umsetzung schlummert bei fast jedem Menschen ungeheures Potenzial. Eine Verbesserung oder Optimierung der eigenen Struktur ist ein riesiger Hebel für Glück, Entspannung und Erfolg im Leben, welcher fast nie wirklich effektiv angeschaut und genutzt wird.

Veränderungen in diesem Bereich haben aber immer weitreichende positive Auswirkungen auf dein Leben.

Es ist quasi die Grundvoraussetzung für wirkliche Entwicklung und bereitet den Nährboden, worauf Erfolg UND Entspannung gedeihen können.

Ich stelle somit die These auf: Stress, Ängste, Überforderung etc. … sind immer zu einen hohen Anteil durch eine nicht optimierte Struktur und Organisation im Leben bedingt.

Ich erlebe immer wieder, wie kleinste strukturelle Verbesserungen sofort große Erleichterungen im Alltag schaffen. Der sich kumulierende Effekt über die Zeit ist natürlich sogar noch weitaus größer!

Jeder Mensch bräuchte ein verlässliches und logisch strukturiertes Ablagesystem für wirklich ALLE anfallenden Dinge im Leben. Das fängt in der äußeren Struktur der Wohnung oder dem eigenen Ordnersystem an und geht weiter über alle Ideen, Informationen oder emotional sowie soziale verknüpfte Themen aus dem Kopf. Nachdem das System erstellt ist, werden neu auftauchende „Dinge“ einfach mühelos und leicht an den dafür vorgesehen Ort abgelegt oder aufgeschrieben.

ACHTUNG, hör ich euch jetzt rufen: „Das hört sich für mich alles viel zu sehr nach Kontrolle, Druck oder Leistungsdenken an“ … Diesen Impuls kann ich durchaus nachvollziehen, er ist allerdings sehr weit von dem entfernt, was ich hier eigentlich beschreiben möchte. Das Ergebnis lässt sich viel mehr mit wirklicher (Wahl-) Freiheit und Leichtigkeit zusammenfassen. Entlastet man den Kopf, z.B. durch ein funktionierendes System, werden sagenhafte Kapazitäten frei.

Leichtigkeit und Kreativität können wieder fließen und wir sind nicht mehr blockiert und überfordert.

Dadurch bekommen wir überhaupt erst einmal die Wahl, ob wir uns viel aufladen möchten … oder eben auch nicht. Wir bekommen den Überblick und können entscheiden. Das Gedankenkarussell und die dadurch entstehende Energieverschwendung hören mit der Zeit auf. Diese Entlastung des Kopfes ist für mich einer der schönsten Effekte und diese Aussage kann ich mit gutem Gewissen auch verallgemeinern, denn das höre ich bei meiner Arbeit und von meinen Klienten wieder und wieder.

Natürlich sind der dahin führende Weg und das Ergebnis bei jeder Person individuell unterschiedlich und das ist auch gut so! Trotz dieser individuellen Unterschiede gibt es allerdings eine Reihe von Gemeinsamkeiten, welche immer wieder auftreten. Das ist allerdings ein eigenes, wichtiges Thema, würde hier den Rahmen endgültig sprengen und verdient somit einen Beitrag an anderer Stelle…

Lutz Friedrich

Master-Psychologe, Struktur-Experte, Personell Consultant, Coach

Besucht Lutz auf www.lutzfriedrich.com oder schreibt ihm direkt eine Mail an mail@lutzfriedrich.com!

 

[Anzeige]* Gewinnspiel: Vegane Kleidung und Accessoirs von Shoezuu

Vielleicht erinnert ihr euch noch an den Beitrag über meine ersten veganen Schuhe, die ich mir vor einigen Wochen beim veganen Versandhaus Shoezuu bestellt habe? Dank all der positiven Resonanz ist das tolle Team von Shoezuu nun auf mich zugekommen und stellt mir 3 super Produkte zur Verfügung, die ich in diesem Gewinnspiel an euch verlosen darf.

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Gymbag Anti Anti-Vegan

Bei Shoezuu sind alle Artikel vegan und fair produziert, ihr findet hier Produkte, die aus modernsten Lederalternativen hergestellt und oftmals mit Nachhaltigkeitssiegeln ausgezeichnet sind. Der komplette Einkauf wird so tierleidfrei und schützt gleichermaßen Mensch und Umwelt. Zusätzlich werden alle Bestellungen klimaneutral und plastikarm versendet, welches ich gerade im Onlinehandel besonders wichtig finde. Ich bin wirklich rundum zufrieden mit meinen Bestellungen und finde es einfach klasse, dass Shoezuu mir diese Möglichkeit der Verlosung bietet.

Die Artikel für das Gewinnspiel konnte ich sogar selbst auswählen und habe mich für den Gymbag oben und das T-Shirt unten auf dem Bild entschieden. Diese beiden Artikel habe ich selbst und find sie absolut klasse. Zusätzlich legt Shoezuu noch eins obendrauf und spendiert einen weiteren Gymbag mit dem Aufdruck „Total Liberation“.

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Gymbag „Total Liberation“

Um in den Lostopf für das Gewinnspiel zu kommen, solltet ihr folgende Schritte ausführen:

1. Like Minimal-Vegan auf Facebook
2. Like Shoezuu auf Facebook
3. Kommentiere entweder hier auf dem Blog, bei Facebook oder Instagram den Beitrag und lass mich wissen, welches der Produkte du gerne gewinnen würdest.
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T-Shirt „Vegan means Love“

Teilnahmebedingungen

Dieses Gewinnspiel steht nicht im Zusammenhang mit WordPress und WordPress steht auch nicht als Ansprechpartner für das Gewinnspiel zur Verfügung.
Teilnehmen darf jede Person, die die drei Anforderungen erfüllt.
Die Gewinner*innen werden per Zufallsgenerator ausgelost und von mir via PN über ihren Gewinn benachrichtigt. Sollte die gewinnende Person sich innerhalb von 7 Tagen nicht zurückmelden, wird ein*e neue*r Gewinner*in ausgelost.
Der Versand der Gewinne erfolgt durch Shoezuu. Die Gewinner*innen müssen sich damit einverstanden erklären, Shoezuu ihre Adresse zu diesem Zweck zur Verfügung zu stellen. Die gewinnende Person muss in diesem Fall eine gültige E-Mail-Adresse angeben. Versand der T-Shirts und der Gymbags erfolgt EU-weit.

Bitte denkt daran, dass ihr mir bei einer Teilnahme über den Blog eine Kontaktmöglichkeit da lasst. Am einfachsten ist es für alle Beteiligten, wenn ihr unter dem FB-Beitrag kommentiert!

Das Gewinnspiel beginnt Dienstag, dem 15.5.18 um 12:00 Uhr und endet Dienstag, dem 22.5.18 um 12:00 Uhr. Die Gewinner*innen informiere ich noch am selben Tag.

Noch einmal vielen lieben Dank an Shoezuu, die alle Artikel kostenfrei zur Verfügung gestellt haben!

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*[Anzeige] bedeutet, dass dieser Beitrag unentgeltliche Werbung für Shoezuu beinhaltet.

Viel Erfolg euch allen!!

~ Alina

 

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