Meine Empfehlungen für vegane / nachhaltige Blogs

In diesem Beitrag findet ihr meine Empfehlungen für andere tolle Blogs, die sich mit den Themen Veganismus und nachhaltigem Leben beschäftigen.

Kassel-Vegan.de – Ein absolut liebevoll geführter Blog rund ums vegane Leben in meiner Heimat Nordhessen mit kulinarischen Highlights und veganen Events, die man in der Region Kassel erleben kann. Schaut rein und lasst euch inspirieren!

Vegane-Reisen.com – Mein absolter Lieblingsblog wenn es um komplett vegane und kultursensitive Reisen nach Süd- und Mittelamerika geht!

The-Vegan-Travelers.com – Ron und Chantel nehmen uns über ihren Blog mit auf ihre Weltreise! In zahlreichen Beiträgen findet ihr hier tolle Infos zu ihrem veganen Leben on the road sowohl in Europa als auch in Asien und Afrika! Lasst euch inspirieren!

Veganfreundlich.org – Hier findet ihr eine tolle Auswahl vegetarisch-veganer Restaurants, die ständig erweitert wird und einen veganen Produktshop.

Gewinnspiel zu Weihnachten: vegan und minimalistisch!

Ihr Lieben, es gibt ein neues Gewinnspiel! Warum? Weil Minimal-vegan.com mich jetzt schon 1,5 Jahre meines Lebens beschäftigt und ich so viel Spaß mit euch allen habe. Ich möchte euch einfach DANKE sagen, für euren Einsatz und natürlich eure Unterstützung!

Die Preise habe ich alle selbst ausgesucht und im Einzelhandel für euch gekauft. Dabei habe ich darauf geachtet, möglichst nachhaltige Entscheidungen zu treffen und Dinge zu erwerben, die man wirklich brauchen kann und über die ich mich selbst auch freuen würde. Jedenfalls hoffe ich, ihr findet die Preise genauso cool wie ich und freut euch über die Verlosung!

Design ohne Titel

Welche Preise gibt es zu gewinnen?

Bei diesem Gewinnspiel gibt es 3 mögliche Gewinne.

1. Platz

  • Koawach Zimt / Kardamom
  • „Darm mit Charme“ von Giulia Enders
  • feste Haarseife Mandarine / Basilikum
  • Bambuszahnbürste von Hydrophil (grün / mittel)
  • Schokoriegel von Veganz
  • Weihnachtsmannbeutel

2. Platz

  • Schokoladentafel „Fruity Quinoa“ von Veganz
  • feste Haarseife Mandarine / Basilikum
  • Bambuszahnbürste von Hydrophil (grün / mittel)
  • Schokoriegel von Veganz
  • Elchbeutel

3. Platz

  • feste Haarseife Mandarine / Basilikum
  • Bambuszahnbürste von Hydrophil (grün / mittel)
  • Schokoriegel von Veganz
  • Elchbeutel



Wie lande ich im Lostopf?

Für eine einfache Gewinnchance, führe einfach die folgenden beiden Schritte durch:

  1. Like diesen Beitrag auf Facebook UND
  2. Folge Minimal-Vegan auf Facebook

Wie immer freue ich mich über eine ehrliche Berwertung der Facebook-Seite, wenn du den Beitrag teilst und eine*n vegane*n Freund*in unter dem Facebook-Beitrag markierst.

Teilnahmebedingungen für das Gewinnspiel

  • Dieses Gewinnspiel steht nicht im Zusammenhang mit WordPress und WordPress steht auch nicht als Ansprechpartner für das Gewinnspiel zur Verfügung.
  • Teilnehmen darf jede Person, die die Anforderungen für die einfache Gewinnchance erfüllt.
  • Die Gewinne wurden von mir privat gekauft und können nicht in Geldwert augezahlt werden! (Ich fände das zwar auch echt eine Frechheit und mute euch das nicht zu – aber es sei hier noch einmal mit aller Deutlichkeit gesagt!)
  • Die Gewinner*innen werden per Zufallsgenerator ausgelost und von mir via PN (Facebook und Instagram) oder Kommentar (Blog) über ihren Gewinn benachrichtigt. Sollte eine gewinnende Person sich innerhalb von 7 Tagen nicht zurückmelden, wird ein*e neue*r Gewinner*in ausgelost.
  • Der Versand der Gewinne erfolgt durch mich persönlich. Die Gewinner*innen müssen sich damit einverstanden erklären, mir ihre Adresse zu diesem Zweck zur Verfügung zu stellen. Der Versand erfolgt versichert über die deutsche Post. Bitte habt Verständnis, dass ich aus Kostengründen nur innerhalb Deutschlands verschicken kann!

Bitte denkt daran, dass ihr mir bei einer Teilnahme über den Blog eine Kontaktmöglichkeit da lasst. Am einfachsten ist es für alle Beteiligten, wenn ihr unter dem FB-Beitrag kommentiert!

Das Gewinnspiel beginnt Samstag, dem 01.12.18 um 14:30 Uhr und endet Dienstag dem 11.12.18 um 0:00 Uhr. Die Gewinner*innen informiere ich am nächsten Tag.

Last but not least noch einmal DANKE für eure Treue! Dieses Projekt bedeutet mir wahnsinnig viel und ich freue mich über jeden neuen Monat, in dem ich euch für das vegane und minimalistische Leben begeistern und inspirieren kann.

Ich drücke euch allen ganz fest die Daumen!

Eure Alina

PS: Schau doch mal auf meinem zweiten, nagelneuen Blog My-Shero.com vorbei




 

Immer diese verfluchte kognitive Dissonanz beim nachhaltigen Lebensstil! – Entdecke den Dorfdepp in Dir!

Verflucht nochmal! Was soll denn kognitive Dissonanz bedeuten? Immer diese Fremdwörter. Keine Sorge, das wird gleich erklärt. Wenn Du bisher nachhaltig gelebt hast, dann wirst Du Dir voraussichtlich am Ende des Artikels selbst einige neue Fragen stellen. Mir ging es zumindest beim Schreiben schon so. Viel Spaß beim Ergründen Deiner kognitiven Dissonanz.

Was ist kognitive Dissonanz?

Kognitiv ist alles was die eigene Wahrnehmung und das eigene Erkennen betrifft, also wie Du Deine Umwelt und Dich bewertest und siehst. Und wenn etwas in Dissonanz ist, dann passt es nicht zusammen, weil es voneinander abweicht. Am einfachsten kann man sich das damit verbundene Gefühl vorstellen, wenn man sich einer unangenehmen Wahrheit bewusst wird. Beispielsweise, dass man sich als ehrlichen Menschen wahrnimmt, aber dann trotzdem regelmäßig auf die Fragen „Warst Du das?“, „Wie gefällt Dir das?“, „Sehe ich darin dick aus?“ oder „Wie geht es Dir?“ mit einer Lüge antwortet. Wenn man dann merkt, dass man in diesen Situationen eigentlich nicht lügen müsste, es aber trotzdem in einer gedankenlosen Regelmäßigkeit macht, dann nimmt man bei sich kognitive Dissonanz wahr – Denken und Handeln passen nicht zusammen.

Warum ist kognitive Dissonanz bei einem nachhaltigen Lebensstil vollkommen normal?

Wenn es um Nachhaltigkeit geht, dann scheint dieses Auseinanderdriften des eigenen Charakters unumgänglich und somit absolut normal zu sein. Warum?

„Du kannst (aktuell) nicht nachhaltig leben ohne regelmäßigen Selbstbetrug!“

Versorgst Du Dich selbst, stellst Deine Kleidung, Strom, Trinkwasser, Unterhaltung und alles andere komplett autark selber her? Woher kommen die Rohstoffe dafür? Wie kommen sie zu Dir? Wir sind so weit von einem natürlichen Leben der Ureinwohner entfernt, dass wir in globaler Arbeitsteilung leben und global aufeinander angewiesen sind. Ja, es gibt hier und da kleine Kommunen, die möglichst nachhaltig in einer Gruppe leben, aber auch diese Gruppen benötigen für ein „zivilisiertes“ Leben, wie wir es gewohnt sind, Rohstoffe und Arbeitswissen von außen.

Kurz Durchatmen. Jetzt gehen wir den Gedankengang ein wenig weiter. Lässt Du Kinder oder alte Menschen erschießen, sobald eine nachhaltig lebende Kommune nachwachsende Rohstoffe schneller verbraucht als diese (nachhaltig) nachwachsen können? Keine Sorge, darüber musst Du Dir keine Gedanken mehr machen, da wir diesen Punkt vermutlich schon vor mehreren Jahrhunderten bereits überschritten hatten. Sieben Milliarden ist schon ein Wort. Global gesehen dürften wir Menschen sicher aktuell einige Rohstoffe deutlich schneller verbrauchen als diese sich regenerieren können.

 

Angeblich soll es vor etwa 20 Jahren in England eine Partei gegeben haben, deren Ziel der Atomkrieg war, damit die Menschheit deutlich dezimiert wird. Halte ich als Methode für etwas harsch, um es freundlich zu formulieren. Die Partei ist ein Beispiel einer krassen Lösungsvariante, die hoffentlich damals satirisch gemeint war, aber das Kernproblem bombastisch in den Vordergrund rückte.

Bei sieben Milliarden Menschen werden nicht nur viele Ressourcen verbraucht, sondern auch viele Ressourcen umverteilt und transportiert, was ebenfalls eigentlich besser bedacht und gelöst werden müsste. Die meisten Menschen in der westlichen Welt leben ein durchschnittliches Leben, das sie so seit Kindesbeinen an gewohnt sind und oft auch nicht hinterfragen. Stellt man sich aber die Frage bezüglich der kompletten komplexen Verflechtung, dann merkt man, dass man schon einen extrem krassen Wechsel des Lebens- und Arbeitswandels machen müsste, um ohne kognitive Dissonanz ein wahrhaftig nachhaltiges Leben führen zu können.

Auch wenn man sich romantisch (v)erklärt dem komplett nachhaltigen Gesellschaftszustand als kleine urvölkerähnlich lebende Kommune annähert, kommt irgendwann der Punkt an dem die Einwohnerzahl kein nachhaltiges Gleichgewicht mehr ermöglichen würde. Regional ernähren, nachhaltig bauen, energiearm leben, usw. … das sind alles richtige Schritte in die richtige Richtung, aber diese überbrücken nicht den ganzen Weg zur reinen Nachhaltigkeit!

Darum möchte ich dafür werben, dass sich Menschen finden, die eine langfristig nachhaltig funktionierende Lösung finden, die es uns ermöglicht komplett ohne kognitive Dissonanz nachhaltig zu leben.

„Die Menschheit kann aktuell technisch und gesellschaftlich noch nicht perfekt nachhaltig leben!“

Mein persönlicher Favorit wäre die Erfindung des Replikators. Ein Gerät, das Müll in seine atomaren Bestandteile zerlegt und dann Neues aus den Atomen zusammenstellt, wäre die geniale Lösung bei der wir den aktuellen Lebensstandard erhalten und sogar verbessern könnten. Bis zur Erfindung eines ähnlichen Gerätes, müssen wir wohl damit leben, dass wir bei genauer Betrachtung immer nur etwas nachhaltiger als gestern leben können, weil die Menschheit technisch und gesellschaftlich noch nicht perfekt aufgestellt ist.

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Was ist „gut“ und was ist „böse“?

Wer bis jetzt noch nicht innerlich durchgeschüttelt ist, der darf sich auf den kommenden Abschnitt freuen. Bis jetzt ging ich von einem allgemein anerkannten Bild von Nachhaltigkeit aus, was jeder Leser sofort unterschrieben hätte, weil es in Foren und allgemeinen Diskussionen lautstark und von mehreren Leuten vertreten wird. Plastik ist böse, Strohhalme sind böse, Kaffeealukapseln sowieso und Fleisch essen grundsätzlich auch. Gemüse essen ist gut, Jutebeutel und Glasflaschen auch.

Fluch der globalen Vernetzung – Die lustige Dorfdeppenmetapher

Leider kann ich mich nicht mehr erinnern, von wem diese geniale Erklärung stammt, aber ich danke ihm für diese Erkenntnis! Es geht darum, dass damals vor der Zeit des Internets jedes Dorf einen Dorfdeppen hatte, welcher die abstrusesten Ideen und Gedanken verbreitete. Je nachdem wie abstrus und vehement er seine Meinung kund tat, erhielt er die entsprechende „Nordung“ durch die Meinung der Mehrheit.

Heutzutage werden die Dorfdeppen nicht mehr am Pranger mit Tomaten und faulen Eiern beworfen, sondern sie sitzen am Rechner und vernetzen sich. Es bilden sich online quasi Dorfdeppendörfer, die dann ihrerseits die Meinung Andersdenkender als „Dorfdeppenmeinung“ diffamieren und sich als Opfergemeinschaft gegenseitig bestärken, dass die anderen die Dorfdeppen seien und sie nicht!

Und wenn Du Dir jetzt die letzten beiden Absätze aufmerksam durchliest, dann erkennst Du sicher, dass auch DU ein Dorfdepp bist! Lass es kurz sacken. Ja, wir alle sind Dorfdeppen – auch ich bin einer – in unserem kleinen (Internet-)Dorf! Der nächste der Dich und Deine Meinung klasse findet ist nur eine Foren- oder Gruppensuche weit entfernt.

„Es gibt KEINE globale Instanz, die heutzutage mehr „gut“ oder „böse“ definiert.“

Der Umzug zwischen den virtuellen Dörfern ist so einfach und schnell, dass – meines Erachtens – wichtige soziale Fähigkeiten, die mit einem realen physischen Dorf einhergehen, komplett verloren gehen, nämlich die Fähigkeit Diskussionen auszuhalten. Was ist „gut“ und was ist „böse“? Ja, frag doch Deine Dorfgemeinschaft. Mist, die mögen Deine Meinung nicht. Dann sind DIE doch doof und Du ziehst klick klick tipp tipp zum nächsten besseren Dorf um.

 

Was will ich damit sagen? Es gibt KEINE globale Instanz, die heutzutage mehr „gut“ oder „böse“ definiert. Egal wo du hingehst, Du bist immer eine Umweltsau, ein Gutmensch, voll der tolle Vordenker, die vegane Superbraut oder der fleischessende Vernichter des Abendlandes. Unsere Gesellschaft hat es verpasst sich auf eine globale Gesellschaft einzustellen. Religionen waren damals ein Anker an dem sich die Mehrheit festhalten konnte, aber wie sieht es denn aktuell aus? Hast Du den Eindruck, dass sich eine weltweit anerkannte moralische Instanz halten oder entwickeln konnte? Also ich nicht.

Der Segen der globalen Vernetzung

Wir stehen vor der großen Herausforderung diese globalen moralischen Standards – nachträglich – zu etablieren. Und groteskerweise bietet die globale Vernetzung ebenfalls die Lösung für das riesige Problem an.

Alle „Dorfdeppen“ können gemeinsam über ihre Meinungen diskutieren und sich gegenseitig über Anregungen auch positiv weiterentwickeln. Man muss sich lediglich ein wenig selbst verändern und akzeptieren, dass es im Nachbardorf keine Klimaerwärmung oder kein Interesse an den Gefühlen von Tieren gibt. ABER, das wichtige ist, dass das Nachbardorf auch Werte, Ideen und Vorstellungen hat, die sich zu etwas kombinieren lassen, das beide Dörfer gut finden.

Diesen Spagat schafft man aber nur, wenn man eine weltoffene Für-Kultur entwickeln kann. Das ist Deine persönliche Wachstumsaufgabe: mach Dich stark FÜR eine deiner Meinung gute Sache und begeistere das Nachbardorf. Wer Gegen-Kultur lebt, der beleidigt lediglich die „Dorfdeppen“ von nebenan und disqualifiziert sich selbst zum noch größeren „Dorfdeppen“. Wer gegen andere vorgeht, der erntet Abwehr und Gegenangriff. Aber wer auf andere zugeht, der kann auch mal eine Einladung zum Kaffee und Kuchen erhalten, damit man eine gemeinsame Basis findet auf der aufbauend gemeinsame Moralstandards entwickelt werden können.

„Frage Dich immer: Warum macht der andere das so? Ist das vielleicht wirklich besser als meine eigene Vorstellung von „gut“?

Dank der globalen Vernetzung musst Du nicht selbst nach Japan, Australien, Grönland oder Trinidad fliegen um zu erfahren wie man gewisse Dinge bei denen sieht, sondern kannst das bequem von zu Hause aus machen. So einfach wie man auch eine Wollbettdecke bei uns online bestellen kann.^_^

Nachhaltig leben (2)

Was ist denn nun ein nachhaltiger Lebensstil?

Kannst Du die Frage immernoch genauso beantworten wie vor dem Lesen dieses Artikels? Diese Frage musste ich mir beim Schreiben des Textes genau an dieser Stelle ebenfalls stellen. Und wenn ich ehrlich bin, dann bin ich deutlich vorsichtiger mit einer Antwort als vor diesem Artikel und ich glaube, das ist auch absolut gut so. Hoffe ich. Was denkst Du darüber? Hast Du auch einen kleinen „Dorfdeppen“ in Dir entdeckt?

Als ich mit Alina über das Thema eines möglichen Gastartikels sprach, da sagte sie dass sie (als Veganerin) es spannend fände die Sicht eines Mischköstlers der nachhaltig lebt zu lesen. Ich liebe den Begriff „Mischköstler“! Lustigerweise haben sich da zwei „Dorfdeppen“ der Dörfer „Vegan“ und „Grillfleischliebhaber“ getroffen.

„Dorfdeppen“ in dem Sinn, dass es auf keine Kuhhaut geht – lol, man verzeihe mir die Metapher – was ich an Anfeindungen und irritierten Blicken in meinem Dorf ernten musste als ich sagte, dass ich eine (leckere) vegane Tomatensuppe von Alina testen möchte. Einfach so, weil es mich interessiert, ob sowas schmecken kann – ist schließlich vom „feindlichen“ Veganerdorf. Da ich dieses Nahrungsmittelmobbing nun selbst erlebt habe, kann ich mir sehr gut vorstellen wie mies sich so mancher Vegetarier und Veganer im Nachbardorf fühlen muss.

Ich will nicht wissen was sich Alina anhören muss nur weil sie jemanden hier was schreiben lässt, der das Wort Grillfleisch in positivem Kontext erwähnt. Aber sie macht es damit vollkommen richtig, da sie die oben erwähnte Für-Kultur lebt. Sie sagt mir schon was sie gut findet und was sie sich als moralische globale Regel wünscht und ich diskutiere mit ihr darüber und gemeinsam entdeckt man dann auch andere Wege miteinander auf dem selben Planeten möglichst nachhaltig zu leben.

Dieser gemeinsame Aspekt ist meiner Meinung nach der wichtigste! Womit können möglichst viele Menschen leben und was lässt sich einfach umsetzen? Was nützt ein nachhaltigallisches Dorf, wenn die Römer drumherum einfach spinnen und ganze Wälder roden oder neue Plastikinseln im Meer erschaffen? Recht wenig. Man fühlt sich in seinem Dorf zwar sehr gut, dass man das Richtige getan hat, aber das auch nur so lange wie es die anderen einem vergönnen.

Ein nachhaltiger Lebensstil sollte wie Liebe sein, nämlich er sollte mehr werden, wenn man ihn teilt.

Nachhaltigkeit Ernährung

Nachhaltigkeit und Ernährung

Mein Dorf sagt mir, dass es leider nicht ganz so einfach ist sich diesbezüglich eine gefestigte Meinung zu bilden.

Verwirrung um das Thema Ernährung

Es ist wichtig zu verstehen, dass es beim Thema Ernährung viele Beteiligte gibt, die sich wegen wirtschaftlichen Interessen bzw. vermeintlichen Zwängen seltsam verhalten. Klar lügt der eine oder andere, aber ich will hier unterstellen, dass es auch Beteiligte gibt, die es einfach nicht besser wissen und deshalb hinter einer Sache stehen, weil ihnen aktuellere Informationen fehlen. Diese Mischung aus den Bösen, den Unwissenden, den Guten und denen, die halt gerade an einer wissenschaftlichen Meinung eines anderen „Wissenschaftlerdorfes“ hängen, ergibt das aktuelle Bild unserer Ernährungsgurus und Erzeugerprodukten.

Wie komme ich auf so eine Meinung? Werbung aus den 1960ern oder 1970ern. Kaum zu glauben, aber das Superfruit 1965 war Deutsche Markenbutter! Schmiert das Herz, heilt die Nerven und verhindert Gallensteine. Während der Lightproduktewelle ab etwa den 1990ern war Butter dann der Dämon, der einem nicht ermöglichte so zu bleiben wie man will, aber Margarine flüsterte einem ins Ohr, dass man jetzt dürfe. Und 2014 titelte das TIME-Magazine „Eat Butter. Scientists labeled fat the enemy. Why they were wrong.“ Ja, was ist denn jetzt richtig? Tierische Fette besser als pflanzliche? Daumendick Butter damit man leichter abnehmen kann – flutscht ja angeblich alles besser durch?

Wem soll man noch glauben?

Es kommt irgendwann der Punkt an dem man erkennen muss, dass man kein diplomierter Landwirt, Lebensmittelchemiker, Hirnforscher, Internist oder was man sonst noch sein müsste, um ein möglichst wahres Bild der Situation zu bekommen. Der kleine Lebensmittelchemiker bei einem Getränkehersteller sieht ebenfalls nur seinen Ausschnitt des Puzzles bzw. die Glaubenssätze seiner Ausbildungseinrichtungen. Sobald man überhaupt verstanden hat, dass Ernährung ein so extrem komplexes Gebilde ergibt, kann man auf mehrere Weisen darauf reagieren. Zum einen kann man sich ergeben und vorbehaltlos der aktuell vorherrschenden Lehrmeinung glauben, was man als Ignoranz fehlinterpretieren könnte, wenn man möchte dass bspw. alle vegan leben sollen. Alternativ kann man auch aus Prinzip sagen, dass alles aktuell Gelehrte lediglich wirtschaflichen Interessen geschuldet ist und die Fleischindustrie ist so stark, dass man sie als Dämon gut hernehmen kann. Das sind zwei Extreme.

In meinen Augen wird die Wahrheit irgendwo dazwischen liegen. Das ist dann der härteste Weg, nämlich sich Gedanken machen welchen Aussagen man glaubt und welchen nicht. Daraus entsteht dann ein Patchwork aus Einstellungen und Verhaltensweisen, die dann noch mit der eigenen erlernten Wirklichkeit irgendwie in Einklang gebracht werden. Sobald man seinen eigenen moralischen Ernährungskodex zusammengestellt hat, dann wird dieser von allen Seiten mit Informationen, angeblichen Erkenntnissen, wahren Erkenntnissen und Emotionen torpediert und man weiß irgendwann selbst nichtmehr war das krebserregend, ethisch verwerflich, gerade nicht in Ernährungsmode oder erzeugt dieses Verhalten an anderer Stelle einen unvorhergesehenen negativen Effekt.

Der Weg aus dieser Verwirrung

Was vereint uns? Wenn man Fleisch isst, dann hofft man dass es gesund ist, dass das Tier möglichst wenig leiden musste und dass die Fleischproduktion möglichst wenig umweltbezogene Schäden hervorruft. Wenn man vegan isst, dann hofft man dass es gesund ist, dass die Pflanze möglichst wenig leiden musste und dass die Nahrungsproduktion möglichst wenig umweltbezogene Schäden hervorruft.

 

Man erkennt die Parallelen, die Ideen für gemeinsame Schritte geben und verbinden. Wenn Du mir bis hier her ohne Wutausbruch folgen konntest und vielleicht noch meinen Ausführungen zustimmst, dann solltest Du mir auch zustimmen können, dass selbst viele kleine Schritte besser sind als ganz wenige große. Es müssen mehrere Milliarden Menschen in der Lage sein dem nachhaltigen Weg folgen zu können.

Konkret kann man als Mischköstler beispielsweise vegane Gerichte ausprobieren. Oder noch besser: Vegan lebende Menschen könnten Mischkostler zum Essen einladen. Warum? Eine befreundete Vegetarierin hat mir zuliebe sich als Gastgeberin nach einer Übernachtung an Rührei mit Speck und Wurstbrot zum Frühstück probiert. Ich honoriere diese wunderbare liebevolle Geste, aber als jemand, der niemals nichtvegetarisch kocht, war sie mir doch ein wenig zu experimentell. Umgekehrt waren selbst bei Restaurants, also bei ausgebildeten Köchen, zu Beginn der Vegetarierbewegung die vegetarischen Gerichte, die Fleischgerichte nur ohne Fleisch! Ein anderer befreundeter Vegetarier erklärte mir, dass das für ihn sehr ätzend war. Spätzle mit Bratensauce ist laut ihm auch ohne den Rollbraten nicht ganz vegetarisch. Insgesamt sind solche negativen Erfahrungen vorprogrammiert, weil es sich um zwei unterschiedliche Kochstile handelt mit Zutaten mit unterschiedlichen Eigenschaften.

Alinas vegane Pancakes hatten bei mir eine Verlustrate von über 30%, weil Mehl und Ei sich in der Pfanne komplett anders verhält. Die Folge waren rohe Pancakes, schwarze Pancakes, Pancakes, die noch so halb roh waren, aber auch leckere Pancakes. Nur Erfahrung schärft das Auge für den richtigen Garpunkt oder die Anleitung einer Expertin. Hallo Alina!

„Wenn etwas gut schmeckt, dann wird das Label ‚vegan‘ nebensächlich.“

Beim Fleischkonsum gehe ich für mich den Weg „Weniger,Lokal und Besser“. WLB unterstützt nebenbei die letzten verbliebenen Metzger der Region und auch die Kleinbauern im Umkreis. Am Sonntag wird normalerweise der Essensplan für die Woche gemacht und überlegt wann die Tage ohne Fleisch eingebaut werden. Macht man das einfach täglich spontan, dann siegt oft die jahrzehntelang eintrainierte Gewohnheit Dönermann, Pizza, SchniPoSa oder Currywurst, weil es schnell geht und lecker ist. Wenn aber Kartoffeln mit Frühlingsquark oder Pfannkuchen mit Spinat auf dem Plan stehen, dann klappt das besser, eben weil sie auf einem Plan stehen.

Gewohnheiten sind da und werden gepflegt. Sobald zwei fleischlose Tage feste Gewohnheit sind, dann gehen auch drei und irgendwann auch vier. Dann sind diese Gewohnheiten auch resistent gegen solche Sätze wie „Willst Du heute nichts Gescheites essen? Grünzeug macht doch nicht glücklich!“ Nachhaltigkeit ist da wie Gute Vorsätze zu Silvester – erst die regelmäßige Gewohnheit ermöglicht eine langfristige Umsetzung. Und es muss sich gut anfühlen. Also wer gut vegan kochen kann, der kann mir gerne die Tricks und Kniffe beibringen, damit vegan kochen mit weniger Frust und mehr Genuss verbunden ist.

Fazit

Nachhaltiger Lebensstil ist eine innere Einstellung, die den „Dorfdeppen“ in Dir und den Weg der kleinen Schritte akzeptieren kann. Wer mit Maximalforderungen sein nachhaltigallisches Dorf befestigt, der tätschelt zwar sein Ego, wird aber die nötigen gesamtgesellschaftlichen Änderungen eher blockieren als vorantreiben. Gemeinsame kleine Schritte sind nicht nur im Bereich Ernährung wichtig, sondern auch im Gesamtsystem zu betrachten. Diese Lust an der ganzheitlichen Betrachtung und die Toleranz gegenüber „Fehlern“ sind meines Erachtens der Kern eines nachhaltigen Lebensstils. Eine globale Nachhaltigkeit ist aktuell noch eine unerreichbare Utopie, aber jeder Schritt ist möglichst schnell zu vagen und sehr wichtig.

Ich wünsche jedem ein Dorf voller toller nachhaltiger Ideen.

Liebe nachhaltige Grüße von Thorsten von Wollbettdecke.de

 

Kaffeefahrrad – eine mobile, umweltfreundliche Alternative

Wie sicherlich auch viele von euch, versuche ich mich aufgrund der großen Mengen vermeidbaren Einwegplastiks eher fern von „Coffee to go“ zu halten. Vor einiger Zeit fiel mir am Wittenberger Bahnhof ein Kaffeefahrrad auf, dessen Betreiber dieses Problem wunderbar gelöst hat und der mich auch in anderen Bereichen überzeugt. Aufgrund dieses Interesses kam ich mit Dietmar, dem Betreiber dieses „Kaffeefahrrads“, ins Gespräch und konnte ihn für einen Beitrag auf dieser Website begeistern. Ein Kaffeefahrrad wie dieses stellt eine echte Alternative zum herkömmlichen „Kaffee auf die Hand“ dar und in diesem Beitrag zeige ich dir, welche Vorteile es mit sich bringt.

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Von der Idee zur Umsetzung eines mobilen Kaffeefahrrads

Dietmar, der seit vielen Jahren in einer Festanstellung gearbeitet hatte, meldete für seinen mobilen Kaffeeverkauf vorerst im Nebenerwerb an und probierte einige Wochen lang verschiedene Standorte und Angebote durch. Da er seine langjährige Arbeitsanstellung nicht mehr als erfüllend wahrnahm, wagte er dann den Schritt in die Selbstständigkeit. Ein mobiles Kaffeegeschäft hatte er zu erst in Berlin gesehen und fasziniert. Da er ohnehin über keine Fahrerlaubnis verfügte und die Arbeit unter freiem Himmel und eben Kaffee liebte, entschloss er sich, all dies zu vereinen und kaufte ein Kaffeerad.

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Verkauf von Einwegbechern und ökologisches Handeln – passt das überhaupt zusammen?

Als Gegenentwurf zum Kaffebecher aus Einwegplastik hält Dietmar gleich zwei Alternativen parat! Seine Standartbecher sind zu 100 % kompostierbar (auch der Deckel!) und tragen so einen erheblichen Beitrag zum Schutz der Umwelt, insbesondere der Meere bei.

 

Allein in Deutschland werden jährlich fast 3 Milliarden Einwegbecher verbraucht, welche ca. 28.000 Tonnen CO2-Emissionen verursachen, weitere 28.000 Tonnen entstehen lediglich durch die oftmals direkt weggeworfenen Deckel. Weltweit verschlingt die Herstellung von Einwegbechern jährlich 22 Tonnen Rohöl.

Quelle: Deutsche Umwelthilfe

Auch eine Idee, die noch in den Kinderschuhen steckt, wird von Dietmar gefördert: die Einführung von Pfandbechern. Kund*innen haben an seinem Stand die Möglichkeit, für einen geringen Betrag einen stabilen Becher zu erhalten und mitzunehmen. Beim nächsten Besuch können sie zurückkommen und erhalten gegen den Becher ihr Geld zurück. Kund*innen, die ihren Kaffee ohnehin direkt am Stand trinken, bekommen standardmäßig einen Pfandbecher, den sie gleich nach dem Kaffeegenuss wieder zurückgeben können – so, dass praktisch kein Müll entsteht.

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Umweltfreundliche Alternativen schaffen,  humanitäre Projekte fördern und lokale Produzent*innen unterstützen

Über die Bemühungen, das Kaffeetrinken ökologisch sinnvoller zu gestalten, hinaus, fördert Dietmar durch den Produktvertrieb humanitärer Projekte und lokaler Firmen nachhaltige Alternativen. Im Sortiment seiner Erfrischungsgetränke findet man keine große, marktdominierende Marke sondern lokale Unternehmen, die ihre Getränke überwiegend in Glas abfüllen. Wasser verkauft er übrigens ausschließlich vom Unternehmen Viva con Agua, einem Ableger der Welthungerhilfe, welches durch den Verkauf des Wassers dafür sorgt, das weltweit mehr Menschen Zugang zu sauberem Trinkwasser erhalten. Kaffee, Tee und Milch bietet Dietmar aus Überzeugung ausschließlich in Bioqualität an.

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Im Angebot hat Dietmar neben Getränken auch ein paar Snacks, die größtenteils lokale Produzent*innen unterstützen; beispielsweise Annis Konfitüre oder Lutherbrot von Wikana, welche beide in Wittenberg hergestellt werden. Es liegen Flyer aus – auch von Vlora, dem einzigen veganen und ganz wunderbaren Café hier in der Gegend. Über Vlora werde ich zeitnah auch etwas genauer berichten.

 

Dietmars Kaffeefahrrad ist ein wunderbares Beispiel dafür, wie jede*r von uns seinen Beitrag leisten kann, um die Welt ein bisschen besser zu machen! Aufklärung über umweltbewusstes Handeln kann auf diesem Wege gut annehmbar unter die Menschen gebracht werden.

Vielen Dank an Dietmar für die Einblicke in seinen Arbeitsalltag und das nette Gespräch!

Nutzt ihr Alternativen wie Kaffeefahrräder?

[Anzeige]* Gewinnspiel: Vegane Kleidung und Accessoirs von Shoezuu

Vielleicht erinnert ihr euch noch an den Beitrag über meine ersten veganen Schuhe, die ich mir vor einigen Wochen beim veganen Versandhaus Shoezuu bestellt habe? Dank all der positiven Resonanz ist das tolle Team von Shoezuu nun auf mich zugekommen und stellt mir 3 super Produkte zur Verfügung, die ich in diesem Gewinnspiel an euch verlosen darf.

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Gymbag Anti Anti-Vegan

Bei Shoezuu sind alle Artikel vegan und fair produziert, ihr findet hier Produkte, die aus modernsten Lederalternativen hergestellt und oftmals mit Nachhaltigkeitssiegeln ausgezeichnet sind. Der komplette Einkauf wird so tierleidfrei und schützt gleichermaßen Mensch und Umwelt. Zusätzlich werden alle Bestellungen klimaneutral und plastikarm versendet, welches ich gerade im Onlinehandel besonders wichtig finde. Ich bin wirklich rundum zufrieden mit meinen Bestellungen und finde es einfach klasse, dass Shoezuu mir diese Möglichkeit der Verlosung bietet.

Die Artikel für das Gewinnspiel konnte ich sogar selbst auswählen und habe mich für den Gymbag oben und das T-Shirt unten auf dem Bild entschieden. Diese beiden Artikel habe ich selbst und find sie absolut klasse. Zusätzlich legt Shoezuu noch eins obendrauf und spendiert einen weiteren Gymbag mit dem Aufdruck „Total Liberation“.

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Gymbag „Total Liberation“

Um in den Lostopf für das Gewinnspiel zu kommen, solltet ihr folgende Schritte ausführen:

1. Like Minimal-Vegan auf Facebook
2. Like Shoezuu auf Facebook
3. Kommentiere entweder hier auf dem Blog, bei Facebook oder Instagram den Beitrag und lass mich wissen, welches der Produkte du gerne gewinnen würdest.
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T-Shirt „Vegan means Love“

Teilnahmebedingungen

Dieses Gewinnspiel steht nicht im Zusammenhang mit WordPress und WordPress steht auch nicht als Ansprechpartner für das Gewinnspiel zur Verfügung.
Teilnehmen darf jede Person, die die drei Anforderungen erfüllt.
Die Gewinner*innen werden per Zufallsgenerator ausgelost und von mir via PN über ihren Gewinn benachrichtigt. Sollte die gewinnende Person sich innerhalb von 7 Tagen nicht zurückmelden, wird ein*e neue*r Gewinner*in ausgelost.
Der Versand der Gewinne erfolgt durch Shoezuu. Die Gewinner*innen müssen sich damit einverstanden erklären, Shoezuu ihre Adresse zu diesem Zweck zur Verfügung zu stellen. Die gewinnende Person muss in diesem Fall eine gültige E-Mail-Adresse angeben. Versand der T-Shirts und der Gymbags erfolgt EU-weit.

Bitte denkt daran, dass ihr mir bei einer Teilnahme über den Blog eine Kontaktmöglichkeit da lasst. Am einfachsten ist es für alle Beteiligten, wenn ihr unter dem FB-Beitrag kommentiert!

Das Gewinnspiel beginnt Dienstag, dem 15.5.18 um 12:00 Uhr und endet Dienstag, dem 22.5.18 um 12:00 Uhr. Die Gewinner*innen informiere ich noch am selben Tag.

Noch einmal vielen lieben Dank an Shoezuu, die alle Artikel kostenfrei zur Verfügung gestellt haben!

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*[Anzeige] bedeutet, dass dieser Beitrag unentgeltliche Werbung für Shoezuu beinhaltet.

Viel Erfolg euch allen!!

~ Alina

 

Minimalismus im Bad – meine nachhaltigen Lieblinge

Für mich umfasst Minimalismus, mich von den Dingen zu trennen, die ich weder brauche noch liebe. Neben zwischenmenschlichen Beziehungen und digitalen Inhalten betrifft der Gedanke, minimalistisch leben zu wollen, vor allem Gegenstände aus meinem Alltag. In einem anderen Beitrag habe ich bereits beschrieben, wie genau ich beim Minimalisieren meiner Alltagsgegenstände vorgegangen bin. In diesem Beitrag möchte ich dir nun zeigen, welche großartigen Alternativen ich für zwei meiner aussortierten Gegenstände im Bad gefunden habe – die ich jetzt seit vielen Wochen teste und von deren Nutzen ich absolut überzeugt bin.

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Luffa-Schwamm als Seifenschale

Eins der ersten Dinge, von denen ich mich im Zuge des Minimalismus getrennt habe, war flüssige Seife. Ich persönlich finde den hohen Plastikverbrauch, den man pro neu erworbener Packung hat, untragbar und auch die jeweils entnommene Menge flüssiger Seife wesentlich zu hoch. Ersetzt habe ich die Flüssigseife einfach durch feste Seifenstücke, von denen ich restlos überzeugt bin. Sie sind auf pflanzlicher Basis und tierversuchsfrei im Einzelhandel erhältlich und halten zig mal so lange wie eine Flüssigseife. Zwar nicht ganz so bedeutend, aber ich finde ein festes Stück Seife auch einfach stilvoll.

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Anfänglich hatte ich eine Seifenschale aus Keramik, aber die fand ich schon nach kürzester Zeit nervig, weil die Seife immer davon heruntergerutscht ist und sie außerdem auch nicht so schön anzusehen war, weil immer Seifenmatsch an den Seiten festhing. Entdeckt habe ich dann diese Schwämme aus Luffa. Diese werden aus Kürbissen hergestellt, sind also vegan!

Was an diesen Schwämmen so super ist: Sie saugen im Gegensatz zur klassischen Seifenschale Reste von der Stückseife auf. Bereits nach kurzer Zeit hat sich reichlich davon angesammelt, es springt einem optisch durch die Struktur des Schwammes aber nicht gleich ins Auge, sondern ist im Gegenteil eher unauffällig.

Der Clou: Mit diesen Seifenresten kannst du nun dein Waschbecken putzen. Leg einfach die Seife kurz zur Seite, Schwamm nass machen und ein paar mal durch das Waschbecken und über den Rand fahren, das wars! Von dem Nutzen dieses Bad-Helferchens (oder auch „Gadgets“, um mal ein paar Anglizismen zu streuen) bin ich absolut überzeugt. Meinen Luffa-Schwamm habe ich in unserem lokalen Biomarkt erworben (sogar verpackungsfrei!), aber ich bin sicher, man wird auch online fündig.

 

Zahnbürste aus Bambus

Als Kind habe ich die Beißerchen klassisch mit einer Zahnbürste aus Plastik geputzt, die letzten Jahre mit elektrischer Zahnbürste und nun: wieder zurück zum guten alten Selberschrubben. Bambuszahnbürsten verwende ich seit ca. einem Jahr, da hat nämlich meine elektrische Zahnbürste ihren Geist aufgegeben und ich hatte -endlich- die Möglichkeit, das Ding loszuwerden.

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Entgegen aller Erwartungen sind Zahnbürsten aus Holz weder unhygienisch noch „komisch“ im Mund. Seit ich denken kann, habe ich eine riesige Abneigung gegen Holz im Mund – kann z.B. einen Eisstiel aus Holz nicht mit der Zunge berühren, aber bei der Zahnbürste klappt das einwandfrei, weil die richtig glatt ist und man, wenn man ganz ehrlich ist, eigentlich gar nicht merkt, dass man Holz statt Plastik nutzt.

Stiel und Kopf der Zahnbüste bestehen aus nachwachsendem Bambus – die Borsten sind aus einem Bio-Kunststoff gefertigt, der unter geeigneten Bedingungen innerhalb von 6 – 8 Wochen komplett biologisch abbaubar ist.

Als Alternative zur Plastikzahnbürste finde ich meine aktuelle aus Bambus von WohnDichFit einfach perfekt! Preislich unter 3 Euro pro Stück – da kommt man auch mit einer Standard-Zahnbürste nicht besser weg! Also, keine Ausreden mehr!

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>> Was sind deine nachhaltigen Lieblingsdinge im Bad?

 

Top Onlinestores für Veganer*innen

Hier findest du meine persönlichen Lieblingsseiten im Netz, wenn es um die großen und kleinen veganen Anliegen und Wünsche geht.

Sei es, dass du unbedingt mal „Seitan fix“ probieren willst, aber es ist in deiner Umgebung nicht erhältlich, du suchst ein neues Parfum oder brauchst ein paar schöne Winterschuhe: hier wirst du ganz bestimmt fündig! Viel Spaß beim Stöbern…

 

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Bei veganen Ersatzprodukten möchte ich anmerken, dass es für mich selbstverständlich ist, Lebensmittel, die ich auch im Einzelhandel kaufen kann, nicht im Internet zu bestellen… Wenn ihr jedoch ländlich lebt (ja, ich weiß, da ist es oft schwer an vegane Ersatzprodukte zu kommen!) oder aus sonstigen Gründen keinen Zugang zu den Produkten habt, finde ich eine Online-Bestellung okay.

 

Menstruationstassen – eine nachhaltige, vegane Alternative

Für die Meisten klingt „Menstruationstasse“ erstmal befremdlich und vielleicht abschreckend, so ging es mir auch beim ersten Mal. Da ich mittlerweile allerdings Feuer und Flamme bin und dafür gute Gründe hab, möchte ich dir die minimalistische, umweltfreundliche und geldbeutelschonende Menstruationstasse in diesem Beitrag einmal vorstellen und etwas näher bringen.

Was sind Menstruationstassen überhaupt?

Menstruationstassen werden als Mittel der Monatshygiene genutzt, das heißt, sie können Tampons oder Binden ersetzen. Dabei saugen sie das Menstruationsblut allerdings nicht auf, sondern fangen je nach Modell bis zu 50 ml Flüssigkeit auf.

Nach dem Gebrauch wird die Tasse gespült und kann dann sofort wieder verwendet werden. Typischerweise bestehen die Menstruationstassen aus Silikon, sie sind allerdings auch aus Latex oder PTE-Kunststoff erhältlich. Je nach Anbieter sind die Tassen in verschiedenen Größen erhältlich, oftmals von S – L.

Wie funktionieren Menstruationstassen?

Die Menstruationstasse wird mit den Fingern vaginal eingeführt, praktisch an die gleiche Stelle, an die sonst ein Tampon kommen würde. Um die Menstruationstasse einführen zu können, muss sie mithilfe einer einfachen Falttechnik eingeknickt und dadurch verkleinert werden. Das Falten ist schnell gelernt, im Endeffekt wird eine Seite der Tasse mit dem Zeigefinger eingedrückt und dann beide entstehenden Ecken hochgefaltet. Wenn die Tasse eine handliche Größe hat, kann sie eingeführt werden. Wird sie losgelassen, entfaltet sie sich und fängt dadurch in den nächsten Stunden das ablaufende Menstruationsblut auf.

Je nach Fassungsvermögen und Stärke der Monatsblutung kann die Menstruationstasse bis zu 8h im Körper verbleiben und ist während dieser Zeit absolut dicht. Zum Herausnehmen der Tasse gibt es am unteren Rand der Tasse eine Erhebung, an der man die Tasse einfach greifen und herausziehen kann. Es entsteht ein leichter Unterdruck, der die Tasse dicht abschließen lässt, möglichweise spürst du beim Herausziehen also einen kleinen „Plopp“, der aber nicht schmerzhaft ist. Die Tasse kann nun im Waschbecken oder dem WC entleert und dann gespült werden, am Besten mit warmem Wasser.

Was sind die Vorteile einer Menstruationstasse?

Der Hauptvorteil liegt auf der Hand: Die Menstruationstasse ist wieder verwendbar. Dadurch kann man nicht nur jeden Monat viel Geld sparen, welches man sonst für Binden oder Tampons ausgegeben hätte, sondern vor allem auch Unmengen an Müll. Ist dir schon mal aufgefallen, dass jedes Tampon einzeln in Plastik verpackt ist? Durch die Verwendung einer Menstruationstasse trägst du also einen großen Beitrag zum Schutz der Umwelt bei. Als praktischen Nebeneffekt musst du dich nicht länger um die Entsorgung von Binden oder Tampons sorgen, v.a. an Orten ohne kleinen Badmülleimer. Die Menstruationstassen enthalten keinerlei körpergefährdenden Stoffe wie etwa Bleichmittel in Tampons oder Binden. Im Gegensatz zu diesen trocknet die Menstruationstasse die Scheidenschleimhaut nicht aus, welches zu einer längerfristig angenehmeren Tragegefühl beiträgt und die Häufigkeit von Infektionen (v.a. mit Pilzen) verringern kann.

Last but not least: Die Menstruationstasse gibt der menstruierenden Person die Möglichkeit das Menstruationsblut, genauer gesagt das Menstruationssektret, hinsichtlich Veränderungen zu beurteilen.

Gibt es auch Nachteile?

Hinsichtlich der Nutzung der Menstruationstasse gibt es keinerlei Nachteile gegenüber üblichen Monatshygieneprodukten.

In seltenen Situationen kann es dir, gerade zu Beginn, allerdings unangenehm sein die Tasse an öffentlichen Orten auszuwaschen, etwa an deiner Arbeitsstelle, sollte es ein geteiltes Bad geben. Für solche speziellen Gegebenheiten musst du dir dann einen Plan überlegen, viele Personen entleeren die Tasse einfach auf Toilette und spülen mit Wasser aus einer Flasche dann die Menstruationstasse aus.

Natürlich steht es dir auch frei, während deiner Arbeitszeit auf Tampons oder Binden zurückzugreifen, um dich an diese spezielle Situation heranzutasten und nicht über die eigenen Grenzen zu gehen.

Woher kriege ich meine Menstruationstasse?

Die Menstruationstasse kannst du entweder online, als auch im Einzelhandel kaufen. Tatsächlich habe ich in Deutschland die Marke „MeLuna“ bei DM und Müller gesehen, jedoch ist sie nicht in jeder Filiale und nicht in jeder Größe erhältlich. Online findest du alle Hersteller in den großen Versandhäusern wie Amazon oder eBay.

Bekannte Anbieter wären z.B. MeLuna, Lunette, Moon Cup, Ruby Cup, Cozy Cup

Wie kann ich mich zwischen all den Anbietern entscheiden?

Die Auswahl ist tatsächlich groß und die Menstruationstassen haben unterschiedliche Vor- und Nachteile. Vielleicht können dir folgende Kriterien ein wenig helfen, die Auswahl einzugrenzen:

  • Größe / Fassungsvermögen
  • Material (Silikon, Latex, PTE)
  • Beschaffenheit
    → harte Menstruationstassen sind eher für Menschen ab ca. 30 Jahren, für Personen mit trainierter Beckenbodenmuskulatur / Sportler*innen geeignet
    → weiche Menstruationstassen eignen sich generell eher für junge Menschen unter 30 Jahren mit untrainierter Beckenbodenmuskulatur oder nach der Geburt eines Kindes
  • Länge des Herausziehstücks (bei manchen Tassen manuell kürzbar)
  • Preis (ab ca. 15-20 € sind gute Modelle erhältlich, Preis ist nach oben offen)
  • ggf. Projekte des Anbieter (z.B. Ruby Cup)

Eventuell brauchst du zwei Modelle / Größen für starke und schwache Tage der Periode, ebenso haben die Geburt eines Kindes und steigendes Alter Einfluss auf die Beckenbodenmuskulatur und vermutlich wird eine andere Menstruationstasse für dich irgendwann sinnvoller werden.

Im Endeffekt gilt: Ausprobieren! Auf den Herstellerseiten sowie auch auf den Packungen gibt es Hinweise, die dir helfen können, die richtige Größe für dich zu finden.

Ich wünsche dir viel Erfolg beim Ausprobieren!

Sei gut zu dir!

~ Alina

 

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