Feng Shui: Karen Kingston, du hast mein Chaos ruiniert!

Karen Kingston, du hast mein Chaos ruiniert oder wie mich Feng Shui inspiriert hat, mein Leben aufzuräumen.

Feng Shui? Alles von vorne…!

Eine der wichtigsten Lektionen meines Lebens habe ich mit 15 im Matheunterricht erhalten. Der Mathelehrer sah eine ganze Weile zu, wie ich hektisch mein Ringbuchchaos nach meinem Arbeitsblatt vom letzten Mal durchwühlte. Ich fand es nicht. Er zeigte auf die Loseblattsammlung und sagte: „Und ich glaube, genau so sieht es auch in deinem Kopf aus“. Damals kamen seine Worte nicht wirklich bei mir an, in meinem Kopf sah es nämlich tatsächlich genau so aus, und Platz war nur für Musik und irgendwelche Jungs, aber heute höre ich ihn das immer noch sagen, wenn sich in irgendeinem Bereich meines Lebens Unordnung manifestiert. Aber es sollte noch etwas dauern, bis ich zwischen der Unordnung in meinen Wohnräumen und den Baustellen in meinem Leben einen Zusammenhang sehen würde.

Eines Tages erzählte mir eine Kollegin, als wir nach dem Service hinten im Flugzeug herumsaßen und auf die Landung warteten, von einem Buch, das sie gerade gelesen hatte. „Dieses Buch hat mein Leben verändert“, schwärmte sie. „Nicht nur, was Aufräumen betrifft, sondern alle möglichen Lebensbereiche.“ Das Buch war „Feng Shui gegen das Gerümpel des Alltags“ von Karen Kingston und ein paar Tage sprang mir genau das Buch auf dem Flohmarkt ins Auge. Ich kaufte es für 50 Cent. Den Rest des Nachmittags verschlang ich die 200 Seiten. Das Chaos von Teenagern sei normalerweise ihr inneres Durcheinander, das auf dieser Ebene sichtbar wird, las ich unter anderem darin. Ich war mit Ende Zwanzig noch Teenager und langsam an dem Punkt, wo es mir selber auf die Nerven ging. Wir seien durch energetische Fäden mit unseren Sachen verbunden und wenn unsere Sachen durcheinander geraten, verheddern sich diese Fäden und bringen Stress und Verwirrung in unser Leben, erklärt Karen Kingston. Ich wollte jetzt aber endlich Ordnung und Klarheit. Ich fing also Zimmer für Zimmer an, meine Wohnung und mein Leben aufzuräumen.

Was bedeutet Feng Shui denn jetzt eigentlich?

Übersetzt bedeutet Feng Shui Wind und Wasser, und es handelt sich um eine jahrtausendealte chinesische Wissenschaft, die in Ostasien sehr verbreitet ist und auch in westlichen Ländern immer mehr Freunde findet.

Es geht darum, Wohnräume so zu gestalten, dass das Chi, eine Art Fluss positiver Energien, gestärkt, und die hemmenden Energien eingeschränkt werden, und auf diese Weise Glück, Erfolg, Gesundheit und Wohlstand ins Leben einzuladen.

Wenn man einen klassischen Feng Shui Experten zu Rate zieht, kommt dieser mit einem komplizierten Kompass. Das passiert vor allem, wenn Häuser geplant, gebaut, gekauft und eingerichtet werden. In Singapur ist das selbstverständlich. Auch bei uns gibt es inzwischen diese Möglichkeit, und sollte ich jemals eine neue Wohnung in Betracht ziehen, werde ich einen Feng Shui Experten mitnehmen. Aber man kann auch mit etwas Grundwissen und einfachen Maßnahmen selbst viel ausrichten, auch in einer kleinen Mietwohnung, mit Hilfe eines Bagua.



Das Feng Shui Bagua

Das ist eine Art Energielandkarte, mit der der Grundriss der Wohnräume in Bereiche unterteilt wird, die für die jeweiligen Lebensbereiche stehen: Wohlstand, Ruhm, Beziehungen, Familie, Gesundheit, Kreativität/Kinder, Wissen, Karriere und Hilfreiche Freunde. Wenn es in einem Lebensbereich nicht läuft, sollte man sich die zugehörigen Bereich sowohl in der ganzen Wohnung, als auch in den Räumen ansehen, in denen man viel Zeit verbringt.

Für das klassische Feng Shui braucht man einen Kompass, um diese zu bestimmen. Es gibt aber auch eine westliche Variante, die ist sehr einfach anzuwenden. Hier spielt nur eine Rolle, wo sich die Eingangstür befindet. Da wird das Bagua angelegt:

Bagua Feng Shui.png

Also angenommen, ich bin schon lange Single und hätte gerne einen Partner. Wie sehen die Beziehungsbereiche in den wichtigsten Zimmern und in der ganzen Wohnung aus – also hinten rechts von der Tür aus betrachtet – und was steht dort? Welche vielleicht unerwünschte Symbolik könnten die Dinge haben? Ein kaputter Spiegel? Eine tote Pflanze? Bilder mit negativen Motiven? Ein Bett oder eine Sitzgelegenheit für nur eine Person? Was steht im Schlafzimmer? Staubiger Heimtrainer, auf dem sich Klamotten türmen, Schreibtisch mit Papierchaos? Kisten, von denen man gar nicht genau weiß, was drin ist? Was sagt das über meine Bereitschaft aus, mich auf eine Partnerschaft einzulassen? Auch Farben und Elemente spielen eine Rolle, wenn man den Energiefluss in dem jeweiligen Bereich verstärken will.

Eines der größten Feng Shui Probleme ist aber Gerümpel. Es blockiert die Energien, sorgt für Chaos und Stillstand im Leben. Ihr habt hier auf Alinas Blog sicher schon den Leitfaden zum Minimalisieren entdeckt und hochmotiviert ausgemistet und aufgeräumt oder seid zumindest wild dazu entschlossen. Ich kann mich nur anschließen: weg mit dem Krempel: verkaufen, verschenken, entsorgen! Ihr werdet ihn nicht vermissen. Ihr werdet euch freuen über den Platz und die neuen Sachen, die dafür in euer Leben treten.
Oh, und was steht eigentlich im Keller? Laut dem Buch symbolisiert er Vergangenheit und Unterbewusstsein. Den sollte man sich vielleicht auch mal vorknöpfen.

So setze ich Feng Shui um

Als ich angefangen habe, mich mit dem Thema zu beschäftigen, hatte ich nicht mal ein Schlafzimmer. Ich hatte das Bett ins Wohnzimmer gestellt, weil das kleine Zimmer an der Hauptstraße zu laut war. Nicht, dass es bei mir extrem unordentlich oder schmutzig war, aber ich war etwas wischiwaschi und handwerklich nicht sehr geschickt, und was kaputt ging, war dann halt kaputt. Das Wohnzimmer sah ganz gemütlich aus, aber das kleine Zimmer stand voller Zeugs, inklusive altem kaputtem Fernseher, und der Wäscheständer immer mittendrin, voller Klamotten, die ich auch nie wegräumte, sondern irgendwann anzog. Sah ja keiner. In dem Bereich, der laut Bagua nicht nur der Beziehungsbereich des Zimmers, sondern auch der der ganzen Wohnung war, standen meine Koffer! Autsch. Dass meine Beziehungen nirgendwo hinführten, wundert jetzt wahrscheinlich niemanden, und ich fing endlich an, mich mit dieser Baustelle auseinanderzusetzen.

Schritt für Schritt ließ ich Lärmschutzfenster einbauen, einen schönen Boden verlegen, strich die Wände in einem beruhigenden hellgrau, kaufte einen schönen Teppich und Verdunkelungsvorhänge und stellte mein Bett in den Beziehungsbereich, mit zwei Kissen, guter Bettwäsche, schöner Tagesdecke, zwei Nachtschränkchen und zwei Lampen. Und ich mistete natürlich richtig aus und brachte endlich den kaputten Fernseher und eine Menge anderes Gerümpel zum Recyclinghof. Ausserdem kaufte ich mir einen riesigen Kleiderschrank, in dem jetzt alles seinen Platz hat. Für ein Ordnungssystem im Schrank empfehle ich übrigens die japanische Aufräumexpertin Marie Kondo. Sie hat auch einen Youtube-Kanal.

Nach und nach wurde meine ganze Wohnung „fengshuit“. Allein schon, dass ich so viel Zeit, Energie und Geld investierte, um ein schönes Zuhause zu erschaffen, führte mir vor Augen, dass ich wirklich keine Lust mehr hatte, ein chaotischer Teenager zu sein und andere chaotische Teenager zu daten. Zaubert ein einladendes Zuhause jetzt plötzlich einen passenden Partner herbei? Naja, die Augen aufsperren muss man schon noch selber. Aber die Chancen, diesem zu begegnen, steigen um einiges, wenn man ausstrahlt, dass man Platz für ihn hat, dass ein eigenes Kissen in einem schönen Zuhause auf ihn wartet. Bei mir hat es funktioniert.

Und was ist mit dem vielgelobten kreativen Chaos? Kreative Leute können auch im Chaos kreativ sein, aber ich bin in einer aufgeräumten Umgebung und mit einer abgehakten To-Do-Liste noch wesentlich kreativer, vor allem kann ich strukturierter denken und bin dadurch produktiver.

Heutzutage bin ich regelmäßig am aufräumen, ausmisten und putzen. Was kaputt geht, wird sofort repariert oder erneuert. Es ist mittlerweile eine sehr überschaubare Aufgabe, sogar eine Art Meditation. Und Bewegung hat man auch gleich noch. Putzen bringt gute Energie, sagte ein Freund, der in Indonesien aufgewachsen ist, neulich ganz selbstverständlich zu mir. Dort weiß das jeder.

Space Clearing befreit- auch, wenn ich mich dabei erst komisch fühle

Tatsächlich mache ich manchmal sogar ein Space Clearing nach der Anleitung in dem Buch von Karen Kingston, wenn ich mich in meinen Wohnräumen über irgendetwas aufgeregt habe, um die schlechte Energie zu vertreiben. Ich komme mir durchaus etwas komisch vor, überall zu klatschen, Glöckchen zu läuten, Blumen aufzustellen, Wasser zu sprenkeln und Schutzschilder aufzuziehen usw. aber wenn ich das nächste Mal in meine Wohnung komme, kann man hier plötzlich so tief durchatmen. Und alles wirkt irgendwie neu. Einigen ist das jetzt vielleicht jetzt zu abgehoben, aber mir gefällt das.

In meiner Wohnung und meinem Leben fühle ich mich jetzt sehr wohl. Ich weiß genau, was ich alles habe und wo die Sachen sind, und vor allem habe ich nur noch Sachen, die ich wirklich haben will. Was nicht mehr zu mir passt, kommt weg. Und genau so fühlt sich jetzt auch mein Kopf an: Aufgeräumt und mit Platz für Neues. Ein sehr gutes Gefühl.

Ich habe mich zwar viel mit dem Thema beschäftigt, bin aber keine ausgebildete Feng Shui Expertin. Wer sich dafür interessiert und tiefer in die Materie eintaucht, dem wird sich ein Riesenpanorama öffnen. Es gibt natürlich unzählige Bücher über das Thema, die teilweise sehr unterschiedliche Strömungen vertreten, aber ich persönlich empfehle Karen Kingstons Buch „Feng Shui gegen das Gerümpel des Alltags“ als guten Einstieg.


Nina- ich bin begeistert von diesem wunderbaren Artikel und dem Einblick, den du mir und meinen Leser*innen in Feng Shui gewährt hast. Von Feng Shui wusste ich bislang wirklich absolut nichts!

Wenn ihr, liebe Leser*innen, genauso wild auf Ninas Blog fly me to the vegan buffet seid, wie ich, dann schaut da unbedingt vorbei und lasst euch von ihrer veganen Kochkunst und ihren Reisetipps verzaubern! Kennengelernt habe ich Ninas Arbeit übrigens auf ihrem Instagramprofil, auf dem sie regelmäßig ihre neusten Kreationen präsentiert. Wenn ihr eher auf Facebook unterwegs seid; kein Problem- auch dort ist Nina mit ihrem Blog vetreten!

Nina hat bereits am Projekt: „Mein Veg- darum lebe ich vegan!“ teilgenommen, dort erzählt sie, warum und seit wann sie vegan lebt und was ihre allerbesten Tipps für vegane Neulinge sind!

Noch einmal vielen Dank, liebe Nina!

Seid gut zu euch!

~ Alina



Ordner ausmisten: ein praktischer Leitfaden für mehr Minimalismus im Papierkram

Mir hat mein ganzer Papierkram immer den letzten Nerv geraubt. Schnell haben sich in mehreren Ecken der Wohnung kleine Papierstapel gebildet aus Rechnungen, Lohnabrechnungen, Mitteilungen der Bank, Einladungen und Briefen. Je höher der Stapel, desto geringer war meine Motivation, alles zu sortieren und nicht zu selten habe ich dann einfach alles gelocht und gesammelt vorne in einem der Ordner abgeheftet. Mittlerweile habe ich im Rahmen des Minimalismus ein System in meinen Ordnern, welches für mich top funktioniert und dieses möchte ich heute mit dir teilen. Auf geht’s mit Ordner ausmisten!

Sicherlich geht es nicht Wenigen so wie mir: ich kann mir wirklich Schöneres vorstellen, als mich mit behördlichem Papierkram zu beschäftigen! Der Gedanke an die vollgestopften, kaum sortierten Ordner in meinem Regal hat mich aber immer total gestresst und genervt. Von anfänglich etwa 10 (!!) vollen, breiten Ordnern sind nun noch 4 schmale Ordner übriggeblieben, die alle sortiert sind und in denen nur das ist, was ich auch wirklich noch brauche oder im Zweifelsfall brauchen könnte. Damit auch du das schaffst, habe ich dir hier einen kleinen Leitfaden zusammengestellt, an dem du dich orientieren kannst.

Wie kann ich beim Ordner ausmisten vorgehen?

  1. Räum einen großen Tisch frei oder schaffe dir, so wie ich, Platz auf dem Boden, wenn der Platz auf dem Tisch nicht ausreichend ist und stell deinen leeren Papierkorb neben dich.
  2. Schnapp dir deinen ersten Horrorordner oder Papierstapel und geh den Inhalt der Reihe nach durch. Entscheide, ob du den jeweiligen Zettel aufheben willst oder solltest. Wenn er bleiben soll, überlege dir eine Kategorie, in die er passt. Schreibe diese auf einen leeren Zettel und lege den Zettel, den du aufheben willst, darauf, so dass man die Kategorie noch lesen kannst. So verfährst du mit dem gesamten Ordner und danach auch den restlichen und bildest so lauter kleine Papierstapel der jeweiligen Kategorie. Zettel, die du nicht mehr aufheben willst oder musst, wirfst du in den Papierkorb.
  3. Wenn alle Ordner leer sind, beklebe ihre Rücken mit einem neuen, leeren Aufkleber (ich habe meine aus einem gut sortierten Schreibwarenladen) oder schneide dir einfach Papier auf die passende Größe und kleb es auf. In die Ordner heftest du jeweils Registerkarten, auch diese kannst du mit etwas Bastelarbeit selbst anfertigen, wenn du sie nicht kaufen möchtest.
  4. Nun leg die Ordner im Raum aus und leg jeweils zu einander passende Kategorien daneben. Hefte die Kategorien jeweils hinter einer Registerkarte ab und beschrifte diese. Beschrifte gleich auch den Ordnerrücken, damit du deine Papiere später wiederfindest. Mein Tipp ist, Kategorien, auf die du seltener zugreifst, weiter hinten einzuheften.
  5. Solltest du verschiedene Unterkategorien haben, kannst du diese mit Trennblättern voneinander abgrenzen.
  6. Fertig! Aktion „Ordner ausmisten“ erfolgreich abgeschlossen!



Wenn möglich, nutze keine Plastikfolien. Damit schonst du einerseits die Umwelt, doch es hat auch den praktischen Vorteil, dass du dadurch die unterliegenden Kategorien auf einen Blick sehen kannst. Platikfolien sorgen dafür, dass das Blatt breiter wird, als die einzeln abgehefteten Blätter, dadurch wird es unübersichtlich im Ordner.

Solltest du wichtige Unterlagen wie Karten, CDs oder Sparbücher haben, habe ich hier noch einen Tipp für dich: Klebe eine Papierlasche, oder wie in meinem Fall ein Soft-CD-Cover in die Innenseite des Ordners. Hier kannst du ganz bequem diese wichtigen Kleinteile aufbewahren und hast sie immer Griffbereit!

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Ich habe jetzt noch 4 aufgeräumte, schmale Ordner, die alle nicht zum Bersten voll sind und damit bin ich für mich sehr zufrieden.

Welche Unterlagen solltest du sicher aufheben?

  • Personalausweis, Reisepass
  • Impfausweis
  • Geburts- , Heirats- und Sterbeurkunden
  • Schul- und Arbeitszeugnisse z.B. Schulabschlusszeugnis, Weiterbildungszeugnisse…
  • Kauf- und Mietverträge z.B. für Wohnung, Auto, Fernseher, Handy…
  • Gehaltsabrechnungen, Lohnsteuerbescheide
  • Versicherungsverträge z.B. Rentenversicherung, Urlaubsversicherung, Hausratsversicherung…
  • ggf. Studiennachweise z.B. Immatrikulations- oder Exmatrikulationsnachweise
  • Steuerbescheide und dafür relevante Rechnungen
  • Garantiescheine

Noch ein Wort zu Kontoauszügen: Ich selbst erledige all meine Bankgeschäfte per Onlinebanking und kann dort jederzeit meine Geldbewegungen sehen und nach Bedarf abrufen und ausdrucken. Wer seine Kontoauszüge noch per Kontoauszugsdrucker erhält, sollte diese min. 3 Jahre lang aufbewahrt werden, damit sie im Zweifelsfall als Beweis für etwa getätigte Überweisungen oder Lohnzahlungen gelten können.

Welche Dokumente können weg?

  • Werbeanzeigen
  • Anschreiben ohne relevante Informationen
  • gekündigte Verträge
  • abgelaufene Garantescheine
  • alte Rechnungen und Kassenzettel

 

Auf geht’s! Du kannst das auch und hast hinterher ganz bestimmt viel weniger Stress damit und mehr Platz auf dem Regal!

Sei gut zu dir!

~ Alina



Handys aussortieren und Kabel entwirren

Unordnung in den Schubladen mit elektronischen Kleingeräten und Kabeln gehören schon bald der Vergangenheit an! Es ist erstmal etwas nervig, sich darum zu kümmern – das geht wohl allen so. So richtig Lust darauf, Kabel zu entwirren hat erstmal niemand, aber es lohnt sich absolut, sich einmal dranzusetzen und und dann für lange Zeit einfach Ruhe davor zu haben. Auf geht’s! Einmal Kabel entwirren und Handys aussortieren  und dann ist es geschafft!

Handys aussortieren

In meinem Besitz befanden sich 5 Handys, 3 davon Siemens und Nokia aus der Steinzeit. Eins der Smartphones hatte einen Display- und Akkuschaden, das andere war alt und langsam. Kurz gesagt, habe ich nich von allem außer dem aktuellen Handy getrennt. Der preisliche Verfall bei technischen Geräten ist extrem hoch, es macht keinen Sinn, länger an diesen Geräten festzuhalten.

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Kabel entwirren

Fast jeder hat sie: die berühmten Kabelschubladen! „Ich weiß zwar nicht genau was das für ein Kabel ist, aber vielleicht brauche ich es mal für etwas.“ Nein, brauchst du nicht. Ich habe all meine Kabel mit einem Etikett versehen, vor allem Anschlüsse und Stecker, die aus verschiedenen Gliedern bestehen, bsp. „Lautsprecher“, „Samsung Handy“ etc. So kann ich immer nachvollziehen, welcher Stecker / welches Kabel zu welchem Gerät gehört. Alle Kabel, bei denen ich nicht mehr herausfinden konnte, zu was sie gehören, mussten bei mir ausziehen. Ich habe keines davon vermisst.

Sei gut zu dir!

~Alina



Dauerhaft Ordnung Halten

Immer wieder lese ich in den sozialen Medien, dass selbst Menschen, die sich im Zuge des Minimalismus von vielen Dingen getrennt haben, noch immer Probleme haben, dauerhaft Ordnung zu halten.  Auch ich neige zur Unordnung, sodass ich mir verschiedene Mechanismen zu eigen gemacht habe, die mir helfen, das Chaos in Grenzen zu halten. Diese einfachen Angewohnheiten zum Ordnung halten möchte ich dir in diesem Beitrag gern etwas näher vorstellen.

Natürlich möchte ich dir zu Beginn raten, dass du dich ganz grundsätzlich einmal mit dem Thema Minimalismus befasst und dich im Rahmen dessen von viel Hab und Gut trennst, dass du eigentlich nur des Besitzes wegen besitzt. Damit meine ich, lass los von den Dingen, die du weder liebst noch brauchst. Bewusster Besitz (gekoppelt an bewussten Konsum) sind der Schlüssel zu einem befreiten Leben; nicht nur psychisch, auch praktisch!

Um es mit einfachen Worten zu sagen: Was nicht da ist, muss man nicht aufräumen oder putzen! Falls du Lust hast, dir da etwas Know How anzueignen, schlage ich vor, du schaust dir mal meine Beiträge zum Thema Minimalismus an. Du findest dort bei Bedarf auch eine Schritt-für-Schritt-Anleitung, die dir helfen kann, einen Anfang zu finden. Nun aber genug erzählt, hier kommen meine Top 3 Tipps, wenn es um das Thema aufräumen und Ordnung halten geht:

1. Nimm etwas mit, wenn du das Zimmer verlässt.

Eine einfache Regel mit großer Wirkung: Immer wenn du aus dem Raum gehst um z.B. etwas zu holen, die Tür aufzumachen, auf den Balkon zu gehen… oder was auch immer, nimm einfach etwas mit, was nicht in das Zimmer gehört, in dem du gerade bist und bringe es an seinen Ort zurück. Es kann sich hierbei um alles Mögliche handeln; vielleicht hast du deine Jacke aufs Sofa gepfeffert beim Reinkommen oder da steht noch der Teller von deinem Mitternachtssnack. Wenn man sich das einmal angewöhnt hat, räumt man ganz nebenbei auf, praktisch ohne es zu merken.

dauerhaft ordnung halten

2. Konzentriert, schnell aufräumen mit einer Playlist.

Wenn du, so wie ich, am effektivsten unter Zeitdruck arbeitest, dann kann ich dir das Nutzen einer Playlist empfehlen. Du kannst dir dazu eine eigene Playlist erstellen aus Musikdateien oder bei einem Anbieter wie Youtube oder Spotify auch gezielt nach deinen Lieblingssongs suchen. Es gibt sogar extra „Aufräum-Playlists“, wenn du danach suchst. Setz dir selbst einen zeitlichen Rahmen, z.B. 5 Songs fürs Schlafzimmer oder 15 Minuten Playlist für das Wohnzimmer. Es reicht auch schon, wenn du einfach mal eine 15 Minuten Playlist anmachst und einmal durch die komplette Wohnung wirbelst! Es ist unglaublich, was man in dieser Zeit alles schafft, wenn man wirklich NUR aufräumt, nicht nebenher noch kurz jemandem im Messenger antwortet oder noch fernsieht.

Tipp: Such dir beschwingte, motivierende Musik aus, die deine Motivation unterstützt! Jetzt ist nicht die richtige Zeit für Moll.

3. Vom Großen zum Kleinen

Beginne mit dem Aufräumen bei den großen Möbelstücken und arbeite dich zu den Kleinteilen vor. Beispiel Schlafzimmer: mach zu erst dein Bett! Runter mit allem, was nichts darauf zu suchen hat, dann Kissen richtig hinlegen und Bettdecke zusammenlegen. Allein diese Veränderung macht schon einen riesen Unterschied, weil das Bett den Raum optisch durch seine Fläche dominiert. Danach schau zum Beispiel nach Kleidung: liegt da welche auf dem Boden, stapelt sich etwas auf einem Stuhl oder Sessel? Schell mal wegsortieren und dann hat es sich damit. Wenn du eine Maschine Wäsche vollkriegst, gleich ab dafür! So verfährst du dann mit dem ganzen Raum, erst am Schluss schaust du nach den Sachen, die auf den Flächen wie deinem Nachttischchen rumstehen und bringst sie an den Ort zurück, an den sie gehören. So kannst du durch alle Räume wirbeln, in der Küche räumst du z.B. erst den Tisch leer, dann die Küchentheke… im Wohnzimmer zuerst das Sofa usw. Ganz am Schluss, wenn alles wieder an seinem Platz ist, schnapp dir einen Lappen, einen neutralen Reiniger und evtl. ein kleines Wassereimerchen, geh einmal durch die Räume und wisch über die Oberflächen. Ganz am Schluss sauge ich die Böden und das war es dann auch schon.

>> Was sind deine besten Tipps zum dauerhaften Ordnung halten?

Seid gut zu euch!

~ Alina

 

How to: Minimalisieren – ein Leitfaden zum bewussten Aufräumen

Hallo liebe*r Minimalist*in,

Ich habe hier einen kompletten Leitfaden von A-Z zusammengestellt, um dir das Minimalisieren / Aufräumen / Entrümpeln zu erleichtern, damit du wieder mehr Platz für die wichtigen und schönen Dinge des Leben hast und vor allem: Raum für neue und mutige Gedanken. Zum Loslegen, klicke einfach auf das erste Bild und arbeite dich dann nach und nach vor. Ich empfehle dir unbedingt, den ersten und letzten Schritt des Leitfadens zu lesen, um unnötige Frustration zu vermeiden!

Hab ganz viel Spaß und gutes Gelingen!

Design ohne Titel(1)Vorbereitung aufs Minimalisieren

Hier geb ich dir einige Tipps mit an die Hand, die du vor dem eigentlichen Minimalisieren berücksichtigen kannst, damit es sich nicht ewig zieht und dir Spaß macht!

Design ohne Titel(2)Küche:

Lebensmittel, Geschirr und Küchengeräte überprüfen und sortieren!

 

Design ohne Titel(4)Schlafzimmer:

Kleidung und Bettwäsche sortieren für mehr Platz und Ordnung!

 

Design ohne Titel(6)Schreibtisch:

Schluss mit Aktenchaos und vollen Brief-Ablagen!

 

Design ohne TitelHandys und Kabel:

Mehr Platz in den Schubladen und kein Kabelsalat!

Design ohne Titel(5)Keller / Garage / Auto:

Sauber, aufgeräumt und übersichtlich!

 

Design ohne Titel(8)Ordner / Unterlagen / Papierkram
 
 

Design ohne Titel(7)Aussortiertes weitergeben!

Ich stelle dir verschiedene Anlaufstellen vor, bei denen du dich von ungeliebten oder nicht mehr benötigten Dingen trennen kannst!

 

Ich hoffe, du findest für dich selbst einen guten und bewussten Bezug zu deinen Gegenständen und fühlst dich wohl!

Sei gut zu dir!

~ Alina



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