Meine Empfehlungen für vegane / nachhaltige Blogs

In diesem Beitrag findet ihr meine Empfehlungen für andere tolle Blogs, die sich mit den Themen Veganismus und nachhaltigem Leben beschäftigen.

Kassel-Vegan.de – Ein absolut liebevoll geführter Blog rund ums vegane Leben in meiner Heimat Nordhessen mit kulinarischen Highlights und veganen Events, die man in der Region Kassel erleben kann. Schaut rein und lasst euch inspirieren!

Vegane-Reisen.com – Mein absolter Lieblingsblog wenn es um komplett vegane und kultursensitive Reisen nach Süd- und Mittelamerika geht!

The-Vegan-Travelers.com – Ron und Chantel nehmen uns über ihren Blog mit auf ihre Weltreise! In zahlreichen Beiträgen findet ihr hier tolle Infos zu ihrem veganen Leben on the road sowohl in Europa als auch in Asien und Afrika! Lasst euch inspirieren!

Veganfreundlich.org – Hier findet ihr eine tolle Auswahl vegetarisch-veganer Restaurants, die ständig erweitert wird und einen veganen Produktshop.

Ninas Veg – Darum lebe ich vegan!

>>Dieses Interview ist Teil des Projekts Mein Veg

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Nina, Flugbegleiterin und Bloggerin

Warum hast du dich für ein veganes Leben entschieden? Gab es einen Auslöser?

Es gab ganz viele kleine Auslöser, und ich war lange Vegetarierin mit Tendenz zum Vegansein. Aber dann kam der Tag, als ich unterwegs unbedingt einen Kaffee brauchte, und es nur Kuhmilch gab, und ich nach einem Schluck dachte, bäh, das kann ich einfach nicht mehr trinken. Letztlich war es einfach die logische Konsequenz meiner Entwicklung.

Warst du vor der Umstellung auf eine vegane Ernährung Vegetarier*in?

Offiziell Vegetarierin bin ich mit 18 geworden. Das war 1996. Dann habe ich nach und nach auch die anderen Tierprodukte aus meinem Leben geworfen.

Auf welche Probleme bist du zu Beginn besonders gestoßen?

Ich hatte damals gerade angefangen als Flugbegleiterin zu arbeiten. In Berlin war schon viel passiert auf dem Gebiet und alles kein Problem, aber fand ich mich plötzlich in Ländern wieder, in denen dieses Konzept unbekannt war und in denen ich mich auch nicht verständigen konnte. Oder ich wollte mit Kollegen essen gehen, aber die wollten in die Churrascaria oder in ein Seafood-Lokal. Anfangs bin ich da noch mitgegangen und habe dann da an meinen Pommes und meinem Salat herumgeknabbert und mich oft für meinen Lebensstil rechtfertigen müssen. Heute suche ich mir ein schönes Restaurant bei HappyCow aus und ziehe alleine los. Dabei lande ich dann oft in interessanten Gegenden: da sind dann plötzlich Leute in schwarzen T-Shirts, die vegane Burger und Cupcakes essen wollen, es läuft Musik, die mir gefällt, nebenan ist ein Buchladen, und ich fühle mich wie zuhause am anderen Ende der Welt. Mittlerweile sind auch unter meinen Kollegen viele Veganer, Vegetarier oder einfach Interessierte, die mitkommen wollen. In Mexico City vor ein paar Monaten saß nachher tatsächlich die halbe Crew mit im veganen Restaurant „Forever“ und fand’s lecker und schön, darüber habe ich mich sehr gefreut. Auch die Versorgung unterwegs wird immer einfacher. Neulich habe ich ein Rom an einem Backstand am Flughafen ein leckeres veganes Baguette mit gegrilltem Gemüse und ein veganes Aprikosencroissant gefunden. Solche Sachen gibt es da auf einmal total selbstverständlich! Das hat mir so richtig den Tag versüßt.

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Wie kommt dein Umfeld mit deiner Entscheidung vegan zu leben zurecht?

Da habe ich viel Glück gehabt. Meine Freunde und meine Familie sind da total entspannt. Wenn wir essen gehen wollen, wird was gesucht, wo es ganz sicher was Veganes gibt. Meistens landen wir bei einem veganen oder vegan-freundlichen Vietnamesen. Davon gibt es in Berlin jede Menge. Wenn irgendwo zuhause gekocht wird, gibt es meistens ein veganes Grundgericht mit Käse extra oder so. Ich bringe auch gerne was mit. Fleisch isst sowieso kaum jemand in meinem Umfeld.

Was stört dich daran Veganer*in zu sein?

Mich stört oft, dass die Welt so unnötig unvegan ist. All die täglichen kleinen Stolpersteine. Warum müssen die in der Kantine Eiernudeln nehmen, welche aus Hartweizengrieß schmecken doch genauso? Warum muss in den Chips, die im Flugzeug verteilt werden, Molkenpulver drin sein? Warum muss die fair und nachhaltig produzierte Jeans ein Patch aus Leder haben? Ich freue mich aber darüber, dass diese Sachen in letzter Zeit immer mehr in Frage gestellt werden, weil viele Menschen inzwischen bewusster konsumieren.

Hat sich etwas für dich verändert, seit du vegan lebst?

Ich bin in allen Dingen viel reflektierter und achtsamer gewordene, vielleicht ist das aber auch auch das Älterwerden.

Und früher stand ich ständig unzufrieden vor dem Spiegel. Ich kann nur jedem, der mit Akne oder einem Muffintop kämpft, empfehlen, mal ein halbes Jahr die Milchprodukte wegzulassen und zu sehen, was passiert. Ich kenne solche Probleme nicht mehr.

Engagierst du dich über deine Lebensweise hinaus z.B. in Projekten oder Vereinen?

Ich habe Ende 2017 ebenfalls einen veganen Lifestyle-Blog ins Leben gerufen, Kochrezepte mit Video-Tutorials, vegane und faire Kleidung, die mir gefällt und Tips für Veganer auf Reisen. Ich will es anderen leichter machen, vegan zu leben, indem ich das teile, was ich gelernt habe. Das macht sehr viel Spaß, und wenn ich ein paar Leute inspirieren kann, dann freut mich das sehr.

Was sind deine besten Tipps für vegane Neulinge?

Manchmal erzählen mir Leute: ach ja, vegan habe ich auch mal versucht, aber das habe ich nicht durchgehalten…
Ich empfehle, sich nicht gleich ein Label aufzukleben und dann frustriert alles hinzuschmeißen, wenn man es nicht sofort perfekt durchzieht. Man muss sich da erst reinfinden, der Körper muss sich erst daran gewöhnen. Gebt euch Zeit, kleine Schritte führen auch zum Ziel.

Möchtest du zum Abschluss noch etwas sagen?

Das ist ein großartiger Blog, vieles spricht mir aus der Seele. Ich kann mir kaum vorstellen, dass jemand nicht sofort anfängt, sein Leben aufzuräumen, nachdem er oder sie ein paar Artikel gelesen hat. Ich freue mich, hier etwas beitragen zu dürfen!

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Tausend Dank für das tolle Interview, liebe Nina!

Vergiss nicht, unbedingt auf Ninas Blog www.flymetotheveganbuffet.com vorbeizuschauen! Hier findest du regelmäßig köstliche Rezepte und Empfehlungen für vegane Kosmetik, Kleidung und Reisen! Als Flugbegleiterin kommt Nina nämlich richtig rum und hat für dich die besten Tipps auf Lager!

 

Seit gut zu dir!

~ Alina



[Anzeige]* Täglich Plastik sparen mit Draußgänger

Es sind vor allem die kleinen, aber eben viel häufigeren Entscheidungen in unserem Alltag, mit denen wir einen richtig großen Einfluss auf unsere Umwelt nehmen können. Wir alle wissen, dass der hohe Plastikkonsum unserer modernen Welt ein riesiges Problem für den Planeten und alle, die auf ihm leben, darstellt: an Land wie auch im Meer, in dem vorrangig Mikroplastik ein wachsendes Problem wird. Im heutigen Beitrag gebe ich dir meine Top 10 Tipps, wie auch du in deinem Alltag viel Plastik sparen kannst!

10 Tipps zum täglichen Plastik sparen

  1. Zu jedem Einkauf einen Rucksack oder einen wiederverwendbaren Stoffbeutel mitnehmen.
  2. Obst und Gemüse, wenn möglich, ohne unnötige Plastikverpackungen kaufen. Wenn es ohne Hülle schwer transportierbar ist, bspw. lose Kirschen, kannst du auch kleine Stoffsäckchen nähen oder Tupperware mitnehmen und diese befüllen. Solltest du um eine Plastikverpackung nicht herumkommen, versuche diese wiederzuverwenden.
  3. Keine Getränke „to go“ kaufen oder diese in eine selbst mitgebrachte Flasche umfüllen lassen (im nächsten Abschnitt zeige ich dir meine Trinkflasche von Draußgänger, mit der ich sehr zufrieden bin.) Solltet ihr auswärts Getränke bestellen: „Bitte ohne Strohhalm“! Das ist ein super einfacher Weg um langfristig richtig viel komplett unnötiges Plastik zu sparen!
  4. Getränke in Glasflaschen kaufen. Ich nutze zu Hause einen Wassersprudler und mische mir mit regional hergestelltem Saft Schorlen.
  5. Selber Kochen statt Fertiggerichte zu verwenden, welche standardmäßig in sehr viel Verpackung eingelassen sind.
  6. Übriggebliebenes oder vorgekochtes Essen in wiederverwendbaren Dosen im Kühlschrank aufbewahren statt mit Plastikfolien abzudecken, die danach sofort in den Müll wandern.
  7. Feste Seifen vor Flüssigseife bevorzugen. Es gibt auch feste Seife, die für die Haarwäsche geeignet ist!
  8. Bei kosmetischen Artikeln darauf achten, dass kein Mikroplastik enthalten ist. Vor allem in Peelings werden oft kleine Plastikpartikel zugesetzt, die die losen Hautschüppchen lösen sollen – dabei kann man hier ganz einfach ein komplett abbaubares und gekörntes Produkt wie Kaffee oder Salz verwenden und so sein Zero Waste – Peeling selbst herstellen. In der Drogerie kannst du dich auf der Rückseite des Produkts über die Inhaltsstoffe informieren; achte hierbei auf Begriffe wie Polyethylen (PE), Polypropylen (PP), Polyamid (PA) und Polyethylenterephtalat (PET), welche indizieren, dass Mikroplastik enthalten ist.
  9. Verbrauchtes Plastik fachgerecht im gelben Sack entsorgen und nicht mit in den Restmüll geben. Nur so kann das Plastik recycled werden!
  10. Informationen über regionale Möglichkeiten einholen, wo man plastikarm- oder sogar plastikfrei- einkaufen kann. In vielen größeren Städten sprießen aktuell sogenannte Unverpacktläden aus dem Boden, in denen man Produkte des täglichen Gebrauchs völlig verpackungsfrei einkaufen kann.

 

Meine neue Trinkflasche von Draußgänger – Plastik sparen leicht gemacht!

Seit einiger Zeit habe ich eine neue Trinkflasche, die ich euch in diesem Beitrag zeigen möchte, weil ich so richtig zufrieden bin. Erhalten habe ich sie von Draußgänger, einem jungen und meiner Meinung nach unterstützenswerten Onlinehandel für Outdoorartikel.

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Die Flasche besteht aus Edelstahl mit kleinem Dichtungsring und einem Deckel aus Holz. Auch wenn die Materialien erstmal schwer klingen, ist die Trinkflasche ein absolutes Leichtgewicht: Auf meiner Küchenwaage bringt sie es gerade mal auf  200 Gramm!

Durch den Edelstahl ist sie absolut stabil und hält Getränke länger kühl. Sie ist sowohl für den Gebrauch zu Hause, in der Uni oder auf der Arbeit, als auch für Reisen und Ausflüge bestens geeignet. Was ich besonders cool finde, ist der kleine Griff am Deckel, mit dem man die Flasche problemlos an jedem beliebigen Ort festschnallen kann!

Fürs plastikarme Flugzeugreisen hier noch mein absoluter Geheimtipp: Nehmt euch eine eigene Flasche mit! Diese muss natürlich vor der Sicherheitsschleuse des Flughafens leer gemacht werden. Wenn ihr dort erstmal durch seid, dann füllt euch die Flasche im Wartebereich wieder auf und nehmt die volle Flasche mit in den Flieger. Im Flugzeug werden ständig neue Plastibecherchen verteilt… Das ist mir jedesmal ein absoluter Graus und so habt ihr eine absolut simple Möglichkeit, euch dieser Situation zu entziehen und durch einen simplen Trick ganz viel Plasik zu sparen!

Das Design der Trinkflasche „Kleiner Alpsee“ von Draußgänger ist schlicht, aber trotzdem richtig schick, vor allem durch den gravierten Holzdeckel. Sie ist sowohl mit 600 ml als auch mit 1 L Fassungsvermögen erhältlich.

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Versendet wurde die Trinkflasche übrigens komplett plastikfrei (bis auf die notwendigen Postetiketten, anders geht es ja nicht) in einem Pappkarton, ausgefüllt mit kleinen Holzfasern. Die Flasche selbst war in einer weiteren kleinen Pappverpackung doppelt geschützt, damit sie im allerbesten Zustand hier ankommt.

Ich hoffe, auch für dich waren noch ein paar gute Tipps dabei und wünsche dir einen fabelhaften Tag! Was sind deine besten Tipps zum Plastik sparen?

Lass es dir gutgehen!

~ Alina

* [Anzeige] bedeutet, dass dieser Beitrag unvergütete Werbung für den Onlinestore Draußgänger enthält. Draußgänger hat mir die Flasche auf Anfrage kostenfrei zur Verfügung gestellt. Wie immer entspricht der gesamte Inhalt dieses Beitrags meiner ehrlichen Meinung.

 

Keller / Garage / Auto aufräumen: einfach entspannt und ordentlich!

Viele Menschen- so auch mich- nervt die ständige Unordnung im vollgestopften Auto, im Keller und in der Garage. Ich habe hier meine Tipps zusammengetragen, mit denen ich einmal richtig Ordnung in meine Sachen gebracht habe. Lieber einmal richtig aufräumen und danach erstmal Ruhe haben! Auf geht’s!

Keller / Garage aufräumen

„Was im Keller steht, brauchst du eh nichtmehr,“ ist halbwahr.

Viele der Dinge dürfen getrost gehen, andere widerrum haben den Platz im Keller zu Recht, da man sie nicht oft, aber doch immer wieder braucht. Bei mir war es z.B. ein Raclette-Grill. Ich liebe Raclette und esse es jedes Jahr zu Weihnachten. Ansonsten benutze ich das Gerät so gut wie nie, trotzdem habe ich es noch. Ich glaube, das größere Problem ist, dass man die meisten Dinge im Keller aus dem Bewusstsein verdrängt und im Zweifelsfall neu kauft, da man nicht den ganzen Keller auf Verdacht durchwühlen will. Selbiges gilt natürlich auch für die Garage und jeglichen anderen Lagerraum.

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Auto aufräumen

Das Auto würde ich einmal komplett ausräumen, auch die Mittelkonsole, das Handschuhfach und die Fußräume. Dann alles saugen und putzen, anschließend räumst du nur die Dinge zurück, die du im Auto gebrauchen kannst. Ich bin auf ein USB-fähiges Autoradio umgestiegen, um den Friedhof der losen CDs im Handschuhfach und den Türen loszuwerden.

Da doch immer wieder Müll im Auto anfällt, habe ich in der Fahrertür eine Rolle kleiner Mülltüten und eine Rolle Zewa, die ich bei Bedarf nehmen kann.

Tipp: Im Kofferraum kannst du einen Einkaufs- / Wäschekorb oder Jutebeutel lagern, die du dann zum Einkaufen verwenden kannst. So umgehst du es, eine Plastiktüte kaufen zu müssen.

Sei gut zu dir!

~Alina

 

Dauerhaft Ordnung Halten

Immer wieder lese ich in den sozialen Medien, dass selbst Menschen, die sich im Zuge des Minimalismus von vielen Dingen getrennt haben, noch immer Probleme haben, dauerhaft Ordnung zu halten.  Auch ich neige zur Unordnung, sodass ich mir verschiedene Mechanismen zu eigen gemacht habe, die mir helfen, das Chaos in Grenzen zu halten. Diese einfachen Angewohnheiten zum Ordnung halten möchte ich dir in diesem Beitrag gern etwas näher vorstellen.

Natürlich möchte ich dir zu Beginn raten, dass du dich ganz grundsätzlich einmal mit dem Thema Minimalismus befasst und dich im Rahmen dessen von viel Hab und Gut trennst, dass du eigentlich nur des Besitzes wegen besitzt. Damit meine ich, lass los von den Dingen, die du weder liebst noch brauchst. Bewusster Besitz (gekoppelt an bewussten Konsum) sind der Schlüssel zu einem befreiten Leben; nicht nur psychisch, auch praktisch!

Um es mit einfachen Worten zu sagen: Was nicht da ist, muss man nicht aufräumen oder putzen! Falls du Lust hast, dir da etwas Know How anzueignen, schlage ich vor, du schaust dir mal meine Beiträge zum Thema Minimalismus an. Du findest dort bei Bedarf auch eine Schritt-für-Schritt-Anleitung, die dir helfen kann, einen Anfang zu finden. Nun aber genug erzählt, hier kommen meine Top 3 Tipps, wenn es um das Thema aufräumen und Ordnung halten geht:

1. Nimm etwas mit, wenn du das Zimmer verlässt.

Eine einfache Regel mit großer Wirkung: Immer wenn du aus dem Raum gehst um z.B. etwas zu holen, die Tür aufzumachen, auf den Balkon zu gehen… oder was auch immer, nimm einfach etwas mit, was nicht in das Zimmer gehört, in dem du gerade bist und bringe es an seinen Ort zurück. Es kann sich hierbei um alles Mögliche handeln; vielleicht hast du deine Jacke aufs Sofa gepfeffert beim Reinkommen oder da steht noch der Teller von deinem Mitternachtssnack. Wenn man sich das einmal angewöhnt hat, räumt man ganz nebenbei auf, praktisch ohne es zu merken.

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2. Konzentriert, schnell aufräumen mit einer Playlist.

Wenn du, so wie ich, am effektivsten unter Zeitdruck arbeitest, dann kann ich dir das Nutzen einer Playlist empfehlen. Du kannst dir dazu eine eigene Playlist erstellen aus Musikdateien oder bei einem Anbieter wie Youtube oder Spotify auch gezielt nach deinen Lieblingssongs suchen. Es gibt sogar extra „Aufräum-Playlists“, wenn du danach suchst. Setz dir selbst einen zeitlichen Rahmen, z.B. 5 Songs fürs Schlafzimmer oder 15 Minuten Playlist für das Wohnzimmer. Es reicht auch schon, wenn du einfach mal eine 15 Minuten Playlist anmachst und einmal durch die komplette Wohnung wirbelst! Es ist unglaublich, was man in dieser Zeit alles schafft, wenn man wirklich NUR aufräumt, nicht nebenher noch kurz jemandem im Messenger antwortet oder noch fernsieht.

Tipp: Such dir beschwingte, motivierende Musik aus, die deine Motivation unterstützt! Jetzt ist nicht die richtige Zeit für Moll.

3. Vom Großen zum Kleinen

Beginne mit dem Aufräumen bei den großen Möbelstücken und arbeite dich zu den Kleinteilen vor. Beispiel Schlafzimmer: mach zu erst dein Bett! Runter mit allem, was nichts darauf zu suchen hat, dann Kissen richtig hinlegen und Bettdecke zusammenlegen. Allein diese Veränderung macht schon einen riesen Unterschied, weil das Bett den Raum optisch durch seine Fläche dominiert. Danach schau zum Beispiel nach Kleidung: liegt da welche auf dem Boden, stapelt sich etwas auf einem Stuhl oder Sessel? Schell mal wegsortieren und dann hat es sich damit. Wenn du eine Maschine Wäsche vollkriegst, gleich ab dafür! So verfährst du dann mit dem ganzen Raum, erst am Schluss schaust du nach den Sachen, die auf den Flächen wie deinem Nachttischchen rumstehen und bringst sie an den Ort zurück, an den sie gehören. So kannst du durch alle Räume wirbeln, in der Küche räumst du z.B. erst den Tisch leer, dann die Küchentheke… im Wohnzimmer zuerst das Sofa usw. Ganz am Schluss, wenn alles wieder an seinem Platz ist, schnapp dir einen Lappen, einen neutralen Reiniger und evtl. ein kleines Wassereimerchen, geh einmal durch die Räume und wisch über die Oberflächen. Ganz am Schluss sauge ich die Böden und das war es dann auch schon.

>> Was sind deine besten Tipps zum dauerhaften Ordnung halten?

Seid gut zu euch!

~ Alina

 

Tines Veg

>> Dieses Interview ist Teil des Projekts Mein Veg

saxTine – 29 Jahre, Hannover

 

Warum hast du dich für ein veganes Leben entschieden? Gab es einen Auslöser?

Im April 2017 hatte ich eine klassische Erkältung. Ich war gezwungen zu Hause zu bleiben.

Nach dem Arztbesuch musste ich mir unbedingt Vitamine beschaffen um schnell wieder fit sein zu können. Ich wollte mir was Gutes tun und Smoothies machen. Und dann stellte sich mir schnell die Frage: wie gesund lebe ich? Wenn ich so einen Gedanken habe? „Endlich mal wieder was gutes für den Körper tun und Obst essen.“

Seit Oktober 2016 bin ich rauchfrei. Ok, zugegeben mit e – Zigarette… aber was ist mit meiner Ernährung? Ist es mit ein paar Smoothies getan? Bereits in den vergangenen zwei Jahren kam mir öfters der Gedanke, kein Fleisch mehr zu essen. Ich machte mir Gedanken, wie gesund man sich ernähren könnte und wie schon so oft spielte ich mit dem Gedanken das Fleisch wegzulassen und Vegetarierin zu werden. Das Fleisch, was wir heutzutage abgepackt massenweise kaufen können, kann doch nicht von gesunden glücklichen Tieren stammen… Können Tiere überhaupt glücklich sein, von denen wir uns einfach nehmen was wir wollen, sie benutzen und ausbeuten? Diese Gedanken über Massentierhaltung und die Qualen, die Tiere erleiden wegen dem Menschen, nur weil er diesen Geschmack möchte…

Diese Art zu leben stellte ich mehr und mehr in Frage. Wie ist der Umgang mit den Lebewesen mit denen wir unseren Lebensraum teilen, diese Dinge beschäftigten mich schon sehr oft. Allerdings nur wenige Minuten, zu unbequem ist die Realität, die man im Supermarkt nicht vor Augen hat und zu einfach ist es diese Gedanken weg zu schieben und einfach so weiter zu machen wie bisher. Warum gibt es keine Warnhinweise und Bilder auf Wurstpackungen, ähnlich wie auf Zigarettenschachteln?

Dieses Mal sollte es anders sein, ich wollte meine Gedanken nicht mehr unterdrücken. Ich beschloss, mich intensiv damit zu beschäftigen. Es gab also keine bestimmte Situation oder ein Erlebnis was mich dazu brachte. Es war einfach das Bewusstsein.

 

Warst du vor der Umstellung auf eine vegane Ernährung Vegetarier*in?

Ich wollte etwas ändern und dachte ich werde Vegetarierin. Also suchte ich mir Informationen im Netz. Plötzlich las und hörte ich Dinge die mir neu waren. 50 Millionen Küken werden jährlich vergast oder geschreddert?! Ich konnte es nicht fassen. Ich hatte keine Ahnung!! Was in der Milchindustrie passiert schockierte mich gleichermaßen und es war immer deutlicher vor mir. Ich möchte nichts mit diesen Tierleid zu tun haben. Ab jetzt komplett Tierfreie Ernährung. Ab jetzt vegan.

 

Auf welche Probleme bist du zu Beginn besonders gestoßen?

In den ersten Tagen machte ich einfache tierproduktfreie Gerichte: Salate, Nudeln… Ich war immer ein ziemlicher Kochmuffel es musste immer schnell gehen. Auch der Einkauf. Es war am Anfang eine Herausforderung das richtige einzukaufen aber bereits nach kurzer Zeit fand ich mich gut zurecht. Diese Umstellung in der Küche und beim Einkaufen war keine Last oder anstrengend. Im Gegenteil, es machte einfach nur Spaß! Es galt eine neue Welt zu entdecken und ich liebte es plötzlich zu kochen und dieses ganze neue Wissen in mir aufzusaugen.

 

Wie kommt dein Umfeld mit deiner Entscheidung vegan zu leben zurecht?

In den ersten 3 Tagen merkte nicht mal mein Freund, das ich ausschließlich vegan kochte. Erst als ich ihm offenbarte, das der Muffin den er sich gerade genüsslich in den Mund stopfte statt Ei Apfelmus enthält und statt Milch Mandelmilch, outete ich mich. Anfänglich gab es da schon natürlich kleine Hürden. Wenn man mit jemanden zusammenlebt, der noch Fleisch isst, muss man planen… Aber nach kurzer Zeit bemerkte auch mein Freund die Vorteile einer veganen Lebensweise und sprang auf meinen Zug mit auf. Familie und Freunde reagieren auch alle positiv. Es ist schön in Diskussion treten zu können und Informationen zu teilen, auch wenn das leider nicht gleich alle automatisch um mich herum vegan macht.

 

Was stört dich daran Veganer*in zu sein?

Diese Machtlosigkeit zu spüren ist manchmal unerträglich. Früher hat man sich vor der Wahrheit gedrückt und weg gesehen. Jetzt kennt man das ganze Leid und muss damit klar kommen. Zwar kann man mit seiner persönlichen veganen Lebensweise schon etwas Kleines bewirken, aber das sich eben nicht die Welt dadurch verändert. Das ist klar. Es ist schwer zu beschreiben. Man steht als immer bewusster werdender Mensch diesen Bewusstlosen gegenüber und viele begreifen es nicht. Ich habe Menschen um mich, die sagen sie finden das gut, was ich mache und finden das richtig toll, aber selber können und wollen sie nicht auf Fleisch verzichten. Das macht mich sehr traurig und was mir dann nur bleibt, ist ihnen zu zeigen, das man auf nichts verzichten muss (denn das muss man wirklich nicht wenn man sich mit Veganismus richtig beschäftigt).

 

Hat sich etwas für dich verändert, seit du vegan lebst?

Seit dem ich vegan bin hat sich sehr sehr, viel für mich verändert. Veganerin zu sein bedeutet nicht nur eine Veränderung auf dem Teller: Es verändert die ganze Lebenseinstellung und das Bewusstsein. Ich nehme endlich wahr, das ich ein Bewusstsein habe, an dem ich arbeiten kann und muss um meinen Horizont zu erweitern, Neues zu erfahren, zu erleben, offen zu sein und einfach aus Automatismen, Konditionierungen und Zwängen auszubrechen. Mit dem Rauchen habe ich auch aufgehört an dem Tag als ich Veganerin geworden bin. Das vegan sein stand so im Fokus, das ich es gar nicht bemerkte, das ich nicht rauchte.

 

Engagierst du dich über deine Lebensweise hinaus z.B in Projekten oder Vereinen?

Da jetzt bald der Jahreswechsel ansteht und ich nach einen 3/4 Jahr vegan sein meinen Weg kenne und diesen weiter gehen möchte, habe ich mir für 2018 vorgenommen aktiv zu werden. Ich möchte etwas bewegen und verändern und Teil von etwas sein, das wirklich für die Tiere ist und etwas verändern kann. Das ist mein Wunsch. Ich denke, das ist auch ein guter Weg aus diesem Gefühl der Ohnmacht raus zu kommen und dieses Gefühl los zu werden von tiefer Trauer, weil man nicht richtig helfen kann.

 

Was sind deine besten Tipps für vegane Neulinge?

Ungefähr nach einem Monat habe ich mich gefragt „Bin ich jetzt Veganerin?“ JA natürlich bin ich das und das zu realisieren, das rate ich Jedem, der sich dafür bewusst entscheidet! Jeder hat seinen ganz eigenen, individuellen Weg und wer ein klares Ziel vor Augen hat, sollte es verfolgen und nicht aufgeben. Es ist immer ein Prozess und Einige gehen ihn von heute auf morgen, andere brauchen Zeit. Aber was dabei zählt ist die Richtung! Und das Wichtigste ist: Informiert euch!

 

Möchtest du zum Abschluss noch etwas sagen?

Jeder ist individuell. So individuell wie du bist, so ist jedes Lebewesen individuell und jedes Lebewesen strebt danach, geliebt zu werden. Wir könnten es ermöglichen wenn wir denn wollen.

Projekt: Mein Veg – darum lebe ich vegan!

Durch das Projekt „Mein Veg“ möchte ich einigen Veganer*innen die Möglichkeit geben, über ihren Bezug zum Veganismus zu sprechen. Ich verspreche mir davon, dass sich Menschen, die sich für eine vegane Ernährung oder auch eine vegane Lebensführung interessieren, ein genaueres Bild davon machen können, welche persönlichen Erfahrungen andere Menschen zu ihrer Entscheidung geführt haben.

Außerdem können sich so Brücken bilden, eventuell kann man sich auch in den Erklärungen Anderer widererkennen, kriegt noch einmal neuen Input und für die ersten Schritte auch ein bisschen Mut, Inspirationen und Tipps.

Lasst uns hiermit zeigen, das Veganismus viele Gesichter hat und von Alter, Geschlecht und Nationalität oder sonstigen Kriterien unabhängig ist. Denkt immer daran: Ihr seid nicht allein, auch wenn manchmal die Welt Kopf steht und ihr für verrückt erklärt werdet.

Um den jeweiligen Veg zu sehen, klickt einfach auf das Bild. Viel Spaß!

Du möchtest mitmachen? Schreib mir doch einfach eine Nachricht hier im Blog oder auf Facebook!

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Gutes Essen für wenig Geld

„Spar wo du willst, nur nie am Essen!“, sagt meine Mutter und erhält dabei meine völlige Zustimmung. Gutes Essen ist mir wichtig, denn es sorgt dafür, dass ich mich körperlich und psychisch wohlfühle: Ich halte problemlos mein Gewicht, habe gesunde Haut, Haare und Nägel und fühle mich innerlich ausgeglichen. Daher habe ich hier einige Tipps zusammengetragen, die dir helfen können, richtig gut zu essen, ohne dabei ein Vermögen auszugeben.

 

1 Iss pflanzlich

Obst, Gemüse, Hülsenfrüchte und Nüsse enthalten jede Menge viele Vitamine und Nährstoffe. Sie versorgen deinen Körper mit einer Extraportion Wasser und machen dich durch ihren hohen Ballaststoffanteil lange satt.

 

2 Kauf nach Saison

Äpfel werden im Spätsommer richtig günstig, da sie in dieser Jahreszeit bei uns im Freien wachsen und geerntet werden können. Lang deshalb in dieser Zeit richtig zu und versuch den Apfel und anderes saisonales Obst und Gemüse in deinen Speiseplan einzubinden. Genauso verhält es sich mit etwa dem Kürbis im Herbst. Melone im Januar hingegen wird eher teuer, da sie von weit her eingeflogen oder in einem Gewächshaus gezogen werden muss. Hier hast du eine kleine Übersicht, wann welches Obst und Gemüse Saison hat.

 

3 Bereite dich vor

Nimm dir ausreichend Essen und Trinken mit, wenn du aus dem Haus gehst um Hunger und damit verbundene Spontankäufe unterwegs zu vermeiden. Auch zur Arbeit kannst du dir vorbereitete Brote oder Brötchen, Haferflocken, veganen Joghurt oder Übriggebliebenes vom Vortag mitnehmen.

 

4 Koche für mehrere Tage

Natürlich musst du nicht drei aufeinanderfolgende Tage das Gleiche essen! Friere dir Übriggebliebenes doch einfach ein und wärme es zu einem späteren Zeitpunkt wieder auf. Viele Gerichte lassen sich so sehr lange konservieren. Reis, Quinoa, Bulgur und Co bereite ich immer in wesentlich größeren Mengen vor, lasse davon einen Teil abkühlen und stelle ihn in den Kühlschrank. An den nächsten Tagen bereite ich damit als Basis dann ein neues Gericht zu, z.B. gebratener Reis mit Gemüse oder Quinoa-Salat. Die Möglichkeiten sind unbegrenzt, man kann sich dann ganz ohne großen Aufwand kreativ austoben. Als Bonus kann man so dann auch gleich andere Reste mit verwerten, z.B. eine halbe Zwiebel, eine schrumpelige Paprika oder was der Kühlschrank sonst noch hergibt.

 

5 Verzichte auf „To Go“

Kaffee und Tee auf die Hand gibt es in jeder Stadt an jeder Ecke. Dies ist nicht nur sehr teuer, sondern belastet auch die Umwelt extrem durch den hohen Verbrauch von Einwegbechern aus Plastik oder mit Plastik überzogener Pappe. Das Gleiche gilt für Wasser, Saft und Erfrischungsgetränke! Um Geld zu sparen, nimm dir am Besten eine wieder verwendbare Trinkflasche oder einen Thermobecher von zu Hause mit.

Seit einigen Jahren findet man in praktisch jedem Supermarkt frisch vorgeschnittenes Obst in kleinen Plastikbehältern gekühlt im Eingangsbereich. Diese Art der Vorbereitung lassen sie sich teuer bezahlen, vergleicht man einmal den Preis mit dem Kilopreis des Obsts. Der Aufwand ist gering, bereite es dir am Besten zu Hause vor.

 

6 Besuche Märkte

Auf vielen Wochenmärkten kannst du große Mengen Obst und Gemüse, aber auch Gewürze und regionale Produkte für wenig Geld kaufen. Dabei kannst du auch in Kontakt mit den jeweiligen Produzent*innen der Lebensmittel kommen und Fragen stellen.

 

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